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Kettner Edelmetalle
28.01.2026
13:22 Uhr

Goldpreis durchbricht alle Schallmauern: Flucht aus dem Dollar erreicht historische Ausmaße

Was sich derzeit an den internationalen Edelmetallmärkten abspielt, gleicht einem finanziellen Erdbeben. Der Goldpreis hat in einem atemberaubenden Tempo die Marke von 5.200 Dollar je Unze durchbrochen – ein Anstieg, der selbst hartgesottene Marktbeobachter sprachlos zurücklässt. Allein in den vergangenen 24 Stunden legte das gelbe Metall um über zwei Prozent zu, während der Monatszuwachs bei sagenhaften 16,75 Prozent liegt.

Der Dollar im freien Fall – Gold als sicherer Hafen

Die Dynamik hinter dieser beispiellosen Rally ist so simpel wie beunruhigend: Anleger weltweit verlieren das Vertrauen in den US-Dollar. Seit Mitte Januar zeigt sich eine glasklare negative Korrelation zwischen dem Greenback und dem Goldpreis. Während der Dollar auf ein Vierjahrestief abstürzt, schießt Gold in immer neue Höhen. Der sogenannte „Debasement Trade" – die Flucht aus entwertenden Währungen in harte Vermögenswerte – hat eine Intensität erreicht, die an die dunkelsten Stunden der Finanzkrise erinnert.

Ole Hansen, Rohstoffstratege bei der Saxo Bank, bringt es auf den Punkt: Die abwertenden Äußerungen des US-Präsidenten zum Dollar hätten den Debasement-Handel wieder scharf in den Fokus gerückt. Hinzu komme, dass Rick Rieder von BlackRock, ein Befürworter aggressiver Zinssenkungen, als aussichtsreicher Kandidat für den nächsten Fed-Vorsitz gehandelt werde. Eine Personalie, die das Vertrauen in die Stabilität der amerikanischen Geldpolitik kaum stärken dürfte.

Silber außer Rand und Band

Noch dramatischer als beim Gold gestaltet sich die Lage am Silbermarkt. Mit einem Jahresplus von 59 Prozent hat das weiße Metall seinen großen Bruder deutlich in den Schatten gestellt. Die extreme Volatilität zwang die CME bereits dazu, die Anfangsmargen für Silber-Futures von 9 auf 11 Prozent anzuheben – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Börsenaufsicht nervös wird.

Das Gold-Silber-Ratio war zwischenzeitlich auf 45 Punkte gefallen – der niedrigste Wert seit der Finanzkrise 2008. Experten spekulieren nun, ob Gold kurzfristig wieder Silber outperformen könnte, nachdem das weiße Metall zuletzt die Führung übernommen hatte.

Tether wird zum Gold-Giganten

Eine bemerkenswerte Entwicklung am Rande: Der Stablecoin-Emittent Tether Holdings hat sich mit Beständen von rund 140 Tonnen im Wert von etwa 23 Milliarden Dollar zum größten bekannten Goldbesitzer außerhalb von Zentralbanken und Nationalstaaten entwickelt. Das Unternehmen soll Berichten zufolge wöchentlich ein bis zwei Tonnen hinzufügen und beabsichtige, dies auch weiterhin zu tun. Neben den anhaltenden Käufen der Zentralbanken entsteht hier eine zusätzliche und zunehmend bedeutende Nachfragequelle.

Warnungen vor der Dollar-Krise

Der bekannte Gold-Investor Peter Schiff, den man durchaus als Edelmetall-Enthusiasten bezeichnen darf, sieht in den aktuellen Bewegungen ein unmissverständliches Warnsignal. Der größte Tagespreisanstieg aller Zeiten – über 170 Dollar an einem einzigen Tag – sei eine klare Warnung, dass eine Krise des US-Dollars und der Staatsschulden unmittelbar bevorstehe. Wer diese Warnung ignoriere, tue dies auf eigene finanzielle Gefahr.

„Gold sendet eine klare Warnung, dass eine US-Dollar- und Staatsschuldenkrise unmittelbar bevorsteht."

Verdächtige Marktbewegungen vor Trump-Aussagen

Besonders pikant: Finanzanalysten haben merkwürdige Handelsmuster entdeckt, die darauf hindeuten, dass jemand Trumps Dollar-Ankündigung vorweggenommen haben könnte. Um exakt 15 Uhr wurde ein großer Block von Gold-gebundenen Call-Optionen gehandelt, was mit dem starken Anstieg des Spot-Goldpreises zusammenfiel. Ein Händler rollte dabei Positionen im Wert von 1,1 Millionen Unzen Gold – umgerechnet 5,1 Milliarden Dollar. Für diese neue Struktur wurden 30 Millionen Dollar an Nettoprämien gezahlt. Zufall oder Insiderwissen? Die Frage drängt sich auf.

Die große Umschichtung hat begonnen

Der niederländische Investor Jeroen Blokland stellt eine unbequeme Frage: Was denken eigentlich Kunden traditioneller Vermögensverwalter, die in das klassische 60/40-Portfolio investiert haben? Vor allem, wenn man bedenke, dass einige dieser Vermögensverwalter seit Jahren offen Investitionen in Gold verspottet hätten. Da die Anleihen erneut gefallen seien, seien diese Anleger deutlich weniger geschützt vor steigenden geopolitischen Spannungen, Inflationsrisiken und dem jüngsten Rückgang des US-Dollars.

Blokland ist überzeugt, dass die sich wandelnde Kundennachfrage selbst zu einem Katalysator für das werde, was er als „The Great Rebalancing" bezeichnet. Die Renditen, die traditionelle Anlageportfolios verpasst hätten, würden wahrscheinlich niemals wieder aufgeholt werden können.

Historische Parallelen: Goldpreis von 10.000 Dollar möglich?

Daniel Eckert von der WELT zieht einen interessanten historischen Vergleich: Folge Gold einem ähnlichen Muster wie in der letzten großen Dollar-Vertrauenskrise Ende der 1970er Jahre, könnte sich der Unzenpreis in dieser Dekade nochmals verdoppeln – also auf 10.000 Dollar steigen. Wichtig dabei: Nicht jede Währungskrise ende in einem Währungstod. Eine Verdopplung sei also auch ohne den kompletten Zusammenbruch des Finanzsystems denkbar.

Der legendäre Hedgefonds-Manager Ray Dalio geht noch weiter und bezeichnet Gold mittlerweile als die „zweitgrößte Währung" der Welt. Es sei keine Überraschung, dass Zentralbanken und Staatsfonds sich von Staatsanleihen abwendeten und sich Gold zuwendeten. Die Geschichte zeige, dass der gegenwärtige Moment gefährlich sei.

Was bedeutet das für deutsche Anleger?

Die aktuelle Entwicklung sollte auch hierzulande aufhorchen lassen. Während die deutsche Politik sich mit ideologischen Grabenkämpfen und einer verfehlten Wirtschaftspolitik beschäftigt, vollzieht sich an den internationalen Finanzmärkten eine tektonische Verschiebung. Die Flucht in physische Werte wie Gold und Silber ist keine Spinnerei von Weltuntergangspropheten, sondern eine rationale Reaktion auf die zunehmende Instabilität des schuldenbasierten Finanzsystems.

Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte die Signale ernst nehmen. Physische Edelmetalle bieten als einzige Anlageklasse keinen Gegenparteirisiko – sie sind niemandes Verbindlichkeit. In Zeiten, in denen das Vertrauen in Papierwährungen schwindet, könnte sich diese Eigenschaft als unbezahlbar erweisen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Meinungen entsprechen der Einschätzung unserer Redaktion. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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