Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
01.04.2026
16:51 Uhr

Kerosin-Krise vor der Haustür: Europas Flugverkehr droht der Treibstoff auszugehen

Während sich die politischen Eliten Europas seit Jahren lieber mit Gendersternchen und Klimakleber-Sympathien beschäftigen, rollt die nächste handfeste Versorgungskrise auf den Kontinent zu. Ryanair-Chef Michael O'Leary – ein Mann, der selten um deutliche Worte verlegen ist – hat in einem Interview mit Sky News vor drohenden Lieferengpässen bei Flugzeugtreibstoff gewarnt. Sollte der Krieg im Nahen Osten andauern, könnten Europa bereits im Mai und Juni erhebliche Versorgungsprobleme ins Haus stehen.

Die Straße von Hormus als Achillesferse des Westens

Die Fakten sind ernüchternd. O'Leary erklärte, Ryanair sei bei rund 80 Prozent seines Treibstoffbedarfs „ziemlich gut abgesichert". Für die verbleibenden 20 Prozent zahle die Airline jedoch bereits jetzt mit etwa 150 US-Dollar pro Barrel nahezu das Doppelte des üblichen Marktpreises. Zwischen zehn und 25 Prozent der Lieferungen könnten im Mai und Juni gefährdet sein, so der irische Airline-Chef weiter. Flugstreichungen erwarte Ryanair zwar nicht – andere Gesellschaften dürften da weniger optimistisch sein.

Das Kernproblem liegt, wie so oft in der jüngeren Geschichte, in der fatalen Energieabhängigkeit Europas. Die EU und Großbritannien sind Nettoimporteure von Kerosin und beziehen unter normalen Umständen regelmäßig Lieferungen aus dem Persischen Golf. Frankreich, Großbritannien und die Niederlande gehören zu den größten Abnehmern. Doch „normal" – das war einmal. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, jene strategisch entscheidende Meerenge, ist aufgrund des eskalierenden Iran-Konflikts seit Wochen massiv eingeschränkt.

Lagerbestände sinken – und Europa schaut zu

Brancheninsider bestätigten gegenüber Bloomberg, dass es derzeit noch keine akuten Anzeichen für eine Erschöpfung der Flugtreibstoffvorräte gebe. Doch der Ausblick ist düster. Die Bestände würden voraussichtlich ab Mai spürbar zurückgehen, was letztlich zu echten Engpässen führen könnte. Janiv Shah, Vizepräsident für Öl beim Analyseunternehmen Rystad Energy, formulierte es diplomatisch: Der europäische Markt sei „in den nächsten Wochen auf Grundlage der Lagerbestände gut versorgt". Allerdings werde der Mangel an Neuankünften erheblichen Druck auf inländische und regionale Raffinerien ausüben.

Die Kerosinbestände im Energie-Drehkreuz Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen liegen nach Zahlen von Insights Global bereits unter dem saisonüblichen Niveau. Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, was das für die bevorstehende Sommerreisesaison bedeuten könnte: steigende Ticketpreise, mögliche Flugausfälle und eine weitere Belastung für ohnehin gebeutelte Verbraucher.

Trumps zynischer Ratschlag an die Verbündeten

Besonders pikant ist die Reaktion aus Washington. US-Präsident Donald Trump empfahl betroffenen Ländern auf seiner Plattform Truth Social mit entwaffnender Direktheit, den benötigten Treibstoff doch einfach von den USA zu kaufen. Sein alternativer Vorschlag klingt wie aus einem schlechten Actionfilm: „Geht in die Straße von Hormus und nehmt es euch einfach." Eine Aussage, die einmal mehr verdeutlicht, wie wenig sich Europa auf transatlantische Solidarität verlassen kann – und wie dringend der Kontinent eine eigenständige, belastbare Energiestrategie bräuchte.

Europas selbstverschuldete Verwundbarkeit

Doch genau hier liegt das eigentliche Versagen. Statt in den vergangenen Jahren konsequent auf Energiesicherheit und Diversifizierung der Lieferketten zu setzen, hat man in Brüssel und Berlin ideologiegetriebene Energiepolitik betrieben. Die überstürzte Abkehr von fossilen Energieträgern, ohne tragfähige Alternativen geschaffen zu haben, rächt sich nun bitter. Wer Kernkraftwerke abschaltet, Gaslieferverträge kündigt und gleichzeitig die eigene Raffinerie-Infrastruktur vernachlässigt, darf sich über Versorgungsengpässe nicht wundern.

O'Leary brachte die Hoffnung der gesamten Branche auf den Punkt: Sollte der Krieg im April enden und die Straße von Hormus zeitnah wieder geöffnet werden, bestehe „fast keine Gefahr mehr für die Versorgung". Doch darauf zu hoffen, dass geopolitische Konflikte sich rechtzeitig in Wohlgefallen auflösen, ist keine Strategie – es ist ein Offenbarungseid.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisensichere Wertanlage unverzichtbar sind. Während Lieferketten zusammenbrechen, Energiepreise explodieren und die Inflation weiter an der Kaufkraft nagt, bewähren sich die edlen Metalle seit Jahrtausenden als verlässlicher Wertspeicher – unabhängig von Meerengen, Kriegen und politischem Versagen.

Wissenswertes zum Thema

Magazin
19.03.2025
11 Min.

Wer ist: Dr. Markus Krall 

Der Ökonom, Autor und Unternehmensberater Dr. Markus Krall ist mittlerweile ein in ganz Deutschland bekannter Kämpfer für die Freiheit. Seine kritische Ansichten zur Fiskalpolitik der EZB, der Rating…
Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen