
Industrieller Aderlass: Deutschlands Metallindustrie verliert Hunderttausende Arbeitsplätze – und das Ende ist nicht in Sicht

Was sich derzeit in Deutschlands wichtigster Industriebranche abspielt, ist nichts weniger als ein stiller Exodus. Die Metall- und Elektroindustrie – einst das pulsierende Herz der deutschen Wirtschaftskraft – blutet aus. Und während die Bundesregierung sich mit schuldenfinanzierten Konjunkturprogrammen schmückt, geht der Job-Kahlschlag in dramatischem Tempo weiter.
Unter die magische Grenze gefallen
Die Zahlen, die der Arbeitgeberverband Gesamtmetall jüngst vorlegte, sollten jeden Wirtschaftspolitiker in Berlin aus dem Schlaf reißen. Im Dezember 2025 waren nur noch 3,792 Millionen Menschen in der Metall- und Elektroindustrie beschäftigt. Damit ist die Beschäftigtenzahl in der größten deutschen Industriebranche erstmals seit Juli 2015 unter die Marke von 3,8 Millionen gerutscht. Ein Alarmsignal, das man kaum überhören kann – es sei denn, man sitzt in einem Berliner Ministerium.
Saisonbereinigt schrumpfte die Belegschaft um weitere 5.900 Stellen gegenüber dem Vormonat. Das klingt zunächst nach wenig. Doch es handelt sich bereits um den 23. Monatsrückgang in Folge. Dreiundzwanzig Monate. Fast zwei Jahre ununterbrochener Personalabbau. Eine solch anhaltende Erosion habe man weder während der Finanzkrise 2009 noch in der Corona-Pandemie 2020 erlebt, betont Gesamtmetall. Wer sich diese Dimension vor Augen führt, dem wird die Tragweite des Problems schlagartig bewusst.
270.000 Arbeitsplätze seit 2019 vernichtet
Im Vergleich zum Dezember 2024 gingen 102.500 Arbeitsplätze verloren – ein Minus von 2,6 Prozent binnen eines einzigen Jahres. Gegenüber dem Höchststand von 2019 sind in der M+E-Industrie mittlerweile über 270.000 Stellen verschwunden, was einem Rückgang von 6,7 Prozent entspricht. Doch selbst diese erschreckende Zahl erzählt nur die halbe Wahrheit. Denn die Produktion der Branche lag im vierten Quartal 2025 satte 13 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Der Produktionsrückgang ist damit fast doppelt so hoch wie der Beschäftigungsabbau. Unternehmen halten also noch Mitarbeiter, die sie eigentlich längst nicht mehr auslasten können. Ein Trost? Wohl kaum. Eher ein Vorbote dessen, was noch kommen dürfte.
Bis zu 150.000 weitere Stellen auf der Kippe
Und genau hier wird es richtig düster. Gesamtmetall warnt unmissverständlich: Die Großaufträge, die in den Statistiken für kurzzeitige Jubelschreie sorgen, kämen nicht in der Breite an. Die Unterauslastung habe sich zum Jahresanfang 2026 sogar noch weiter vergrößert. Die Konsequenz? Bis zu 150.000 weitere Arbeitsplätze allein in der M+E-Industrie könnten in diesem Jahr wegfallen. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen: 150.000 Familien, die um ihre wirtschaftliche Existenz bangen. 150.000 Fachkräfte, die Deutschland möglicherweise für immer verliert.
Aufschwung auf Pump – die gefährlichste Illusion
Derweil feiert sich die Politik für vermeintliche Lichtblicke. Ja, es gibt vereinzelte Anstiege bei den Industrieaufträgen. Doch woher weht der Wind? Von Sondervermögen und Aufrüstung. Ein auf Pump finanzierter Pseudo-Aufschwung, der die strukturellen Probleme des Standorts Deutschland nicht löst, sondern lediglich übertüncht. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die Große Koalition unter Friedrich Merz auf den Weg gebracht hat, wird die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten – finanziert durch Steuern und Abgaben der arbeitenden Bevölkerung.
Die eigentliche Gefahr liegt darin, dass dieser schuldenfinanzierte Strohhalm die dringend notwendigen Strukturreformen verschleppen könnte. Deutschland droht, sich in einer trügerischen Sicherheit zu wiegen, während die industrielle Basis weiter erodiert. Es ist, als würde man ein leckes Schiff mit frischer Farbe anstreichen, statt die Löcher zu stopfen.
Was die Wirtschaft wirklich braucht
Gesamtmetall formuliert seine Forderungen an die Politik unmissverständlich. Die Bundesregierung müsse das Tempo für tiefgreifende Reformen drastisch erhöhen. Konkret geht es um die explodierenden Sozialkosten, die jede Investitionsentscheidung ausbremsen, und um eine Bürokratie, die längst absurde Ausmaße angenommen hat. Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Flexibilisierungen – etwa beim Arbeitszeitgesetz – müssten endlich umgesetzt werden. Der deutsche Sonderweg beim Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz sei schnellstmöglich zu verlassen. Und der Aufbau neuer bürokratischer Monster wie das Bundestariftreuegesetz oder das Entgelttransparenzgesetz müsse konsequent gestoppt werden.
Man kann Gesamtmetall in diesem Punkt nur beipflichten. Denn ohne stabile Wirtschaft gibt es auch keine stabile Regierung. Und ohne eine wettbewerbsfähige Industrie gibt es kein Fundament, auf dem Wohlstand und soziale Sicherheit ruhen können. Deutschland war einmal das Land der Ingenieure, der Tüftler, der Weltmarktführer. Was davon übrig bleibt, wenn die Politik weiterhin ideologische Projekte über wirtschaftliche Vernunft stellt, kann man an den Zahlen der Metallindustrie bereits heute ablesen.
Ein Standort in der strukturellen Krise
Die Wahrheit ist unbequem, aber sie muss ausgesprochen werden: Deutschland befindet sich in einer strukturellen Krise, die weit über konjunkturelle Schwankungen hinausgeht. Jahre der energiepolitischen Irrfahrt, der regulatorischen Überfrachtung und der ideologiegetriebenen Wirtschaftspolitik – maßgeblich vorangetrieben durch die Grünen in der gescheiterten Ampelkoalition – haben tiefe Spuren hinterlassen. Die Deindustrialisierung, vor der Experten seit Jahren warnen, ist längst keine düstere Prognose mehr. Sie ist Realität.
Wer in diesen Zeiten sein Vermögen schützen möchte, tut gut daran, über krisensichere Anlagen nachzudenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade in Zeiten, in denen Regierungen die Notenpresse anwerfen und schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme auflegen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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