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28.01.2026
09:25 Uhr

Deutschlands fatale Medikamenten-Abhängigkeit von China: Ein selbstverschuldetes Desaster

Deutschlands fatale Medikamenten-Abhängigkeit von China: Ein selbstverschuldetes Desaster

Während die politische Klasse in Berlin sich jahrelang mit Gender-Sternchen und Klimakleber-Debatten beschäftigte, hat sich im Stillen eine Katastrophe angebahnt, die jeden einzelnen Bürger dieses Landes treffen kann. Die Rede ist von der erschreckenden Abhängigkeit Deutschlands bei der Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten – und der Hauptlieferant sitzt ausgerechnet in Peking.

70 Prozent der Wirkstoffe aus chinesischer Hand

Die Zahlen sind alarmierend und sollten jeden aufhorchen lassen, der noch einen Funken Verstand für strategische Sicherheit besitzt. Etwa 70 Prozent der Arzneimittelwirkstoffe stammen mittlerweile aus chinesischer Produktion. Bei Antibiotika sieht die Lage noch dramatischer aus – hier kommen die zentralen Vorprodukte fast vollständig aus dem Reich der Mitte. Thomas Weigold, Deutschlandchef des Generikaherstellers Sandoz, bringt es auf den Punkt: „Es geht nicht nur um ‚Geiz ist geil', wir zahlen einen bitteren Preis dafür."

Und dieser Preis ist bereits spürbar. Laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte befinden sich aktuell rund 500 Medikamente im Engpass – fast ausschließlich Generika, also jene Nachahmerpräparate, die etwa 80 Prozent aller weltweit eingesetzten Medikamente ausmachen. Das Brustkrebsmittel Tamoxifen, lebenswichtig für erkrankte Frauen, war zwischen Frühjahr 2022 und Mitte 2023 auf dem deutschen Markt schlichtweg nicht verfügbar. Ein Skandal, der in den Mainstream-Medien kaum Beachtung fand.

Die Bundeswehr klopft bei Pharmaherstellern an

Wie ernst die Lage inzwischen ist, zeigt ein bemerkenswerter Vorgang: Im November informierte sich die Bundeswehr am Sandoz-Standort Barleben über die Verfügbarkeit kritischer Medikamente. Dort werden jährlich mehr als elf Milliarden Tabletten produziert. Die zentrale Frage der Militärs: Wie belastbar ist die Versorgung im Krisenfall? Eine Frage, die man sich in Berlin offenbar erst jetzt stellt – nachdem man jahrzehntelang die Augen vor der Realität verschlossen hat.

„Deutschland war einmal die Apotheke der Welt, das globale Entwicklungszentrum für Antibiotika. Das ist inzwischen passé."

Diese Worte von Weigold sollten wie ein Weckruf durch die Republik hallen. Doch statt strategischer Weitsicht regierte in Deutschland zwei Jahrzehnte lang das Prinzip des billigsten Preises. Die Krankenkassen schlossen Rabattverträge mit dem jeweils günstigsten Anbieter ab – und das waren zunehmend indische Hersteller, deren Wirkstoffe wiederum aus China stammen. Etwa 40 Prozent dieser Verträge werden mittlerweile von solchen Anbietern bedient.

Chinas strategisches Kalkül

Während deutsche Gesundheitspolitiker unter Druck stehen, die Krankenkassenbeiträge stabil zu halten, verfolgt Peking unbeirrt seine langfristige Pharmastrategie. Das Ziel ist klar: China will bei Generika Marktführer werden. Und die Mittel sind bekannt – niedrigere Regulierung, günstigere Energiekosten und eine Regierung, die industriepolitisch denkt statt ideologisch.

Weigold warnt eindringlich: „Man wird die Abhängigkeit von Medikamenten strategisch ausnutzen, da müssen wir uns gar nichts vormachen." Die Parallelen zu anderen Branchen sind offensichtlich. Bei Halbleitern haben wir bereits erlebt, wie ausbleibende Lieferungen die Automobilproduktion zum Stillstand brachten. Bei Elektroautos, Batterietechnologien und Solarpanelen hat China den Westen längst abgehängt. Judith Wallenstein von der Boston Consulting Group sieht die Gefahr, dass sich dieses Muster in den Life Sciences wiederholen könnte.

Der Preisverfall als Waffe

Besonders perfide: Nachdem die USA Zölle gegen China erhoben hatten, lenkten chinesische Hersteller ihre Lieferungen verstärkt nach Europa um. Die Folge war ein massiver Preisverfall, vorwiegend bei Antibiotika. Für europäische Produzenten wie Sandoz wird das Geschäft damit zunehmend unrentabel. Der Vorstandschef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, bestätigt: Das Preisniveau bei Generika sei inzwischen so niedrig, dass weitere Preissenkungen nicht mehr realistisch seien.

Stefan Schneider von der Schweizer Investmentbank Vontobel bringt die Konsequenz auf den Punkt: „Wenn die ganze Welt aus China bestellt, wird am Ende der beliefert, der den höchsten Preis zahlt." Deutschland, das sich jahrelang als Schnäppchenjäger im globalen Pharmamarkt gerierte, könnte dann leer ausgehen – ausgerechnet bei Medikamenten, die über Leben und Tod entscheiden.

Forderungen nach einem Kurswechsel

Der Branchenverband Pro Generika fordert nun einen radikalen Kurswechsel. Bei kritischen Medikamenten im Engpass, für die es keine Alternativen gibt, brauche es Sonderregeln: höhere Festbeträge anstelle von Rabattverträgen. EU-Produzenten müssten im Erstattungssystem Vorteile erhalten – nicht durch Subventionen, sondern durch bessere Rahmenbedingungen.

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat einen Pharma-Dialog gestartet, an dem erstmals auch Generikahersteller beteiligt sind. Weigold setzt Hoffnungen auf Kanzleramtschef Thorsten Frei, der das Thema ressortübergreifend koordinieren soll. Die Sicherung der Arzneimittelversorgung sei eine Frage, die Gesundheit, Wirtschaft und Sicherheit zugleich betreffe.

Ein Versagen mit Ansage

Was wir hier erleben, ist das Ergebnis einer Politik, die kurzfristiges Sparen über langfristige Sicherheit gestellt hat. Eine Politik, die lieber Milliarden in fragwürdige Energiewende-Projekte pumpte, anstatt die strategische Unabhängigkeit bei lebenswichtigen Gütern zu sichern. Eine Politik, die Deutschland von einem Weltmarktführer in der Pharmaproduktion zu einem Bittsteller degradiert hat, der im Krisenfall auf Gnade aus Peking hoffen muss.

Die Frage ist nicht mehr, ob wir einen bitteren Preis zahlen werden – wir zahlen ihn bereits. Die Frage ist nur, ob die neue Bundesregierung den Mut aufbringt, diesen Kurs zu korrigieren, bevor es zu spät ist. Die Geschichte lehrt uns: Wer seine Grundversorgung in fremde Hände legt, verliert am Ende mehr als nur Geld. Er verliert seine Souveränität.

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