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26.02.2026
15:49 Uhr

Fake-Clips im Heute Journal: ZDF-Chefredakteurin verkauft Skandal als „Chance"

Man muss dem ZDF eines lassen: An Chuzpe mangelt es dem Mainzer Sender wahrlich nicht. Nachdem das Heute Journal – immerhin das Flaggschiff der ZDF-Nachrichtenberichterstattung – mit KI-generierten Fake-Clips und veralteten Videosequenzen auf Sendung ging, findet Chefredakteurin Bettina Schausten tatsächlich den Mut, diesen handfesten Skandal als „Chance" für die Zukunft umzudeuten. Man reibt sich verwundert die Augen.

Was war geschehen?

Vor rund anderthalb Wochen strahlte das Heute Journal zwei Videos aus, die sich mit den Abschiebungen von Migranten unter US-Präsident Donald Trump befassten. Das Problem: Eine der gezeigten Sequenzen war mittels Künstlicher Intelligenz erstellt worden – also schlicht ein Fake. Die zweite Aufnahme zeigte die Festnahme eines Jungen, die bereits mehrere Jahre zurücklag und in keinerlei zeitlichem Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung stand. Für einen Sender, der sich selbst gerne als Bollwerk der seriösen Berichterstattung inszeniert und dessen Finanzierung durch Zwangsbeiträge von über acht Milliarden Euro jährlich gesichert wird, ist das ein Vorfall von bemerkenswerter Tragweite.

Die Kunst der Verharmlosung

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung räumte Schausten ein, die Bedeutung des Geschehens sei intern „zu spät erfasst" worden. Zunächst habe man es lediglich für einen „technischen Fehler" gehalten. Ein technischer Fehler? Die Verwendung von KI-generiertem Material in einer Nachrichtensendung, die Millionen Deutsche als verlässliche Informationsquelle betrachten – oder zumindest betrachten sollen –, als bloße technische Panne abzutun, grenzt an Realitätsverweigerung.

Besonders bemerkenswert ist Schaustens rhetorischer Salto mortale: Man befinde sich „noch am Beginn des medialen KI-Zeitalters", und aus dem Skandal könne man lernen. „Glaubwürdigkeit ist unser wichtigstes Gut", betonte die Chefredakteurin – ein Satz, der angesichts der Umstände wie blanker Hohn klingt. Denn genau diese Glaubwürdigkeit hat das ZDF mit diesem Vorfall einmal mehr verspielt.

Eigene Regeln gebrochen – und dann?

Schausten bestätigte, dass die internen Richtlinien des Senders den Einsatz von KI-Material in Nachrichtenbeiträgen ausdrücklich untersagen. Eine Ausnahme bestehe nur dann, wenn Künstliche Intelligenz selbst das Thema des Beitrags sei. Das war hier offensichtlich nicht der Fall. Die eigenen Regeln waren also klar – und wurden trotzdem gebrochen. Wie konnte das passieren? Wo waren die Kontrollmechanismen? Wo war die redaktionelle Sorgfalt, die man von einem mit Milliarden alimentierten öffentlich-rechtlichen Sender erwarten darf?

Als Konsequenz wurde die verantwortliche Autorin Nicola Albrecht von ihrer Position als Leiterin des ZDF-Studios in New York entbunden. Sie bleibt dem Sender jedoch als Redakteurin erhalten. Schausten betonte, sie unterstelle „in keiner Weise irgendeine Fälschungs- oder Manipulationsabsicht" und lasse Albrecht „nicht fallen". Ein klassisches Bauernopfer also – gerade groß genug, um Handlungsfähigkeit zu demonstrieren, aber klein genug, um niemanden wirklich zur Verantwortung zu ziehen.

Ein systemisches Problem des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Dieser Vorfall steht nicht isoliert da. Er reiht sich ein in eine lange Kette von Vertrauensbrüchen, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland seit Jahren begleiten. Vom Relotius-Skandal beim Spiegel über die Gebührenaffäre beim RBB bis hin zu immer wiederkehrenden Vorwürfen einseitiger Berichterstattung – das Vertrauen der Bürger in die Medien, für die sie zwangsweise zahlen müssen, erodiert stetig. Und statt ehrlicher Selbstkritik bekommen die Gebührenzahler Durchhalteparolen serviert.

Dass ausgerechnet ein Beitrag über Trumps Abschiebepolitik mit gefälschtem Material unterfüttert wurde, wirft zusätzliche Fragen auf. War hier möglicherweise der Wunsch Vater des Gedankens? Sollten besonders dramatische Bilder eine bestimmte Erzählung stützen? Schausten bestreitet jede Manipulationsabsicht – doch der Verdacht bleibt, und er nagt am ohnehin schon ramponierten Vertrauen.

Wann lernt der ÖRR endlich dazu?

Die deutsche Medienlandschaft steht an einem Scheideweg. Während immer mehr Bürger sich von den etablierten Medien abwenden und alternative Informationsquellen suchen, reagiert der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit der immer gleichen Strategie: Fehler kleinreden, Konsequenzen minimieren und das Ganze als Lernprozess verkaufen. Doch wie oft kann man denselben Fehler machen und ihn jedes Mal als „Chance" deklarieren, bevor die Zuschauer endgültig das Vertrauen verlieren?

Der deutsche Bürger zahlt monatlich 18,36 Euro Rundfunkbeitrag – ob er will oder nicht. Dafür darf er erwarten, dass die damit finanzierten Sender zumindest ihre eigenen Qualitätsstandards einhalten. Wenn selbst das nicht mehr gewährleistet ist, stellt sich die Frage nach der Daseinsberechtigung eines derart aufgeblähten und teuren Systems mit aller Dringlichkeit. Vielleicht ist das ja die eigentliche „Chance", die in diesem Skandal steckt: Die Chance für eine längst überfällige, grundlegende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland.

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