
Deutsche-Bank-Chef distanziert sich von brisanter Analystenwarnung zu US-Vermögenswerten

Ein bemerkenswerter Vorgang erschüttert die Finanzwelt: US-Finanzminister Scott Bessent enthüllte beim Weltwirtschaftsforum in Davos, dass Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing persönlich bei ihm angerufen habe, um sich von einem hauseigenen Analystenreport zu distanzieren. Der Bericht hatte europäische Investoren vor möglichen Verkäufen amerikanischer Vermögenswerte gewarnt – inmitten der schwelenden Spannungen zwischen der Trump-Administration und der EU über Grönland.
Bessent attackiert "Fake News" und japanische Turbulenzen
In seiner Stellungnahme vor Reportern in Davos sprach Bessent von einer "sechs Standardabweichungen großen Bewegung" bei japanischen Anleihen, die auf andere Märkte übergeschwappt sei. Er versicherte, mit seinen japanischen Wirtschaftskollegen in Kontakt zu stehen, die Maßnahmen zur Stabilisierung des Marktes ergreifen würden.
Besonders scharf ging der US-Finanzminister mit den Medien ins Gericht. Die Vorstellung, dass Europäer amerikanische Vermögenswerte abstoßen würden, stamme von einem einzelnen Analysten der Deutschen Bank. Die "Fake-News-Medien, angeführt von der Financial Times", hätten dies verstärkt, so Bessent. Der CEO der Deutschen Bank habe ihm telefonisch mitgeteilt, dass das Institut nicht hinter diesem Analystenreport stehe.
Die brisante Warnung des Chefstrategen
Der fragliche Bericht stammt von George Saravelos, dem Chef-Devisenstrategen der Deutschen Bank. Dieser hatte Kunden darauf hingewiesen, dass Europa etwa acht Billionen Dollar an US-Aktien und Anleihen halte. Damit sei Europa Amerikas größter Gläubiger – ein Umstand, der Washingtons Abhängigkeit von ausländischem Kapital zur Finanzierung seiner Defizite unterstreiche.
"Wir haben das letzte Jahr größtenteils damit verbracht zu argumentieren, dass die USA trotz all ihrer militärischen und wirtschaftlichen Stärke eine entscheidende Schwäche haben: Sie sind darauf angewiesen, dass andere ihre Rechnungen über große Außenhandelsdefizite bezahlen. Europa hingegen ist Amerikas größter Kreditgeber."
Keine Verkaufsprognose, aber deutliche Warnung
Interessanterweise prognostizierte Saravelos keinen unmittelbaren Ausverkauf. Er warnte jedoch, dass steigende geopolitische Spannungen einige europäische Investoren dazu zwingen könnten, ihre Dollar-Positionen umzuschichten. Als Beispiel nannte er die bereits erfolgte Repatriierung durch den dänischen Pensionsfonds Akademikerpension, der seinen Rückzug aus US-Staatsanleihen angekündigt hatte.
In einem Umfeld, in dem die geoökonomische Stabilität der westlichen Allianz existenziell gestört werde, sei nicht klar, warum Europäer weiterhin bereit sein sollten, diese Rolle zu spielen, argumentierte der Stratege. Die Dollar-Exposition sei in ganz Europa noch sehr hoch, und die Entwicklungen der letzten Tage hätten das Potenzial, eine weitere Dollar-Umschichtung zu fördern.
Experten skeptisch gegenüber europäischen Drohgebärden
Nicht alle Marktbeobachter teilen die Besorgnis. Bloomberg-Makrostratege Simon White merkte an, dass jede potenzielle Drohung Europas, seine US-Staatsanleihen als Vergeltung für Präsident Trumps Ambitionen bezüglich Grönland zu verkaufen, wahrscheinlich leer bleiben werde. Die wirtschaftlichen Verflechtungen seien schlicht zu eng, als dass Europa einen solchen Schritt ohne massive Selbstschädigung vollziehen könnte.
Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie fragil das Vertrauen in den internationalen Finanzmärkten geworden ist – und wie schnell einzelne Analystenberichte geopolitische Wellen schlagen können, die bis in die höchsten Regierungskreise reichen.
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