
Condor-Chef fordert Aussetzung des Emissionshandels – die Klimaideologie kollidiert mit der Realität

Die geopolitischen Verwerfungen rund um die Straße von Hormus haben die deutsche Luftfahrtbranche kalt erwischt. Während Politiker in Berlin noch von ihren grünen Träumen schwärmen, schlägt nun ausgerechnet der Chef der traditionsreichen Ferienflieger-Airline Condor, Peter Gerber, Alarm. Sein Vorschlag: Der Emissionshandel solle für ein halbes Jahr ausgesetzt werden, um Verbraucher vor explodierenden Preisen zu bewahren.
Wenn die Realität die Ideologie überholt
In der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" wurde Gerber deutlich. Eine Aussetzung des Emissionshandels sei der einfachste Weg, "auch die Verbraucher im zweiten Halbjahr vor hohen Preisen zu bewahren". Mit dieser Maßnahme könne man, so der Condor-CEO, "relativ leicht diese Spekulations-Spritpreise aus dem Markt nehmen". Sein Versprechen: Dann wäre es womöglich für alle "ein ganz entspannter Sommer".
Was Gerber hier in diplomatischer Tonlage formuliert, ist nichts weniger als eine Bankrotterklärung der bisherigen Klimapolitik. Wenn schon die erste größere Krise – ein globaler Kerosinmangel infolge der Hormus-Blockade – ausreicht, um den heiligen Emissionshandel auszusetzen, dann offenbart das die ganze Brüchigkeit dieses bürokratischen Konstrukts. Es ist ein Schönwetter-Instrument, das beim ersten echten Sturm über Bord geworfen werden muss.
Tankrabatt für Airlines? Ein durchsichtiges Manöver
Gerber griff zudem eine Forderung des Flughafenverbandes auf, der einen Tankrabatt für Airlines ins Gespräch gebracht hatte. "Das wäre folgerichtig gewesen. Vielleicht war es ein Versehen. Und dann kann die Bundesregierung das noch nachholen", so der Condor-Chef. Der süffisante Hinweis auf ein "Versehen" der Bundesregierung dürfte mancher Beamtenseele in Berlin den Schweiß auf die Stirn treiben.
Der Bürger zahlt – wie immer
Was hier verhandelt wird, ist im Kern eine altbekannte Geschichte: Eine ideologisch motivierte Politik schafft Belastungen, die in normalen Zeiten zähneknirschend hingenommen werden. Bricht aber eine Krise herein, sind plötzlich Sonderregelungen nötig – auf Kosten der Steuerzahler oder zu Lasten der eigentlich angestrebten Klimaziele. Der CO2-Preis wird zur Verschiebemasse, der Emissionshandel zur ideologischen Spielwiese, die nach Belieben pausiert werden kann. Da fragt sich der wache Beobachter: Wenn das System ohnehin nur in Schönwetterphasen funktioniert, wozu existiert es überhaupt?
Die Blockade der Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil der globalen Öl- und Kerosinversorgung läuft, zeigt einmal mehr, wie verwundbar die deutsche und europäische Wirtschaft geworden ist. Während die Bundesregierung weiter an der Vision einer klimaneutralen Republik bis 2045 festhält – mittlerweile sogar im Grundgesetz verankert – führen geopolitische Realitäten unsere Abhängigkeiten gnadenlos vor Augen. Die Gleichung ist simpel: Steigen die Rohstoffpreise, steigen die Ticketpreise, steigen die Inflationsraten. Und am Ende blickt der deutsche Familienurlauber auf eine Reisekasse, die nicht mehr ausreicht.
Ein Plädoyer für reale Werte
In Zeiten geopolitischer Spannungen, sprudelnder Energiepreise und einer Politik, die mit jedem neuen Sondervermögen die Inflation weiter anheizt, gewinnen reale, krisenfeste Vermögenswerte erneut an Bedeutung. Wer sein Vermögen breit aufstellt, sollte physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährte Versicherung gegen politische Fehlentscheidungen und währungspolitische Experimente keinesfalls außer Acht lassen. Sie haben über Jahrtausende bewiesen, was Papierversprechen und CO2-Zertifikate nie leisten konnten: stabilen Werterhalt jenseits politischer Moden.
Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen stellen ausschließlich die Meinung der Redaktion dar und sind keine Anlageberatung. Wir betreiben weder Anlage- noch Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich zu treffen. Bei Fragen zu steuerlichen oder rechtlichen Aspekten wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Steuer- bzw. Rechtsberater.

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