
Feuerball über der Eifel: US-Kampfjet F-16 stürzt bei Spangdahlem ab!

Schwarzer Rauch über dem Eifelkreis Bitburg-Prüm, Sirenen im Minutentakt: Am Dienstag, dem 22. September, ist gegen 14.30 Uhr eine F-16 der US-Luftwaffe im Bereich der Airbase Spangdahlem abgestürzt. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Die Maschine wurde völlig zerstört.
Die US Air Force hat den Absturz offiziell bestätigt. Laut ihrer Mitteilung gehört der Jet vom Typ F-16 Fighting Falcon zum 52. Jagdgeschwader. Der Pilot werde medizinisch versorgt. Wie schwer er verletzt ist, war zunächst nicht bekannt.
Glück im Unglück: Absturz nach einer Übung
Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung ereignete sich das Unglück nach einer Übung, wie Medien berichten. Vier Maschinen seien an der Übung beteiligt gewesen. Der Jet, der zuerst auf dem Rückweg nach Spangdahlem war, sei verunglückt. Die drei übrigen Flugzeuge seien daraufhin nach Ramstein umgeleitet worden.
Auf dem Gelände liegen ausgebrannte Wrackteile. Warum die Maschine abstürzte, wird jetzt untersucht. Weitere Informationen wollen die Amerikaner nach eigener Aussage erst veröffentlichen, wenn sie vorliegen. Bis dahin bleibt der Region nur eine Frage: Was ist da oben passiert?
Augenzeugen: „Eine große schwarze Rauchsäule“
Die Bürgermeisterin von Speicher, Birthe Thomsen (CDU), war gerade mit dem Fahrrad zwischen Beilingen und Speicher unterwegs, als sie den Jet sah. Sie habe beobachtet, wie die Maschine schnell an Höhe verlor. Danach sei eine große schwarze Rauchsäule aufgestiegen, schilderte sie dem Rundfunk. Thomsen wählte sofort den Notruf.
Auch Anwohner aus Binsfeld sahen den Rauch. Sie berichten, die mutmaßliche Absturzstelle liege direkt in der Verlängerung der Startbahn, auf Höhe des Golfplatzes. Neben der Feuerwehr der Airbase waren auch Kräfte des Brand- und Katastrophenschutzes des Eifelkreises im Einsatz.
Nicht der erste Crash: Spangdahlem kennt solche Tage
Für die Menschen in der Region ist das nicht das erste Mal. Die Airbase war schon früher Schauplatz schwerer Unfälle:
- September 2006: Eine F-16 schlug direkt neben der Kapelle von Oberkail ein. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Später hieß es, es habe sich um einen kontrollierten Absturz nach den Notfallregeln für Kampfpiloten gehandelt.
- Oktober 2019: Nach einem Stromausfall kurz nach dem Start stürzte eine F-16 des 52. Jagdgeschwaders bei Zemmer in ein Waldstück. Der Pilot rettete sich per Schleudersitz und wurde leicht verletzt.
Dreimal in 20 Jahren ist nicht viel für einen Stützpunkt mit Dauerbetrieb. Trotzdem zeigt der neue Fall, wie knapp so etwas über dicht besiedeltem Gebiet ausgehen kann.
Wirtschaftsmotor und Nato-Bollwerk
Spangdahlem ist für die Eifel weit mehr als ein Flugplatz. Dort ist eine F-16-Staffel mit rund 20 Maschinen stationiert, die weltweit Einsätze der US Air Force und der Nato unterstützt. Nach jüngsten Angaben arbeiten auf dem Stützpunkt rund 5.000 Soldaten und Zivilisten, dazu kommen ihre Familien. 700 bis 800 Deutsche haben dort ihren Job. In einer ländlichen Region ist das ein Wirtschaftsfaktor, den kein Förderprogramm aus Mainz oder Berlin ersetzen könnte.
Doch die Belastung wächst. Laut Medienberichten klagen Anwohner seit Februar über deutlich mehr Fluglärm, weil zahlreiche US-Transportmaschinen starten und landen. In Binsfeld wehren sich die Bürger zudem gegen geplante neue Schutzbereiche rund um den Flugplatz, die das Dorf aus ihrer Sicht ausbremsen würden.
Was jetzt passieren muss
Die Eifel steht treu zur Allianz. Umso mehr haben die Menschen dort ein Recht auf schnelle und ehrliche Aufklärung. Wer mit Ukraine-Krieg und Nahost-Eskalation mehr Übungen und mehr Flugbetrieb verlangt, muss auch sagen, wie er die Menschen am Boden schützt. Sicherheit für das Bündnis darf nicht auf Kosten der Sicherheit vor der eigenen Haustür gehen.
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