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Kettner Edelmetalle
05.06.2026
08:06 Uhr

Halbzeit-Bilanz mit Verfallsdatum: Jeder Zweite rechnet mit dem Ende der Merz-Regierung

Halbzeit-Bilanz mit Verfallsdatum: Jeder Zweite rechnet mit dem Ende der Merz-Regierung
Symbolbild: KI-generiert

Es ist ein Befund, der das SelbstverstĂ€ndnis der Berliner Machtarchitektur ins Wanken bringt. Eine aktuelle Erhebung des ZDF-Politbarometers, am vergangenen Freitag veröffentlicht, malt ein dĂŒsteres Bild der schwarz-roten Koalition. Und sie offenbart vor allem eines: Das Vertrauen der BĂŒrger in die HandlungsfĂ€higkeit ihrer Regierung schwindet in einem alarmierenden Tempo.

Ein Kanzler ohne RĂŒckhalt – selbst in den eigenen Reihen

Friedrich Merz, einst angetreten mit dem Versprechen, Deutschland wieder auf Kurs zu bringen, erlebt einen schleichenden AutoritĂ€tsverlust. Stolze 63 Prozent der Befragten glauben nicht mehr daran, dass die Union geschlossen hinter ihrem Kanzler steht. Und – nun kommt der eigentliche Tiefschlag – selbst unter den eigenen CDU/CSU-AnhĂ€ngern teilt gut die HĂ€lfte, exakt 52 Prozent, diese ernĂŒchternde EinschĂ€tzung.

Wer einen Kanzler stellt, dem die eigenen Leute kaum noch die Treue halten, der regiert auf Abruf. Die Frage drĂ€ngt sich auf: Wie soll eine Regierung das Land fĂŒhren, wenn sie nicht einmal die eigene Truppe hinter sich versammeln kann?

Eine knappe Mehrheit von 52 Prozent glaube, dass die Regierung bis zur nĂ€chsten regulĂ€ren Bundestagswahl 2029 durchhalte – die andere HĂ€lfte rechne offenkundig mit einem vorzeitigen Bruch.

Die AfD enteilt – und die SPD verharrt im Keller

In der Sonntagsfrage zementiert die AfD mit 27 Prozent ihre Position als stĂ€rkste politische Kraft im Land. Die Union folgt abgeschlagen mit 25 Prozent. Die SPD klebt mit zwölf Prozent an ihrem historischen Rekordtief – ein vernichtendes Zeugnis fĂŒr eine Partei, die sich einst als Volkspartei verstand. Die GrĂŒnen erreichen 14, die Linke elf Prozent. Die FDP wĂŒrde mit drei Prozent gnadenlos aus dem Bundestag fliegen.

Das Fazit dieser Zahlen ist so simpel wie brisant: Die schwarz-rote Koalition hĂ€tte heute keine Mehrheit mehr. Die BĂŒrger haben offensichtlich genug von einem BĂŒndnis, das mehr verwaltet als gestaltet.

72 Prozent stellen der Koalition ein Armutszeugnis aus

Fast drei Viertel aller Befragten bewerten die Leistung der schwarz-roten Regierung als eher schlecht. Lediglich jeder vierte Deutsche traut der Bundesregierung ĂŒberhaupt zu, die brennenden Finanzprobleme der Sozialversicherungen in den Griff zu bekommen. Ein verheerendes Urteil – und ein deutliches Signal an jene, die sich in Berlin in falscher Sicherheit wiegen.

Das Sozialsystem auf der Kippe – und keiner traut sich an die Wahrheit

Besonders die Finanzierung der maroden Sozialversicherungen treibt die Menschen um. Doch die Antworten der BĂŒrger zeigen ein altbekanntes Dilemma: 56 Prozent wĂŒnschen sich mehr Steuermittel zur Finanzierung. LeistungskĂŒrzungen befĂŒrworten lediglich 14 Prozent, Beitragserhöhungen gerade einmal sieben Prozent. Eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre lehnen satte 77 Prozent ab.

Hier offenbart sich das ganze Drama einer Politik, die jahrzehntelang Versprechen verteilt hat, ohne an die Rechnung zu denken. Wer mehr Steuermittel fordert, der vergisst, dass dieses Geld nicht aus dem Nichts entsteht, sondern aus den Taschen der arbeitenden Bevölkerung. Eine Regierung, die ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen aufnimmt und die KlimaneutralitĂ€t ins Grundgesetz schreibt, wĂ€hrend der Kanzler einst versprach, keine neuen Schulden zu machen, darf sich ĂŒber schwindendes Vertrauen nicht wundern.

Wenn Geld an Wert verliert – woran kann man sich noch halten?

WĂ€hrend Politiker ĂŒber Steuererhöhungen sinnieren und Sondervermögen in Billionenhöhe auftĂŒrmen, frisst die Inflation still und leise die Ersparnisse der BĂŒrger auf. Wer sein hart erarbeitetes Vermögen vor dem Zugriff einer ausufernden Schuldenpolitik schĂŒtzen möchte, der tut gut daran, ĂŒber eine breite Streuung nachzudenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben ĂŒber Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie als wertbestĂ€ndiger Anker in stĂŒrmischen Zeiten dienen können – ein zeitloser Gegenpol zu einer Politik, deren Versprechen ein erschreckend kurzes Verfallsdatum zu haben scheinen.

Ein Land im Wartemodus

Die Zahlen sind mehr als eine Momentaufnahme. Sie sind ein Misstrauensvotum gegen eine politische Klasse, die den Kontakt zu den Sorgen der Menschen verloren zu haben scheint. Deutschland braucht eine Politik, die wieder fĂŒr das eigene Land regiert – nicht gegen die Interessen seiner BĂŒrger. Die Tatsache, dass die HĂ€lfte der Befragten nicht einmal mehr daran glaubt, dass diese Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode durchhĂ€lt, spricht BĂ€nde.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geĂ€ußerten EinschĂ€tzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist fĂŒr seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Investition eigenstĂ€ndig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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