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Kettner Edelmetalle
25.02.2026
08:38 Uhr

Deutschlands Staatsdefizit explodiert: 119 Milliarden Euro Minus – und das soll Erfolg sein?

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes lesen sich wie ein Offenbarungseid der deutschen Haushaltspolitik. Das Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte lag im Jahr 2025 nicht bei den ohnehin schon besorgniserregenden 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung, sondern bei satten 2,7 Prozent. Ein „Rechenfehler" von 3,9 Milliarden Euro – eine Summe, für die mancher Mittelständler sein gesamtes Lebenswerk hergeben müsste. Insgesamt türmt sich das Defizit auf 119,1 Milliarden Euro. Wer angesichts solcher Zahlen noch von solider Haushaltsführung spricht, der hat offenkundig den Bezug zur Realität verloren.

Der Bund als größter Schuldentreiber

Besonders alarmierend: Allein auf den Bund entfielen 79,6 Milliarden Euro des Gesamtdefizits – rund zwei Drittel. Gegenüber dem Vorjahr stieg das Bundesdefizit um atemberaubende 18,6 Milliarden Euro. Hatte es 2024 noch bei 60,9 Milliarden gelegen, schoss es nun regelrecht in die Höhe. Man fragt sich unwillkürlich: War das nicht jene Bundesregierung unter Friedrich Merz, die den Bürgern versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen? Die Realität zeichnet ein gänzlich anderes Bild.

Auch die Kommunen verzeichneten einen dramatischen Anstieg. Ihr Defizit wuchs um 7,1 Milliarden auf 28,1 Milliarden Euro. Wer sich fragt, wohin das Geld fließt, der muss nur einen Blick auf die explodierenden Sozialausgaben werfen – doch dazu später mehr.

Lichtblicke bei Ländern und Sozialversicherung – aber zu welchem Preis?

Immerhin: Die Bundesländer konnten ihr Defizit mehr als halbieren, von 21,6 auf 9,8 Milliarden Euro. Auch die Sozialversicherung verbesserte sich deutlich – von 11,8 auf 1,7 Milliarden Euro Minus. Doch diese scheinbar positiven Entwicklungen haben einen bitteren Beigeschmack. Denn die Sozialbeiträge, also die Abgabenlast der Bürger, stiegen um satte 8,9 Prozent. Der arbeitende Deutsche wird also einmal mehr zur Kasse gebeten, damit die Bilanzen der Sozialversicherungsträger etwas weniger desaströs aussehen. Eine Verbesserung auf Kosten der Leistungsträger dieser Gesellschaft – das ist keine Erfolgsmeldung, das ist ein Armutszeugnis.

Einnahmen steigen – Ausgaben steigen schneller

Die Gesamteinnahmen des Staates kletterten 2025 auf 2.140,2 Milliarden Euro, ein Plus von 5,7 Prozent. Die Steuereinnahmen legten um 3,5 Prozent zu, die Mehrwertsteuer brachte 4,0 Prozent mehr ein, Einkommen- und Vermögensteuern 3,4 Prozent. Zusätzliche Impulse kamen durch ein gestiegenes Erbaufkommen – eine makabre Einnahmequelle, die letztlich bedeutet, dass der Staat am Tod seiner Bürger mitverdient.

Doch all diese Mehreinnahmen verpufften wirkungslos. Die Ausgaben wuchsen nämlich noch stärker: um 5,6 Prozent auf 2.259,3 Milliarden Euro. Die Zinsausgaben stiegen um 8,1 Prozent – eine direkte Folge der Schuldenpolitik vergangener und gegenwärtiger Regierungen. Die monetären Sozialleistungen erhöhten sich um 5,6 Prozent, getrieben durch höhere Renten, Pensionen, Pflege- und Arbeitslosengeld. Die sozialen Sachleistungen – Krankenhausbehandlungen, Medikamente, Pflege – legten sogar um 7,3 Prozent zu.

Das Sondervermögen: Sonderschulden mit Euphemismus-Etikett

Besonders pikant: Die Bruttoinvestitionen stiegen um 10,3 Prozent. Klingt zunächst positiv, doch der Teufel steckt im Detail. Dieser Anstieg geht maßgeblich auf Ausgaben aus dem sogenannten „Sondervermögen" für Infrastruktur und Klimaneutralität sowie auf steigende Militärausgaben zurück. Jenes 500-Milliarden-Euro-Paket, das die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD durchgedrückt hat, entpuppt sich als das, was Kritiker von Anfang an befürchteten: ein gigantisches Schuldenpaket, das Generationen von Steuerzahlern belasten wird. Dass man diesen Schuldenberg als „Vermögen" bezeichnet, gehört wohl zu den dreistesten sprachlichen Taschenspielertricks der jüngeren politischen Geschichte.

Und während die Maastricht-Grenze von drei Prozent noch knapp eingehalten wird, drängt sich die Frage auf: Wie lange noch? Bei diesem Tempo dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch diese letzte Leitplanke gerissen wird. Der Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, warnte bereits eindringlich: Ohne tiefgreifende Reformen werde die Schuldenbremse im kommenden Jahr fallen müssen. Es fehlten dann schlicht 60 Milliarden Euro im Haushalt.

Deutschland auf dem Weg in die fiskalische Sackgasse

Was wir hier erleben, ist kein vorübergehender Ausrutscher. Es ist das Ergebnis einer jahrelangen Politik, die Ausgaben systematisch über Einnahmen gestellt hat, die den Sozialstaat immer weiter aufgebläht hat, ohne die wirtschaftlichen Grundlagen zu stärken. Eine Politik, die lieber Subventionen verteilt als Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln zu schaffen. Eine Politik, die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz verankert, aber nicht erklären kann, wie sie das finanzieren will, ohne den Wohlstand einer ganzen Nation zu opfern.

Auch ifo-Präsident Clemens Fuest forderte angesichts der angespannten Haushaltslage Kürzungen bei Energie- und Immobiliensubventionen sowie einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst. Doch ob solche Mahnungen in Berlin Gehör finden, darf bezweifelt werden. Zu groß scheint die Verlockung, mit dem Geld anderer Leute Politik zu machen.

In Zeiten wie diesen, in denen der Staat seine Bürger mit immer höheren Abgaben belastet und gleichzeitig immer tiefer in die roten Zahlen rutscht, gewinnt die private Vermögenssicherung eine ganz neue Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn Staaten über ihre Verhältnisse leben und die Kaufkraft des Geldes durch Inflation und Verschuldung erodiert. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Absicherung des eigenen Vermögens leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung.

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