
Erdrutsch im SPD-Stammland: Sozialdemokraten stürzen in NRW auf Platz vier ab – AfD vervierfacht sich

Was sich da gerade in Nordrhein-Westfalen abzeichnet, ist nichts weniger als ein politisches Erdbeben. Im einstigen Kernland der Sozialdemokratie, dort wo Johannes Rau einst mit absoluten Mehrheiten regierte, dort wo Kumpel, Kohle und rotes Parteibuch einmal eine untrennbare Einheit bildeten, dümpelt die SPD laut einer aktuellen Forsa-Umfrage nur noch bei mickrigen 14 Prozent. Platz vier. Ein historischer Offenbarungseid.
Absturz mit Ansage – der Niedergang einer einstigen Volkspartei
Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen: 12,7 Prozentpunkte weniger als bei der ohnehin schon desaströsen Landtagswahl 2022. Die Partei, die sich über Jahrzehnte als natürliche Regierungspartei an Rhein und Ruhr verstand, wird von den Wählern nicht nur abgestraft, sondern regelrecht in die Bedeutungslosigkeit geprügelt. Gewählt wird zwar erst am 25. April 2027, doch die Stimmung spricht Bände über das Vertrauen – oder besser: das fehlende Vertrauen – in die Genossen.
Der parlamentarische Geschäftsführer Dirk Wiese, selbst aus NRW stammend, versuchte tapfer, die Contenance zu wahren. Die Zahlen seien zwar „nicht schön“, aber keine Entscheidung über die kommende Landtagswahl. Zweckoptimismus einer Partei, die den Kontakt zu ihrer eigenen Basis schon lange verloren hat. Wer als Bundes-SPD für offene Grenzen, Gendersprache und Wirtschaftszerstörung eintritt, darf sich nicht wundern, wenn der klassische Arbeiter im Revier längst andere Wege gegangen ist.
Die AfD als lachender Vierter – oder besser: Zweiter
Gewinner der aktuellen Stimmungslage ist unzweifelhaft die AfD. Von 5,4 auf 20 Prozent – das ist keine Verbesserung mehr, das ist eine politische Explosion. Vervierfachung in einem Bundesland, das lange als Bollwerk gegen rechts verkauft wurde. Die Partei würde damit zweitstärkste Kraft im Düsseldorfer Landtag werden, noch vor den Grünen, weit vor der SPD. Ein Ergebnis, das den etablierten Parteien die Schweißperlen auf die Stirn treiben dürfte.
Offenbar haben die Bürger genug. Genug von einer Migrationspolitik, die außer Kontrolle geraten ist. Genug von einer Wirtschaftspolitik, die Industriearbeitsplätze reihenweise ins Ausland treibt. Genug von einer Energiepolitik, die Strom zum Luxusgut macht. Genug von einer politischen Klasse, die ihre eigenen Bürger als Belehrungsobjekt betrachtet.
Auch Schwarz-Grün verliert an Strahlkraft
Ministerpräsident Hendrik Wüst mag nach außen unangefochten wirken, doch auch seine CDU muss Federn lassen. Ein Minus von 3,7 Punkten auf 32 Prozent wäre das zweitschlechteste Unionsergebnis seit 1947. Die Grünen verlieren 1,2 Punkte auf 17 Prozent. Erstmals seit mehr als zwei Jahren sind mit 51 Prozent wieder mehr Menschen unzufrieden mit der Landesregierung als zufrieden. Das schwarz-grüne Experiment zeigt deutliche Ermüdungserscheinungen.
Für die FDP wiederum droht der zweite Rauswurf aus dem Düsseldorfer Parlament seit 1980. Drei Prozent – halbiert gegenüber 2022. Eine Partei, die sich im Wahlvolk zunehmend überflüssig gemacht hat, nachdem sie in der Ampel als Mehrheitsbeschaffer für grüne Ideologie missbraucht wurde.
Ein Signal weit über NRW hinaus
Was in Nordrhein-Westfalen geschieht, ist mehr als nur eine regionale Momentaufnahme. Es ist Ausdruck eines tiefgreifenden Wandels in der politischen Landschaft Deutschlands. Das sogenannte „Brandmauern-Narrativ“ der Altparteien überzeugt die Bürger offensichtlich immer weniger. Wer die Realität in den Städten des Ruhrgebiets erlebt – von Duisburg-Marxloh bis Essen-Altendorf –, der versteht, warum die politischen Karten neu gemischt werden.
Die Linke dürfte übrigens mit sechs Prozent knapp in den Landtag einziehen. Auch das ein Indiz dafür, dass die politische Mitte zerbröselt und die Wähler nach klaren Alternativen zum gescheiterten Einheitsbrei suchen. Während die Große Koalition unter Friedrich Merz in Berlin mit Versprechungen jongliert, die sie längst gebrochen hat – Stichwort: 500-Milliarden-Sondervermögen trotz Schuldenbremse-Versprechen –, wächst der Unmut an der Basis unaufhaltsam.
Die Sozialdemokraten stehen vor der bitteren Erkenntnis: Wer seine Stammwählerschaft über Jahre hinweg verhöhnt, wer den einfachen Arbeiter gegen den akademischen Habitus der Großstadt eintauscht, der muss sich nicht wundern, wenn das Ergebnis irgendwann einstellig zu werden droht. Ein Jahr bleibt der Partei noch, um das Ruder herumzureißen. Doch wer die Bundes-SPD derzeit in der Koalition mit der Union erlebt, darf Zweifel haben, ob in Willy Brandts einstiger Partei noch jemand überhaupt begreift, was da eigentlich vor sich geht.

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