
Kims schwimmende Drohgebärde: Nordkorea feuert erneut Raketen von Kriegsschiff ab
Während die Welt mit Handelskriegen, Nahostkonflikten und der schleichenden Erosion westlicher Sicherheitsarchitekturen beschäftigt ist, nutzt ein Mann in Pjöngjang die Gunst der Stunde: Kim Jong Un lässt wieder Raketen fliegen – diesmal von seinem neuesten Prestigeprojekt, dem Marinezerstörer „Choe Hyon". Und er schaut persönlich zu, wie die Geschosse über das Gelbe Meer donnern.
Fünf Raketen, ein klares Signal
Am vergangenen Sonntag habe Nordkorea zwei strategische Marschflugkörper sowie drei Schiffsabwehrraketen von dem 5000-Tonnen-Zerstörer abgefeuert, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag vermeldete. Die Marschflugkörper seien rund zwei Stunden in der Luft gewesen, die Anti-Schiff-Raketen etwa 33 Minuten. Sämtliche Geschosse hätten ihre Ziele getroffen. Unabhängig überprüfen lässt sich das freilich nicht – Nordkoreas Propagandaapparat ist nicht gerade für seine Transparenz bekannt.
Besonders brisant: Die Bezeichnung „strategisch" deutet nach Einschätzung südkoreanischer Analysten darauf hin, dass diese Waffen potenziell mit nuklearen Sprengköpfen bestückt werden könnten. Was als routinemäßiger Waffentest verkauft wird, ist in Wahrheit eine kaum verhüllte nukleare Drohgebärde.
Bereits der dritte Test seit März
Es handelt sich bereits um den dritten Raketentest von der „Choe Hyon" innerhalb weniger Wochen. Schon im März hatte das Regime zwei ähnliche Abschüsse durchgeführt – wohlgemerkt noch bevor das Schiff überhaupt offiziell in Dienst gestellt worden war. Man testet also nicht nur Waffen, man testet die Geduld der internationalen Gemeinschaft. Und diese Geduld scheint nahezu grenzenlos zu sein.
Von KCNA veröffentlichte Fotografien zeigen Kim, wie er den jüngsten Abschuss von einem Pier aus beobachtet, flankiert von Marineoffizieren in Galauniform. Ein inszeniertes Bild der Stärke, das vor allem für das heimische Publikum bestimmt sein dürfte – aber eben nicht nur.
Kims Flottenaufrüstung nimmt Fahrt auf
Der nordkoreanische Machthaber ließ sich bei dem Termin zudem über die Waffensysteme zweier weiterer Zerstörer informieren, die sich derzeit im Bau befänden. Bereits im Juni 2025 hatte Pjöngjang einen zweiten 5000-Tonnen-Zerstörer, die „Kang Kon", in Dienst gestellt. Kim habe nun den Bau eines dritten Schiffs derselben Klasse bis zum Gründungstag der Arbeiterpartei am 10. Oktober dieses Jahres angeordnet. Ein ambitionierter Zeitplan, der zeigt, mit welcher Entschlossenheit das Regime seine maritime Schlagkraft ausbaut.
Sanktionen ohne Wirkung?
Nordkorea ist international weitgehend isoliert. Gegen das Land gelten wegen seines Raketen- und Atomprogramms zahlreiche Sanktionen der Vereinten Nationen und einzelner Staaten. Doch was nützen Sanktionen, wenn sie offensichtlich nicht verhindern können, dass ein Regime Zerstörer baut und nuklearfähige Marschflugkörper testet? Die Antwort ist so ernüchternd wie vorhersehbar: wenig bis gar nichts.
Kim selbst erklärte laut KCNA, die Einsatzbereitschaft seiner Streitkräfte sei durch jüngste Fortschritte in der Rüstungsforschung „qualitativ gestärkt" worden. Den Ausbau einer „starken und verlässlichen nuklearen Kriegsabschreckung" bezeichnete er als die „wichtigste vorrangige Aufgabe" seines Landes. Deutlicher kann man es kaum formulieren.
Während Europa sich in ideologischen Grabenkämpfen um Gendersternchen und Klimaneutralität verzettelt, rüsten autoritäre Regime weltweit auf. Nordkorea vertieft seine Zusammenarbeit mit Belarus, unterhält enge Beziehungen zu Russland und China – und baut ungestört an seiner nuklearen Flotte. Die freie Welt täte gut daran, diese Entwicklungen nicht als fernes Säbelrasseln abzutun, sondern als das zu erkennen, was sie sind: eine fundamentale Verschiebung der globalen Sicherheitslage, die auch Europa unmittelbar betrifft. Wer in Zeiten wie diesen die eigene Verteidigungsfähigkeit vernachlässigt, handelt nicht nur fahrlässig – er handelt verantwortungslos gegenüber kommenden Generationen.
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