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Kettner Edelmetalle
27.04.2026
06:05 Uhr

Kerosin-Krise: Condor-Chef bittet um Vernunft – Berliner Umweltminister verweist auf Phantom-Kraftstoffe

Kerosin-Krise: Condor-Chef bittet um Vernunft – Berliner Umweltminister verweist auf Phantom-Kraftstoffe

Während die Welt fassungslos auf die Blockade der Straße von Hormus blickt und die Kerosinpreise in schwindelerregende Höhen schießen, offenbart sich in Deutschland einmal mehr das ganze Drama grüner Symbolpolitik. Peter Gerber, Vorstandschef der Ferienflieger-Gesellschaft Condor, hat in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin" einen pragmatischen Vorschlag unterbreitet: Die CO2-Bepreisung solle für ein halbes Jahr ausgesetzt werden, um Verbraucher vor astronomischen Ticketpreisen im zweiten Halbjahr zu bewahren. Eine Forderung, die in jedem vernünftig regierten Land umgehend Gehör fände – nicht aber in Deutschland.

Ein Manager mit Bodenhaftung

Gerbers Argumentation hat Hand und Fuß. Mit einer temporären Aussetzung des Emissionshandels ließen sich, so der Condor-Chef, die „Spekulations-Spritpreise" aus dem Markt drängen. Es wäre dann „womöglich für alle ein ganz entspannter Sommer". Auch ein Tankrabatt für Airlines, wie ihn der Flughafenverband ins Spiel gebracht habe, sei ein gangbarer Weg. „Das wäre folgerichtig gewesen", so Gerber. „Vielleicht war es ein Versehen. Und dann kann die Bundesregierung das noch nachholen."

Vor einer Mangellage warnt der Manager allerdings nicht. Selbst an Drehkreuzen wie Singapur, die in besonderem Maße vom Öl aus der krisengeschüttelten Region abhängig seien, laufe der Flugverkehr noch normal. Die Branche manage die Situation eng, niemand habe ein Interesse daran, Maschinen am Boden zu lassen. Eine nüchterne Einschätzung eines Praktikers – wie sie in der deutschen Politik nahezu ausgestorben scheint.

Der Minister und die Kraftstoffe aus dem Nichts

Doch in Berlin sitzt mit Carsten Schneider ein Bundesumweltminister, der ein anderes Drehbuch verfolgt. Steuer- und Abgabensenkungen? Spritpreisbremsen? Allesamt undenkbar. „Der Staat kann nicht alle Probleme finanziell lösen. Das würde uns überfordern", erklärte Schneider in derselben Sendung. Eine bemerkenswerte Aussage ausgerechnet von jenem SPD-Politiker, der sich ansonsten unermüdlich dafür ins Zeug legt, die Schuldenbremse erneut auszuhebeln. Wenn es um Klimasubventionen, Bürgergeld oder ideologische Lieblingsprojekte gehe, sitze das Geld locker. Doch sobald die Luftfahrtbranche, die Hunderttausende Arbeitsplätze sichert und Millionen Bürger in den wohlverdienten Urlaub befördert, um Entlastung bittet, sei plötzlich Ebbe in der Staatskasse.

Stattdessen empfahl der Minister den Airlines, sie sollten gefälligst nicht so tun, als könne es „immer so weitergehen mit dem Kerosin". Sie müssten alles daransetzen, auf nachhaltige Kraftstoffe umzusteigen. Nur: Diese Wundermittel existieren in nennenswerten Mengen schlichtweg nicht. Sogenannte Sustainable Aviation Fuels (SAF) decken weltweit aktuell nur Bruchteile eines Prozents des Kerosinbedarfs. Die Produktionskapazitäten sind verschwindend gering, die Preise vier- bis fünfmal höher als beim herkömmlichen Treibstoff. Der Minister verweist also auf einen Markt, der praktisch nicht existiert – ein Lehrstück deutscher Realitätsverweigerung.

Symbolpolitik statt Standortpolitik

Was hier offen zutage tritt, ist das gewohnte Muster: Während andere Industrienationen ihre Wirtschaft in Krisenzeiten schützen, verlangt die Berliner Politik von ihren Unternehmen, sich an Kraftstoffe zu klammern, die es kaum gibt. Der deutsche Sonderweg in der Klimapolitik treibt seit Jahren Industrie, Mittelstand und nun auch die Luftfahrt in die Bredouille. Während Lufthansa-Tochter Eurowings ganze Verbindungen streicht, weil deutsche Standortkosten nicht mehr darstellbar sind, und ausländische Carrier die freiwerdenden Slots dankbar übernehmen, doziert ein Bundesumweltminister über Phantom-Kraftstoffe.

Es ist dieselbe Logik, die unter der ehemaligen Ampel-Koalition Rekord-Strompreise produzierte, Heizungsdebatten anzettelte und ganze Industriezweige ins Ausland trieb. Dass diese Geisteshaltung in der neuen Großen Koalition unter Friedrich Merz und Lars Klingbeil im SPD-geführten Umweltministerium offenbar bruchlos fortgeführt wird, lässt für die kommenden Jahre wenig Gutes erahnen. Das versprochene Ende der ideologischen Energiepolitik bleibt ein Lippenbekenntnis.

Die Bürger zahlen die Zeche

Am Ende dieser Posse stehen wieder einmal die Verbraucher. Wer im Sommer einen Pauschalflug bucht, wird die deutschen Sonderlasten direkt im Ticketpreis spüren. Die CO2-Bepreisung wirkt wie ein Aufschlag, den deutsche Reisende und deutsche Airlines tragen, während die Konkurrenz aus den Golfstaaten oder der Türkei lacht. Der globale Wettbewerb fragt nicht nach Berliner Befindlichkeiten.

In Zeiten geopolitischer Verwerfungen, schwankender Energiepreise und nervöser Märkte gewinnt eine alte Wahrheit erneut an Bedeutung: Wer sein Vermögen sichern will, sollte nicht ausschließlich auf staatliche Vernunft setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie in Krisenzeiten Stabilität bieten – unabhängig von politischen Fehlentscheidungen, Schuldenorgien und ideologischen Experimenten. Eine kluge Beimischung zum breit gestreuten Portfolio erscheint angesichts der gegenwärtigen Lage angeratener denn je.

Haftungsausschluss

Dieser Artikel stellt ausdrücklich keine Anlageberatung dar. Die hier wiedergegebenen Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen. Jeder Leser ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und für seine Anlageentscheidungen selbst die Verantwortung zu tragen. Eine Haftung für Vermögensentscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden, ist ausgeschlossen.

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