
Deutschlands Pendler als Melkkühe der Krise: Wie der Steuerstaat am Zapfhahn abkassiert
Während die Iran-Krise die Welt in Atem hält und die Ölpreise nach oben treibt, offenbart sich an deutschen Tankstellen einmal mehr eine bittere Wahrheit: Der größte Profiteur steigender Spritpreise ist nicht etwa die Ölindustrie – es ist der deutsche Staat. Von rund 1,65 Euro pro Liter auf über zwei Euro ist der Benzinpreis innerhalb kürzester Zeit geschnellt. Ein Anstieg von etwa 25 Prozent, der Millionen Pendler und Unternehmen hart trifft.
Der stille Gewinner heißt Fiskus
Was viele Bürger nicht wissen oder verdrängen: Rund 65 Prozent des Tankstellenpreises bestehen aus Steuern und Abgaben. CO₂-Umlage, Energiesteuer, Mehrwertsteuer – der Staat greift an jeder Stelle zu. Und je höher der Rohölpreis steigt, desto mehr sprudeln die Steuereinnahmen. Eine perverse Mechanik, die den Fiskus zum stillen Krisengewinner macht, während der kleine Mann an der Zapfsäule verzweifelt.
Natürlich kursieren auch Verdächtigungen, dass Mineralölkonzerne bereits eingekaufte und raffinierte Bestände zum neuen, deutlich höheren Preis verkaufen und so Übergewinne einstreichen. Doch dieser Effekt dürfte sich durch die Marktdynamik rasch ausgleichen. Was sich hingegen nicht ausgleicht, ist die strukturelle Steuerbelastung, die Deutschland im internationalen Vergleich zum Hochpreisland Nummer eins macht.
Politische Schockstarre statt Entlastung
Und was tut die Politik? Sie starrt, wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange, auf den Iran-Konflikt und rührt sich nicht. Statt Pendlern und Betrieben spürbare steuerliche Entlastung zu gewähren, hat die Bundesregierung eine sogenannte Benzinpreis-Taskforce einberufen. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Eine Taskforce. Ein medienwirksames Manöver, ein politisches Phantom aus dem Werkzeugkasten der Symbolpolitik. Strukturelle Lösungen? Fehlanzeige.
Es erscheint höchst unwahrscheinlich, dass Finanzminister Lars Klingbeil auf die zusätzlichen Einnahmen verzichten wird, die der temporäre Energiepreisanstieg in die Staatskassen spült. Warum auch? Schließlich muss das gigantische 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur irgendwie finanziert werden – jenes schuldenfinanzierte Mammutprojekt, das kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten wird.
Die USA: Energieautark und gelassen
Jenseits des Atlantiks sieht die Lage völlig anders aus. Die Benzinpreise in den Vereinigten Staaten stiegen lediglich um fünf bis zehn Prozent. Der Grund ist so simpel wie ernüchternd für europäische Beobachter: Die USA sind seit 2018 der weltgrößte Ölproduzent mit einer Tagesförderung von 18 Millionen Barrel und exportieren das „schwarze Gold" sogar. Diese dominante Position macht Amerika weitgehend immun gegen massive Ölpreisschocks und verleiht Washington erheblichen Markteinfluss.
Für Präsident Donald Trump, der acht Monate vor den entscheidenden Midterm-Wahlen steht, ist ein schnelles Ende des Iran-Konflikts nun imperativ. Washington wägt geopolitische Effekte, die Kontrolle über globale Ölmärkte und die heimischen Inflationsrisiken sorgfältig ab. Ein Luxus, den sich Deutschland schlicht nicht leisten kann – weil man sich über Jahrzehnte in eine fatale Energieabhängigkeit manövriert hat.
Südkorea zeigt, wie es besser geht
Selbst ein Blick nach Asien beschämt die deutsche Energiepolitik. Südkorea ist zwar ähnlich energieabhängig wie Europa, verfügt aber über erhebliche Raffineriekapazitäten. Unternehmen wie SK Energy oder GS Caltex operieren mit langfristigen Lieferverträgen und Festpreisen, während sie über signifikante Rohölvorräte verfügen, die bei Versorgungsunterbrechungen angezapft werden können.
Das Ergebnis spricht Bände: Die Benzinpreise in Südkorea stiegen seit Kriegsausbruch um etwa 13 Prozent – von umgerechnet 1,11 Euro auf 1,25 Euro pro Liter. Deutlich weniger als in Deutschland. Und der entscheidende Unterschied? Steuern und Abgaben machen in Südkorea nur rund 40 Prozent des Tankstellenpreises aus. In Deutschland sind es 65 Prozent. Allein diese Zahl entlarvt das ganze Ausmaß der fiskalischen Gier, mit der der deutsche Staat seine Bürger zur Kasse bittet.
Jahrzehnte ideologischer Energiepolitik rächen sich
Was wir gerade erleben, ist nichts anderes als die Quittung für Jahrzehnte ideologisch getriebener Energiepolitik. Der überstürzte Atomausstieg, die einseitige Fixierung auf volatile erneuerbare Energien, die Verteufelung fossiler Brennstoffe bei gleichzeitiger totaler Abhängigkeit von Importen – all das war, wie sich nun in aller Schärfe zeigt, nichts weiter als eine billionenschwere, subventionierte Fantasie. Eine Fantasie, die sich gerade in einen Albtraum verwandelt.
Strukturelle Lösungen für Europas gefährliche Energieabhängigkeit würden einen geopolitischen Neustart erfordern. Dazu gehörte eine Friedensregelung mit Russland, die Erschließung heimischer Ressourcen – etwa der gewaltigen Gasreserven des Kontinents – und möglicherweise sogar eine Rückkehr zur Kernenergie in Deutschland. Doch wer glaubt ernsthaft, dass eine Regierung, die das Wort „Kernkraft" behandelt wie ein Schimpfwort, zu solch pragmatischen Schritten fähig wäre?
Wie geht es weiter?
Ein Regimewechsel in Teheran scheint weder ein amerikanisches noch ein israelisches Ziel zu sein. Ebenso bleiben Bodeninterventionen höchst unwahrscheinlich, insbesondere angesichts der nahenden Midterms in den USA. Dies macht eine kurze Konfliktdauer wahrscheinlich. Die strategischen Ölreserven in den meisten EU-Ländern decken etwa drei Monate ab und wurden bislang nicht angezapft. Trotz der rasanten Preisanstiege existieren derzeit keine akuten Versorgungsengpässe.
Doch selbst wenn der Konflikt bald enden sollte – die strukturellen Probleme bleiben. Deutschland hat sich in eine Sackgasse manövriert, aus der es ohne radikales Umdenken keinen Ausweg gibt. Solange der Staat an der Zapfsäule mehr verdient als die gesamte Ölindustrie zusammen, solange ideologische Scheuklappen den Blick auf pragmatische Energiepolitik verstellen, werden Deutschlands Pendler und Unternehmen die Zeche zahlen. Und zwar eine immer höhere.
In Zeiten wie diesen, in denen Energiepreise explodieren und die Kaufkraft des Euro weiter erodiert, zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Instrument der Vermögenssicherung. Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie in Krisenzeiten ihren Wert bewahren – ganz im Gegensatz zu Papierwährungen, die durch politische Fehlentscheidungen und Schuldenorgien systematisch entwertet werden.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater.

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