
Deutschlands Mittelstand am Abgrund: Investitionen auf historischem Tiefstand
Die deutsche Wirtschaft steuert auf eine gefährliche Klippe zu. Während die Große Koalition mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur hausieren geht und Bundeskanzler Merz sich medienwirksam Investitionszusagen von Großkonzernen abholt, bricht dem Rückgrat unserer Wirtschaft – dem Mittelstand – die Zuversicht weg. Die aktuellen Zahlen sind alarmierend: Nur noch 26 Prozent der mittelständischen Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft. Ein Wert, der selbst hartgesottene Wirtschaftsexperten erschaudern lässt.
Investitionsbereitschaft im freien Fall
Die jüngste Umfrage von DZ Bank und dem Bundesverband Deutscher Volksbanken und Raiffeisenbanken offenbart das ganze Ausmaß der Misere. Mit gerade einmal 63 Prozent der Unternehmen, die überhaupt noch Investitionen planen, erreicht die Investitionsbereitschaft ein Langzeittief. Man muss schon bis zur globalen Finanzkrise 2009 zurückblicken, um ähnlich desaströse Werte zu finden. Damals stand das Weltfinanzsystem am Abgrund – heute ist es hausgemachte Politik, die unsere Wirtschaft lähmt.
Besonders dramatisch zeigt sich die Lage in der Landwirtschaft und im Baugewerbe. Hier überwiegt der Pessimismus deutlich. Kein Wunder: Jahrelange ideologische Gängelung durch grüne Umweltauflagen, explodierende Energiekosten und eine Bürokratie, die jeden unternehmerischen Impuls im Keim erstickt, haben ihre Spuren hinterlassen.
Die Investitionsanreize der Regierung – ein Rohrkrepierer
Die vielgepriesenen Investitionsanreize der Bundesregierung entpuppen sich als das, was kritische Beobachter von Anfang an vermutet haben: heiße Luft. Merkels Investitionsgipfel im Sommer mag für schöne Schlagzeilen gesorgt haben, doch die Realität spricht eine andere Sprache. Private Investitionen fließen weiterhin verstärkt ins Ausland – dorthin, wo Unternehmer noch als Leistungsträger geschätzt und nicht als Melkkühe betrachtet werden.
Der geplante Deutschlandfonds, mit dem privates Kapital für "politische Investitionsvorhaben" mobilisiert werden soll, klingt verdächtig nach planwirtschaftlichen Experimenten. Als ob Politiker besser wüssten, wo Kapital sinnvoll eingesetzt wird als die Unternehmer selbst. Die Geschichte lehrt uns, wohin solche Anmaßungen führen.
Bürokratie erstickt den Unternehmergeist
Vier von fünf Mittelständlern beklagen die überbordende Bürokratie – ein Dauerbrenner, der seit Jahren ungehört verhallt. Statt Entlastung gibt es immer neue Vorschriften, Dokumentationspflichten und Genehmigungsverfahren. Die deutsche Gründlichkeit, einst ein Qualitätsmerkmal, ist zur Fessel geworden, die Innovation und Unternehmertum erdrosselt.
"Hohe Löhne und Gehälter sind für knapp zwei Drittel ein Problem, fast genauso viele klagen über einen Mangel an Fachkräften."
Diese scheinbar widersprüchliche Situation offenbart das ganze Dilemma: Trotz hoher Lohnkosten fehlen qualifizierte Arbeitskräfte. Ein Bildungssystem, das mehr Wert auf Genderkompetenzen als auf MINT-Fächer legt, rächt sich bitter. Gleichzeitig plant eine Mehrheit der Unternehmen Stellenabbau – ein Teufelskreis, der die Abwärtsspirale weiter beschleunigt.
Die wahren Ursachen der Krise
Was wir erleben, ist das Ergebnis jahrzehntelanger Fehlentscheidungen. Die Energiewende hat Deutschland vom Industriestandort zum Hochpreisland gemacht. Die unkontrollierte Zuwanderung belastet nicht nur die Sozialsysteme, sondern schafft auch Unsicherheit und soziale Spannungen. Die Klimaneutralität bis 2045, jetzt sogar im Grundgesetz verankert, wird Generationen mit Schulden belasten – trotz Merz' vollmundiger Versprechen, keine neuen Schulden zu machen.
Die Inflation, angeheizt durch die Gelddruckorgien der EZB und die ausufernden Staatsausgaben, frisst die Substanz der Unternehmen auf. Während die Politik von "Transformation" und "Zukunftsinvestitionen" schwadroniert, kämpfen Mittelständler ums nackte Überleben.
Ein Blick in die Zukunft
Die düsteren Erwartungen der Mittelständler sind mehr als berechtigt. Solange die Politik nicht grundlegend umsteuert, wird sich die Lage weiter verschärfen. Was Deutschland braucht, sind keine neuen Förderprogramme und Subventionen, sondern eine radikale Entschlackung der Bürokratie, wettbewerbsfähige Energiepreise und eine Rückbesinnung auf marktwirtschaftliche Prinzipien.
Die Alternative ist klar: Entweder wir befreien unsere Wirtschaft von den ideologischen Fesseln, oder wir werden zusehen müssen, wie der deutsche Mittelstand – und mit ihm unser Wohlstand – Stück für Stück ins Ausland abwandert. Die Zeit für kosmetische Korrekturen ist vorbei. Es braucht einen fundamentalen Politikwechsel, der die Interessen der Leistungsträger wieder in den Mittelpunkt stellt.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit gewinnen krisenfeste Anlagen an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als Wertspeicher bewährt und können eine sinnvolle Ergänzung für ein breit gestreutes Anlageportfolio darstellen – gerade wenn das Vertrauen in Politik und Papiergeld schwindet.

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