
Grundsicherung im Alter: Jeder dritte Bezieher hat keinen deutschen Pass
Ein Rekord, auf den niemand stolz sein kann: 771.275 Menschen erhielten Ende des ersten Quartals 2026 Grundsicherung im Alter, so viele wie nie zuvor. Mehr als jeder dritte Empfänger ist Ausländer. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Sozialpolitikers René Springer hervor.
Besonders deutlich ist der Anstieg seit 2020. Die Rechnung landet beim Steuerzahler, und sie fällt Jahr für Jahr höher aus.
Die Zahlen hinter dem Rekord
Ende 2020 bezogen 152.320 ausländische Staatsangehörige die Leistung. Gut fünf Jahre später sind es 279.275, ein Plus von 83,3 Prozent. Bei den Deutschen ging es ebenfalls nach oben, allerdings deutlich langsamer: Ihre Zahl stieg um 19,5 Prozent, von 411.790 auf 492.000.
Den größten Anteil am Zuwachs haben Ukrainer. Ihre Zahl ist von 19.535 auf 106.905 gestiegen und hat sich damit mehr als verfünffacht. Rechnerisch gehen gut zwei Drittel des Anstiegs bei den ausländischen Empfängern auf diese Gruppe zurück. Bei Staatsangehörigen der acht wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländer, darunter Syrien, Afghanistan und die Türkei, stieg die Zahl um 52,8 Prozent auf 36.555.
6,2 Milliarden Euro und kein Ende in Sicht
Die Kosten sind noch schneller gestiegen als die Zahl der Empfänger. Im vergangenen Jahr gab der Staat netto 6,2 Milliarden Euro für die Grundsicherung im Alter aus. 2020 waren es noch 3,3 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von knapp 88 Prozent in nur fünf Jahren.
Dabei muss man den Unterschied kennen: Die Grundsicherung ist keine Rente. Sie kommt nicht aus der Rentenkasse, in die Beschäftigte jahrzehntelang einzahlen. Sie wird aus Steuern bezahlt. Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat und nicht genug Einkommen oder Vermögen hat, bekommt sie. Eigene Beiträge sind keine Voraussetzung.
Eine politische Weichenstellung von 2022
Warum gerade so viele Ukrainer? Seit Juni 2022 erhalten bedürftige Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine auf Beschluss der damaligen Bundesregierung keine Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Sie bekommen Bürgergeld oder Sozialhilfe, ältere Menschen also auch die Grundsicherung im Alter. Kritiker hielten diese Sonderregel schon damals für einen Anreiz mit Folgen, die heute in der Statistik sichtbar werden.
Die schwarz-rote Koalition will umsteuern. Mit dem sogenannten Leistungsrechtsanpassungsgesetz sollen Ukrainer, die ab dem 1. April 2025 eingereist sind, wieder unter das Asylbewerberleistungsgesetz fallen. Für alle, die früher gekommen sind, bleibt aber alles beim Alten. Ein großer Teil der laufenden Kosten bleibt also bestehen.
Die nächste Welle steht schon bereit
Auch unterhalb der Altersgrenze leben viele vom Staat. Nach einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit für „Bild“ bezogen im Juni 2026 insgesamt 406.209 Menschen ab 60 Jahren Bürgergeld. 130.815 davon sind Ausländer, darunter 27.008 Ukrainer. Ende 2020 lag die Zahl der ausländischen Bezieher noch bei 79.775. Das entspricht einem Plus von rund 64 Prozent.
Wie viele von ihnen später Grundsicherung im Alter brauchen werden, geht aus den Daten nicht hervor. Die Richtung ist trotzdem klar: Viele Menschen in dieser Altersgruppe können ihren Lebensunterhalt schon jetzt nicht aus eigener Kraft bestreiten.
Springer fordert deshalb strengere Voraussetzungen und längere Wartezeiten, bevor jemand steuerfinanzierte Sozialleistungen erhält. Er sagte:
„Deutschland darf nicht länger das Sozialamt für Menschen aus aller Herren Länder sein.“
Wer vorsorgt, muss doppelt zahlen
Für viele Bürger ist das schwer zu ertragen. Wer jahrzehntelang gearbeitet und eingezahlt hat, sorgt sich heute oft selbst um ein sinkendes Rentenniveau. Gleichzeitig finanziert er über seine Steuern ein Sozialsystem, das kaum noch fragt, ob jemand jemals etwas eingezahlt hat. Hinzu kommen das Sondervermögen und neue Milliardenschulden. Wie lange will die Bundesregierung diese Belastung noch den Leistungsträgern aufbürden?
Eines zeigt die Entwicklung deutlich: Wer im Alter unabhängig bleiben will, sollte sich nicht allein auf den Staat verlassen. Eigenvorsorge wird wichtiger. Physisches Gold und Silber können dabei eine sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen sein, weil ihr Wert nicht von politischen Versprechen abhängt.
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