
Kerosinmangel bedroht Sommerreiseverkehr: Luftfahrtbranche bettelt bei der Regierung um Hilfe

Die deutsche Luftverkehrswirtschaft schlägt Alarm – und das mit einem bemerkenswerten Sieben-Punkte-Plan, der es in sich hat. Angesichts einer drohenden Kerosinknappheit, ausgelöst durch die anhaltende Blockade der Straße von Hormus im Zuge des Irankrieges, fordert der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) nun massive Unterstützung von der Bundesregierung. Was zunächst nach einer branchenüblichen Lobbyoffensive klingt, offenbart bei genauerem Hinsehen die erschreckende Verwundbarkeit der deutschen Infrastruktur – und das Versagen jahrelanger Energiepolitik.
Ein Sieben-Punkte-Plan, der Passagiere zu Verlierern macht
BDL-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang warnte eindringlich: Eine Verknappung von Kerosin hätte unweigerlich eingeschränkte Fluganbindungen zur Folge. Dies würde der deutschen und europäischen Wirtschaft, die auf gute Verbindungen in die ganze Welt angewiesen sei, erheblichen Schaden zufügen. Auch die Tourismuswirtschaft wäre betroffen. Dramatische Auswirkungen auf das Sommerreisegeschäft seien zu befürchten.
Doch was der Verband konkret fordert, dürfte vielen Bürgern sauer aufstoßen. Neben der Freigabe nationaler und europäischer Kerosinreserven verlangt die Branche allen Ernstes eine Einschränkung der Passagierrechte. Flugstreichungen, Verspätungen durch Umwege wegen Flugraumsperrungen oder erzwungene Tankstopps sollen in der EU-Passagierrechtsverordnung als „außergewöhnlicher Umstand" anerkannt werden. Die Konsequenz wäre klar: Gestrandete Fluggäste hätten keinen Entschädigungsanspruch mehr. Man fragt sich unwillkürlich, ob die Luftfahrtbranche die Krise nicht auch als willkommenen Vorwand nutzt, um sich lästiger Verbraucherschutzpflichten zu entledigen.
NATO-Pipelines und amerikanisches Kerosin als Rettungsanker?
Weitere Forderungen des Plans betreffen die kurzfristige Zuteilung von Durchleitungsrechten für das NATO-Pipeline-System, um Großflughäfen wie Frankfurt, Köln/Bonn, München und Zürich besser versorgen zu können. Zudem drängt der BDL auf die Zulassung der Kerosinkategorie Jet-A, die vor allem in den USA gebräuchlich ist, zusätzlich zum europäischen Standard Jet-A1. Die Airlines erhoffen sich davon erweiterte Importmöglichkeiten aus Übersee.
Dass man nun ausgerechnet auf amerikanisches Kerosin und NATO-Infrastruktur angewiesen sein könnte, ist ein Treppenwitz der Geschichte. Jahrelang hat die deutsche Politik – insbesondere unter grüner Federführung – die fossile Energieversorgung stiefmütterlich behandelt, Raffineriekapazitäten nicht ausgebaut und sich in ideologischen Debatten über Klimaneutralität verloren. Nun, da eine geopolitische Krise die Lieferketten erschüttert, steht man mit leeren Händen da.
Bundeswirtschaftsministerin gibt sich betont gelassen
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sieht die Lage offenbar deutlich entspannter als die Branche. Sie könne Sorgen um Knappheiten „für den Moment nicht bestätigen", ließ sie verlauten. Eine bemerkenswerte Aussage, wenn man bedenkt, dass die EU-Kommission erst wenige Tage zuvor vor Kerosin-Engpässen gewarnt hatte. Raffinerien innerhalb der EU deckten demnach nur rund 70 Prozent des Kerosinverbrauchs – für den Rest sei man von Importen abhängig. Siebzig Prozent. Das bedeutet im Umkehrschluss: Fast ein Drittel des europäischen Flugverkehrs hängt am Tropf ausländischer Lieferanten.
Kerosinpreise explodieren – Mittelstand leidet mit
Der Irankrieg hat einen sprunghaften Anstieg der Kerosinpreise ausgelöst, der sogar die ohnehin dramatische Rohölpreisentwicklung übertrifft. Auf allen Kontinenten haben Fluggesellschaften ihre Tarife erhöht und Flüge aus Sicherheits- oder Rentabilitätsgründen gestrichen. Doch die Folgen beschränken sich längst nicht auf den Luftverkehr. Steigende Energiepreise treffen den deutschen Mittelstand mit voller Wucht – weitere Insolvenzen werden bereits erwartet.
Es ist ein Muster, das sich in der deutschen Politik mit ermüdender Regelmäßigkeit wiederholt: Man ignoriert Warnzeichen, versäumt strategische Vorsorge und reagiert erst, wenn die Krise bereits da ist. Die Abhängigkeit von Energieimporten – ob Gas aus Russland oder Kerosin aus dem Nahen Osten – ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Fehlentscheidungen über Jahrzehnte hinweg. Dass die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hier grundlegend umsteuern wird, darf angesichts des geplanten 500-Milliarden-Euro-Schuldenpakets und der im Grundgesetz verankerten Klimaneutralität bis 2045 bezweifelt werden.
Für den deutschen Bürger bleibt am Ende die bittere Erkenntnis: Ob an der Tankstelle, am Flughafen oder beim Heizen – die Zeche für geopolitische Krisen und politisches Versagen zahlt immer er. Und wer in diesen unsicheren Zeiten sein Vermögen schützen möchte, tut gut daran, über krisensichere Anlagen wie physische Edelmetalle nachzudenken. Gold und Silber haben sich in Zeiten geopolitischer Verwerfungen und steigender Inflation seit Jahrtausenden als verlässlicher Wertspeicher bewährt – ganz ohne Abhängigkeit von Pipelines, Tankerrouten oder politischen Entscheidungen.
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