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Kettner Edelmetalle
01.04.2026
18:50 Uhr

Europas Energieversorgung am Abgrund: Die Straße von Hormus trocknet aus

Ein einziger Tanker. Die „Maetiga", beladen mit Kerosin aus Saudi-Arabien, pflügt durch die Wellen Richtung Großbritannien. Danach: gähnende Leere. Wo normalerweise acht Schiffe gleichzeitig durch die Straße von Hormus navigierten, herrscht nun eine gespenstische Stille auf den Radarschirmen der Datenfirmen. Was sich wie ein dystopischer Roman liest, ist bittere Realität – und Europa steht mit heruntergelassenen Hosen da.

Das Nadelöhr unter Beschuss

Die Straße von Hormus – jene schmale Meerenge zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel – ist keine gewöhnliche Wasserstraße. Sie ist die Lebensader der globalen Energieversorgung. Rund zwanzig Millionen Barrel Öl flossen hier täglich hindurch. Vergangenheitsform. Denn wo einst Tanker im Konvoi fuhren, hagelt es nun Raketen, und statt Rohöl fließt vor allem eines: Misstrauen. Die Eskalation des Nahost-Konflikts zwischen Israel und dem Iran hat diese strategische Passage faktisch lahmgelegt.

Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache. Europa verliert auf einen Schlag rund 300.000 Barrel Kerosin pro Tag. Die wöchentlichen Importe sind von über 600.000 Tonnen auf magere 250.000 zusammengeschrumpft. Ein halber Markt – einfach verschwunden. Flugbenzin kostet in Nordwesteuropa mittlerweile über 1.700 Dollar pro Tonne, was einer Verdopplung gegenüber dem Vorkrisenniveau entspricht. Das ist kein Preisanstieg. Das ist ein Schock.

Deutschland am Tropf – und die Illusion der Unabhängigkeit

Wer nun glaubt, Deutschland könne sich entspannt zurücklehnen, der verwechselt geographische Distanz mit wirtschaftlicher Realität. Die Bundesrepublik hängt am Tropf von Rotterdam und Antwerpen. Was dort nicht ankommt, schafft es auch nicht den Rhein hinauf in die deutschen Raffinerien und Tanklager. Die Schweiz wiederum ist von Deutschland, Frankreich und den Niederlanden abhängig wie ein Patient am Infusionsständer – ein Bild, das angesichts der aktuellen Lage kaum treffender sein könnte.

Offiziell heißt es gebetsmühlenartig, Europa sei weniger abhängig vom Nahen Osten als früher. In den Statistiken mag das ordentlich aussehen. Doch die Praxis entlarvt diese Behauptung als das, was sie ist: eine bequeme Selbsttäuschung. Ein erheblicher Teil der Energieprodukte gelangt weiterhin aus der Golfregion nach Europa – nur eben über Umwege. Indien raffiniert Golföl und verkauft die Endprodukte weiter an europäische Abnehmer. Man hat die Abhängigkeit nicht beendet, man hat sie lediglich hübscher verpackt. Ein Etikettenschwindel, der nun auffliegt.

Die Quittung für eine verfehlte Energiepolitik

Hier offenbart sich das ganze Ausmaß einer jahrelangen energiepolitischen Geisterfahrt. Erst hat man sich mit großem moralischem Pathos von russischem Öl und Gas verabschiedet – ohne auch nur ansatzweise einen tragfähigen Plan B in der Tasche zu haben. Die Sanktionspolitik gegen Russland, von der politischen Klasse in Berlin und Brüssel als alternativlos verkauft, erweist sich nun als das, wovor Kritiker von Anfang an gewarnt hatten: als energiepolitischer Selbstmord auf Raten.

Denn was passiert, wenn gleichzeitig die russische Pipeline versiegt und die Straße von Hormus dichtmacht? Genau das, was wir jetzt erleben. Europa steht da wie ein Patient, der die Infusion gewechselt hat, aber nicht die Krankheit geheilt. Die grüne Energiewende mit ihren Windrädern und Solarpanelen – so viel sei an dieser Stelle erlaubt – wird weder Flugzeuge betanken noch die chemische Industrie am Laufen halten. Wer das behauptet, betreibt entweder Propaganda oder hat den Bezug zur industriellen Realität vollständig verloren.

Der Markt improvisiert – Europa zahlt

Die Märkte reagieren, wie sie es immer tun: opportunistisch und gnadenlos. Ladungen werden umgeleitet, Verträge neu verhandelt, Lieferwege verlängert. Wer mehr zahlt, bekommt den Zuschlag. Europa kann sich das noch leisten – vorerst. Doch selbst optimistische Analysten räumen inzwischen offen ein, dass Ersatzlieferungen aus den USA und Westafrika bei weitem nicht ausreichen werden, um die klaffende Lücke zu schließen. Das System wird nervös, und nervöse Systeme neigen bekanntlich zu Überreaktionen.

Für den deutschen Autofahrer bedeutet das zunächst keine leeren Zapfsäulen, wohl aber schleichend steigende Preise an der Tankstelle – als wären die nicht ohnehin schon hoch genug. Für die Luftfahrtbranche wird es deutlich heikler. Wenn die Kerosinlieferungen weiter ausbleiben, verwandelt sich die Urlaubsplanung von Millionen Deutschen in eine bittere Rechenaufgabe. Das günstige Flugticket nach Mallorca könnte bald zum Luxusgut mutieren, das sich der Normalverdiener schlicht nicht mehr leisten kann.

Wo bleibt die strategische Weitsicht?

Man muss sich die Frage stellen, die in Berlin offenbar niemand stellen will: Wie konnte es so weit kommen? Jahrzehntelang hat die deutsche Politik – von Merkel über Scholz bis hin zur aktuellen Regierung unter Friedrich Merz – die Energieversorgung als selbstverständlich betrachtet. Man hat Kernkraftwerke abgeschaltet, Gasverträge gekündigt, Raffineriekapazitäten abgebaut und gleichzeitig die Abhängigkeit von geopolitisch instabilen Regionen nicht etwa reduziert, sondern nur verschleiert. Das Ergebnis dieser strategischen Blindheit liegt nun offen zutage.

Besonders pikant: Während die USA energetisch weitgehend autark sind und von der Krise kaum betroffen sein dürften, steht Europa als der große Verlierer da. Manche Beobachter sehen darin kein Versehen, sondern Kalkül. Die amerikanischen Zölle von 20 Prozent auf EU-Importe tun ihr Übriges, um die europäische Wirtschaft in die Knie zu zwingen. Europa wird von mehreren Seiten gleichzeitig in die Zange genommen – und die politische Führung in Brüssel und Berlin scheint dem Geschehen mit der Hilflosigkeit eines Zuschauers beizuwohnen.

Gold als Fels in der Brandung

In Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Verwerfungen die globalen Energiemärkte erschüttern und die Inflation weiter anzuheizen drohen, erweist sich einmal mehr die zeitlose Weisheit einer Absicherung durch physische Edelmetalle. Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg ihren Wert bewahrt – unabhängig davon, ob Tanker fuhren oder nicht, ob Regierungen klug oder töricht handelten. Wer sein Vermögen breit streut und physische Edelmetalle als Beimischung in sein Portfolio aufnimmt, schafft sich einen Anker der Stabilität in einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät.

Das Bild, das bleibt, ist so einfach wie erschreckend: Ein einziger Tanker, der noch fährt. Einer. Danach beginnt das große Improvisieren. Und Europa? Europa steht am Kai und wartet auf ein Schiff, das nicht mehr kommen wird.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Überlegungen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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