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25.09.2026
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Düstere Prognose: Zerbricht die EU am Ukraine-Krieg?

Düstere Prognose: Zerbricht die EU am Ukraine-Krieg?
Symbolbild: KI-generiert

Ein Mann, der jahrzehntelang für die Vereinten Nationen zwischen Kriegsparteien vermittelt hat, stellt der Europäischen Union ein verheerendes Zeugnis aus. Michael von der Schulenburg sitzt heute als parteiloser Abgeordneter in der BSW-Delegation des Europaparlaments. Er sagt voraus, dass die EU in ihrer jetzigen Form den Ukraine-Krieg nicht überstehen werde. Seine schärfste Kritik trifft Berlin.

Abschied vom Großmacht-Traum

Im Gespräch mit dem Onlineportal World News Monitor erteilte der frühere UN-Spitzendiplomat den Brüsseler Ambitionen eine klare Absage. In einer multipolaren Welt werde die EU nicht zur dritten Säule neben den USA und China aufsteigen.

„Sie ist keine Großmacht. Die EU in ihrer jetzigen Form wird den Ukraine-Krieg nicht überleben.“

Das sind harte Worte. Sie stammen allerdings nicht von einem Hinterbänkler, sondern von jemandem, der Kriege aus nächster Nähe kennt. Medienberichten zufolge fanden während des Iran-Irak-Kriegs Gespräche über einen Waffenstillstand sogar in seinem Haus in Teheran statt.

Aufrüsten ohne Plan?

Im Kern wirft Schulenburg Europa vor, militärisch aufzurüsten, ohne eine eigene politische Strategie zur Beendigung des Krieges zu verfolgen. Der EU fehle die „Eigenständigkeit“. Als Beleg nennt er, dass bislang kein einziger EU-Vertreter direkt mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen habe.

Selbst in früheren Kriegen hätten die Gegner immer Gesprächskanäle offengehalten, betont er. Das habe sogar für Iran und Irak gegolten. Ein vergleichbares Maß an Konfrontation habe er bei keiner seiner Vermittlungsmissionen erlebt. Man muss seine Positionen nicht teilen, um die Frage berechtigt zu finden: Wo bleibt eigentlich die europäische Diplomatie?

„Die Härtesten sind die Deutschen“

Besonders deutlich fällt sein Urteil über die Rolle Deutschlands aus. „Die Härtesten sind die Deutschen und die französischen Sozialisten“, sagte Schulenburg. Berlin hat angekündigt, bei der Verteidigung Europas gegen Russland die Führung zu übernehmen. Das sorge nach seiner Darstellung vor allem in Frankreich und Polen für Besorgnis. Auch das Auftreten von Kommissionschefin Ursula von der Leyen löse in mehreren Mitgliedstaaten Unbehagen aus.

Für die Regierung von Friedrich Merz ist das ein unbequemer Befund. Zu Hause ächzen Industrie und Bürger unter hohen Kosten. Gleichzeitig tritt Berlin als sicherheitspolitische Führungsmacht auf. Bei den Nachbarn stößt dieser Anspruch offenbar nicht nur auf Zustimmung.

Atomare Gefahr: Deutschland wäre als Zweites betroffen

Eindringlich warnt Schulenburg vor einer nuklearen Eskalation. Bei einem Einsatz von Atomwaffen würde zuerst die Ukraine zerstört, danach Deutschland. Die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf Moskau hätten die Spannungen zwar verschärft, seien militärisch aber „von keiner strategischen Bedeutung“.

Große Zusagen, magere Bilanz

Auch beim Geld sieht Schulenburg eine gewaltige Lücke zwischen Worten und Taten. Zur Erinnerung: Im Dezember 2025 einigten sich die Staats- und Regierungschefs der EU auf einen Kredit von 90 Milliarden Euro für Kiew. Finanziert wird er über gemeinsame EU-Anleihen am Kapitalmarkt. Ungarn blockierte monatelang, erst im April 2026 gab der Rat den Weg endgültig frei.

Nach Schulenburgs Angaben sind davon bislang erst 11,7 Milliarden Euro als Kredite für Rüstungsausgaben ausgezahlt worden. Für einen Finanzierungsrahmen von 650 Milliarden Euro fehle weiterhin ein konkreter Umsetzungsplan. Und wer haftet am Ende für die gemeinsamen Schulden? Deutschland ist der größte Nettozahler der EU. Die Antwort dürfte vielen Steuerzahlern nicht gefallen.

Fazit: Europa am Scheideweg

Ob Schulenburgs düstere Prognose eintrifft, ist offen. Klar ist aber: Eine Union, die Milliarden verspricht und keinen diplomatischen Ausweg anbietet, verspielt Vertrauen. Das gilt bei ihren Partnern ebenso wie bei den eigenen Bürgern. Wer in solchen Zeiten sein Erspartes absichern will, kann auf Werte setzen, die kein Gipfel beschließen muss. Physisches Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als Anker in Krisen bewährt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie sinnvoll sein.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ist keine Anlageberatung. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.

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