
Industrieflucht aus Deutschland: SenerTec verlagert Blockheizkraftwerk-Produktion ins Ausland

Es ist ein weiterer Tiefschlag für den Industriestandort Deutschland, der sich nahtlos in eine besorgniserregende Serie einreiht: Der Blockheizkraftwerk-Hersteller SenerTec wird seine Produktion am Standort Schweinfurt Anfang des Jahres einstellen und ins europäische Ausland verlagern. Die niederländische Konzernmutter BDR Thermea hat die Schließung der Fertigung bereits angekündigt – rund 200 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel, davon 76 direkt in Schweinfurt.
Sinkende Aufträge und harter Wettbewerb als Totengräber
Die Begründung des Konzerns klingt wie ein Abgesang auf die deutsche Wirtschaftspolitik: Sinkende Aufträge, verschärfter Wettbewerb und neue regulatorische Vorgaben hätten dazu geführt, dass sich die Produktion am Standort nicht mehr auslasten lasse. Man folge nun einer anderen Kosten- und Lieferlogik – im Klartext: Deutschland ist schlicht zu teuer geworden.
Während die Ampelregierung jahrelang mit ideologisch aufgeladenen Energiegesetzen und bürokratischen Hürden die Wirtschaft drangsalierte, wandern die Arbeitsplätze still und leise über die Grenzen. Die Montage der Blockheizkraftwerke wird künftig in einem europäischen Auslandswerk stattfinden, wo offenbar günstigere Rahmenbedingungen herrschen. Ein Trauerspiel für eine Region, die ohnehin bereits unter dem Strukturwandel leidet.
Schweinfurt: Vom Produktionsstandort zum Serviceposten degradiert
Als schwacher Trost bleibt den Schweinfurtern, dass der Service weiterhin vor Ort gesteuert werden soll. Die bekannte Produktlinie Dachs soll weiter unterstützt werden, Ersatzteile verfügbar bleiben. Doch wer sich von solchen Versprechen beruhigen lässt, verkennt die Realität: Wenn erst einmal die Produktion abgewandert ist, folgt erfahrungsgemäß früher oder später auch der Rest.
Für die Betreiber von Blockheizkraftwerken, die auf Wartung, Diagnostik und schnelle Instandsetzung angewiesen sind, wird entscheidend sein, ob Reaktionszeiten und Lieferketten tatsächlich stabil bleiben. Technische Ausfälle verursachen hohe Kosten – und ob ein ausgelagerter Produktionsstandort dieselbe Qualität und Reaktionsfähigkeit gewährleisten kann, steht in den Sternen.
Soziale Folgen: Gespräche mit Betriebsrat laufen
Die Geschäftsleitung hat die Belegschaft bereits informiert, nun laufen Gespräche mit Betriebsrat und Gewerkschaft über mögliche Lösungen. Es wird geprüft, ob Versetzungen oder Qualifizierungen innerhalb der Gruppe möglich sind. Doch seien wir ehrlich: Wie viele dieser Versprechungen enden tatsächlich in einer echten Perspektive für die Betroffenen?
Für die Region wiegt der Einschnitt schwer. Industrielle Fertigung in der Energietechnik galt als verlässlicher Pfeiler – nun bröckelt auch dieser. Zulieferer werden Aufträge verlieren, die lokale Wirtschaft wird geschwächt. Schweinfurt reiht sich damit ein in eine lange Liste von Standorten, die unter der verfehlten Wirtschafts- und Energiepolitik der vergangenen Jahre leiden.
Ein Symptom des deutschen Niedergangs
Die Verlagerung von SenerTec ist kein Einzelfall, sondern ein Symptom. Während andere Länder ihre Industrie mit günstigen Energiepreisen und schlanker Bürokratie unterstützen, erstickt Deutschland seine Unternehmen in einem Dickicht aus Regulierungen und Abgaben. Das Heizungsgesetz, die explodierenden Energiekosten, die ideologische Fixierung auf bestimmte Technologien – all das treibt Unternehmen aus dem Land.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor der gewaltigen Aufgabe, diesen Trend umzukehren. Doch ob das 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur und die im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045 tatsächlich die richtigen Signale setzen, darf bezweifelt werden. Solange Deutschland nicht grundlegend umsteuert und wieder wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen schafft, werden weitere Unternehmen dem Beispiel von SenerTec folgen.
Die Zukunft zahlreicher Arbeitsplätze hängt davon ab, ob die Politik endlich begreift, dass Wohlstand nicht durch Verbote und Vorschriften entsteht, sondern durch eine starke, wettbewerbsfähige Wirtschaft. Für die 200 Beschäftigten von SenerTec kommt diese Erkenntnis leider zu spät.
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