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16.04.2026
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Energieinfrastruktur im Nahen Osten: Krieg gegen Iran verursacht Schäden in Milliardenhöhe

Energieinfrastruktur im Nahen Osten: Krieg gegen Iran verursacht Schäden in Milliardenhöhe

Was sich seit Ende Februar 2025 im Nahen Osten abspielt, ist nichts weniger als eine energiepolitische Katastrophe von historischem Ausmaß. Der Krieg gegen den Iran hat nach Schätzungen des renommierten Beratungsunternehmens Rystad Energy Schäden an der Energieinfrastruktur in einer Größenordnung von 34 bis 58 Milliarden US-Dollar verursacht. Zahlen, die selbst hartgesottene Analysten erschaudern lassen – und die weitreichende Konsequenzen für die globalen Energiemärkte haben dürften.

Über 80 Energieanlagen unter Beschuss

Seit dem 28. Februar, als die USA und Israel ihre Militäroperationen gegen den Iran begannen, seien mehr als 80 Energieanlagen angegriffen worden, erklärte Fatih Birol, Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), bei einer Veranstaltung des Atlantic Council in Washington. Mehr als ein Drittel dieser Anlagen sei schwer beschädigt. „Dies ist eines der kritischsten Themen und unterscheidet sich von früheren Konflikten – viele der Anlagen sind schwer beschädigt", so der IEA-Chef. Es könne bis zu zwei Jahre dauern, bis die Öl- und Gasproduktion wieder auf das Vorkriegsniveau zurückgeführt werden könne.

Die Eskalationsspirale dreht sich dabei unaufhörlich weiter. Der Iran hat seinerseits die Öl- und Gasinfrastruktur seiner arabischen Nachbarn am Golf attackiert – Produktionsanlagen, Raffinerien und Pipelines in Saudi-Arabien, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden getroffen. Israel wiederum bombardierte Erdgas- und Petrochemieanlagen im Iran. Ein Teufelskreis der Zerstörung, der die gesamte Region in einen energiepolitischen Abgrund zu reißen droht.

Irans Infrastruktur am härtesten getroffen

Den größten Schaden hat laut Rystad Energy die iranische Infrastruktur selbst erlitten. Die Reparaturkosten könnten sich dort allein auf 19 Milliarden US-Dollar belaufen. Ein entscheidender Wendepunkt war der israelische Angriff auf den iranischen South-Pars-Erdgaskomplex am 18. März – eine der wichtigsten Gasförderanlagen der Welt. Die Vergeltung Teherans ließ nicht lange auf sich warten: Der Iran attackierte daraufhin die weltweit größte LNG-Anlage in Katar und beschädigte zwei Produktionslinien, die für 17 Prozent der Gasexporte des kleinen Golfstaates verantwortlich waren.

Die Folgen für Katar sind verheerend. Das staatliche Unternehmen QatarEnergy bezifferte die Umsatzeinbußen auf 20 Milliarden US-Dollar. Die Reparatur der beschädigten LNG-Anlage werde bis zu fünf Jahre in Anspruch nehmen. Fünf Jahre – eine Ewigkeit in einem Markt, der ohnehin unter enormem Druck steht.

Globale Lieferketten unter Stress

Doch die Schäden beschränken sich nicht nur auf die unmittelbar betroffene Region. Karan Satwani, Senior-Analyst für Lieferkettenforschung bei Rystad, warnte davor, dass allein die Menge an Ausrüstung, die für die Reparaturarbeiten benötigt werde, die globalen Energielieferketten massiv belasten werde. Das volle Ausmaß der Zerstörung sei an einigen Anlagen noch gar nicht absehbar, so Rystad. Die endgültige Schadensrechnung hänge davon ab, ob die Schäden eher begrenzt oder struktureller Natur seien.

Was bedeutet das für Europa und Deutschland?

Für Deutschland und Europa sind diese Entwicklungen von enormer Tragweite. Die ohnehin angespannte Energieversorgungslage – man erinnere sich an die desaströsen Folgen der ideologiegetriebenen Energiewende und den Verlust russischer Gaslieferungen – wird durch die Zerstörung im Nahen Osten weiter verschärft. Wer geglaubt hatte, LNG-Importe aus Katar könnten die deutsche Energielücke schließen, sieht sich nun eines Besseren belehrt. Die Abhängigkeit von instabilen Lieferketten rächt sich einmal mehr.

In Zeiten derartiger geopolitischer Verwerfungen zeigt sich einmal mehr der Wert krisensicherer Anlagen. Während Energieaktien und Rohstoff-Futures wild schwanken und ganze Infrastrukturen in Schutt und Asche gelegt werden, erweisen sich physische Edelmetalle als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten. Gold und Silber kennen keine Bomben, keine Produktionsausfälle und keine geopolitischen Eskalationsspiralen – sie bewahren ihren Wert, wenn alles andere ins Wanken gerät.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines unabhängigen Finanzberaters getroffen werden. Für Verluste, die aus der Nutzung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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