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Kettner Edelmetalle
21.05.2026
09:03 Uhr

Geheime Allianz der Autokraten: Wie Peking heimlich Putins Krieger für die Ukraine drillt

Die Maske der Neutralität fällt – und zwar krachend. Was Pekings Propaganda-Apparat seit Beginn des russischen Angriffskriegs als angeblich vermittelnde Position der Volksrepublik China zu verkaufen versuchte, entpuppt sich nun endgültig als plumpe Inszenierung. Geheimdokumente europäischer Nachrichtendienste, die im Rahmen des Axel Springer Global Reporters Network gesichtet werden konnten, fördern Brisantes zutage: Die chinesische Volksbefreiungsarmee bilde im großen Stil russische Soldaten für den Krieg in der Ukraine aus.

Verdeckte Manöver auf sechs Militärstützpunkten

Ende 2025 sollen an gleich sechs Militärstandorten quer durch China verdeckte Ausbildungsprogramme stattgefunden haben. Mehrere Hundert russische Soldaten, vom altgedienten Veteranen bis zum jungen Rekruten der Jahrgänge bis 2001, hätten dort in der Kriegskunst des 21. Jahrhunderts geschult werden sollen. Schwerpunkte: unbemannte Systeme, elektronische Drohnenabwehr und hochmoderne Gefechtssimulationen. Trainiert worden sei sowohl an digitalen Simulatoren – ähnlich modernen Computerspielen – als auch in Lagerhallen, die zu praktischen Drohnenparcours umfunktioniert wurden.

Brisant: Unter den Teilnehmern hätten sich auch Angehörige der gefürchteten russischen Drohnen-Eliteeinheit „Rubicon“ befunden, deren Einsatz an der Front mehrfach für entscheidende Verschiebungen gesorgt habe. Nach Abschluss der Ausbildung seien Dutzende der Geschulten ab Anfang 2026 in Kampfeinsätzen in der Ukraine verwendet worden – manche sogar in Führungspositionen.

Pekings Doppelspiel wird offensichtlich

Schon der 2023 mit großem Tamtam präsentierte „Zwölf-Punkte-Plan“ Pekings zur angeblichen Vermittlung zwischen Moskau und Kiew sei in westlichen Hauptstädten zu Recht mit Skepsis aufgenommen worden. Wer geglaubt hatte, Xi Jinping spiele den ehrlichen Makler, dürfte sich nun die Augen reiben. Die neuen Erkenntnisse, über die auch Reuters berichte, lassen die behauptete Neutralität endgültig wie das durchsichtige Manöver erscheinen, das sie offenbar von Anfang an war.

Der Militärexperte Nico Lange, Gründer der Denkfabrik IRIS, bringt es auf den Punkt: Die gemeinsame Ausbildung signalisiere eine geschlossene Front gegenüber dem Westen – ungeachtet aller diplomatischen Sonntagsreden aus Peking. Die Kooperation stärke zudem die russisch-chinesischen Lieferketten, vor allem im sensiblen Bereich der Drohnenproduktion, die für Moskaus Kriegsmaschinerie inzwischen lebenswichtig sei.

Eine Grauzonen-Strategie mit Methode

Der österreichische Oberst und Militäranalyst Markus Reisner sehe darin Teil einer langfristig angelegten chinesischen Strategie. Peking versuche seit Jahren, seine Aktivitäten zu verschleiern und gezielt in der diplomatischen Grauzone zu operieren. Chinesische Unternehmen lieferten Dual-Use-Güter wie Chips, Motoren und Batterien nach Russland und in den Iran – und umgingen dabei westliche Sanktionsregime mit erstaunlicher Routine. Reisners Befund ist ebenso nüchtern wie alarmierend: Es gehe Peking vor allem darum, die Kriege am Laufen zu halten und den amerikanischen Rivalen zu binden.

„Dies erfüllt vor allem einen Zweck: Es hält die Kriege am Laufen und den amerikanischen Gegner beschäftigt“, so Reisner.

Ausbildung in beide Richtungen

Doch das ist längst keine Einbahnstraße. Bereits 2025 sei eine Ausbildungskooperation der Landstreitkräfte beider Länder beschlossen worden, die in beide Richtungen verlaufe. Rund 600 Soldaten der Volksbefreiungsarmee sollen im vergangenen Jahr in Russland geschult worden sein – Schwerpunkte: Panzertruppen, Artillerie, Pionierwesen und Flugabwehr. Strenge Geheimhaltung sei auf beiden Seiten oberstes Gebot gewesen, das Militärpersonal habe die Kasernen während der gesamten Ausbildungsdauer nicht verlassen dürfen.

Pekings gieriger Blick auf westliche Waffentechnik

Besonders pikant: China interessiere sich brennend für westliches Militärgerät, das in der Ukraine zum Einsatz komme. Zwischen Moskau und Peking finde ein intensiver Informationsaustausch über erbeutete westliche Waffensysteme statt. Im Fokus stünden dabei der amerikanische Mehrfachraketenwerfer HIMARS, das Patriot-Flugabwehrsystem, der deutsche Marder-Schützenpanzer sowie der amerikanische Abrams-Kampfpanzer. Mit anderen Worten: Was die deutschen Steuerzahler an Hochtechnologie in die Ukraine pumpen, landet im Zweifelsfall via russischer Schlachtfelder auf chinesischen Analyse-Tischen. Eine sicherheitspolitische Katastrophe mit Ansage.

Handschlag der Autokraten

Während US-Präsident Donald Trump bei seinem Staatsbesuch Mitte Mai noch eine Charmeoffensive in Peking startete und Xi Jinping als „meinen Freund“ bezeichnete – ein Treffen, das ohne nennenswerte Durchbrüche endete –, demonstrieren Wladimir Putin und Xi Jinping bei ihrem aktuellen Treffen in Peking erneut ihre Geschlossenheit. Bereits 2023 schwadronierte Xi von Veränderungen, „wie wir sie seit 100 Jahren nicht gesehen haben“ – und versprach, diese „gemeinsam voranzutreiben“. Putins lapidare Antwort damals: „Ich stimme zu.“

Was bedeutet das für Europa – und für Deutschland?

Während sich Berlin in Genderdebatten verstrickt, Heizungsgesetze diskutiert und die deutsche Industrie unter Energiekosten ächzt, schmieden Peking und Moskau eine militärische Achse, die geopolitisch alles in den Schatten stellt, was die selbsternannten Strategen im Auswärtigen Amt sich vorstellen können. Die naive Annahme, China sei ein potenzieller Vermittler in diesem Krieg, war von Anfang an realitätsfern. Sie war das, was sie heute eindeutig ist: gefährliche Illusion.

Für Anleger und Bürger, die ihr Vermögen schützen wollen, ergibt sich aus dieser Gemengelage eine simple Lehre: In Zeiten geopolitischer Verwerfungen, in denen Diktaturen ihre Achsen festigen und westliche Sanktionsregime ins Leere laufen, gehört physisches Gold und Silber zu den wenigen wirklich krisenfesten Vermögensbausteinen. Während Papierwerte und politische Versprechen mit jedem neuen Konflikt an Verlässlichkeit einbüßen, behält das Edelmetall seine über Jahrtausende erprobte Funktion als Werterhalt. Eine gesunde Beimischung physischer Edelmetalle ins Anlageportefeuille war selten so naheliegend wie heute.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen stellen ausdrücklich keine Anlageberatung dar. Sie spiegeln die Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wider. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und für seine Investitionsentscheidungen selbst Verantwortung zu übernehmen. Eine Haftung für etwaige Vermögensverluste oder daraus resultierende Schäden wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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