
Kohle lebt: Warum die Energiewende-Propheten erneut danebenliegen

Während grüne Aktivisten und ihre medialen Verstärker unermüdlich das Ende der Kohle predigen, zeichnet die Realität ein gänzlich anderes Bild. Die Welt verbrennt mehr Kohle als jemals zuvor in ihrer Geschichte. Ende 2025 wird der globale Verbrauch voraussichtlich die schwindelerregende Marke von 8,85 Milliarden Tonnen erreichen – ein neuer Rekord. Allein seit 2020 stieg der jährliche Verbrauch um 1,4 Milliarden Tonnen. Soviel zum vielbeschworenen "Kohleausstieg" der westlichen Klimapropheten.
Die Internationale Energieagentur und ihre Wunschprognosen
Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert seit Jahren mit bemerkenswerter Beharrlichkeit den baldigen Niedergang der Kohle. Doch wie The Kobeissi Letter treffend bemerkt, hätten sich frühere Vorhersagen vom "Peak Coal" bereits mehrfach als Wunschdenken entpuppt. Die IEA spricht inzwischen von einem "Plateau" mit allmählichem Rückgang bis 2030 – muss aber selbst einräumen, dass der Kohleverbrauch in Indien um drei Prozent und in Südostasien um vier Prozent jährlich steigen werde.
China, der unangefochtene Schwergewichtschampion mit rund 55 Prozent des globalen Kohleverbrauchs, denkt nicht im Traum daran, seine Kohleförderung herunterzufahren. Mit etwa drei Milliarden Tonnen jährlichem Verbrauch dominiert das Reich der Mitte den Markt – und plant ehrgeizigen Wirtschaftsexpansion, nicht klimapolitische Selbstkasteiung. Während Deutschland seine letzten verlässlichen Kraftwerke abschaltet und sich von Wetterlaunen abhängig macht, baut China im Wochentakt neue Kohlekraftwerke.
Versorgungssicherheit – ein Wort, das in Berlin vergessen wurde
Was die Klima-Apokalyptiker geflissentlich verschweigen: Kohle bietet etwas, das Wind und Sonne niemals leisten können – planbare, zuverlässige Grundlast. Der Brennstoff lässt sich direkt am Kraftwerksstandort lagern, monatelang, krisensicher. In den Wintersturm-Katastrophen Uri (2021) und Elliott (2022) zeigte sich die brutale Realität: Erdgaspipelines froren ein, Windräder standen still, Solaranlagen lagen unter Schnee. Millionen Menschen verloren den Strom, Hunderte starben in der Kälte. Wind- und Solaranlagen lieferten – Überraschung – praktisch nichts.
Der Energieexperte Dick Storm der CO2 Coalition bringt es auf den Punkt: Kohle sei "unentbehrlich" und stelle "die günstigste bewährte Primärenergiequelle für die Stromerzeugung in der gesamten Geschichte" dar. Eine Tatsache, die unsere selbsternannten Klimaretter in Berlin lieber ignorieren, während sie der deutschen Industrie mit irrsinnigen Energiepreisen das Rückgrat brechen.
Ontario als Mahnmal grĂĽner Ideologie
Wie verheerend ideologiegetriebener Kohleausstieg wirkt, zeigt das Beispiel Ontario eindrucksvoll. 2002 lieferte Kohle dort etwa ein Viertel des Stroms – die Verbraucher genossen niedrige Tarife. 2005 verkündete der damalige Premier Dalton McGuinty pathetisch vor einem Kohlehaufen, dies sei "alte Technologie" und müsse dem Klimaschutz weichen. Eine reine Showveranstaltung, denn Ontarios Emissionen machten ein Viertel der mageren 1,6 Prozent kanadischer Weltemissionen aus – mit anderen Worten: völlig irrelevant für das Weltklima.
Das Ergebnis dieser Symbolpolitik? Die Strompreise verdoppelten oder verdreifachten sich zeitweise. Die Regierung versteckte die Mehrkosten geschickt im Steueraufkommen, sodass die Stromrechnung heute "nur" noch 50 Prozent über dem Niveau von 2002 liegt. Doch bezahlen muss am Ende der Bürger – nur eben über Umwege. Kommt einem das nicht beunruhigend bekannt vor? Genau dieses Spiel wird in Deutschland gerade durchgezogen, mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen als grünem Feigenblatt.
Subventionsabhängige Windmühlen gegen verlässliche Kohle
Die sogenannten erneuerbaren Energien überleben einzig dank massiver Steuersubventionen. Diese Subventionen drücken künstlich die Profitabilität von Kohlekraftwerken, die zusätzlich durch immer absurder werdende Regulierungen gegängelt werden. Laut Storm würden allein in den USA in den nächsten 25 Jahren 800.000 Megawatt zusätzliche Stromerzeugungskapazität benötigt – das Äquivalent von 80 New York Citys. Mit Windrädern und Solarpaneelen ist das schlichtweg unmöglich.
Während Kanadas Provinz Alberta nach ihrem Kohleausstieg bereits demütig bei Saskatchewan um Strom anklopfen muss, sollte uns das eine Lehre sein. Auch Deutschland wird sich, wenn nicht ein gravierender Kurswechsel erfolgt, früher oder später bei seinen Nachbarn anstellen müssen – und teuer für jene Energie bezahlen, die wir aus ideologischer Verblendung selbst nicht mehr produzieren wollen. Die schmerzhafte Wahrheit lautet: Während China, Indien und der Rest der entwicklungshungrigen Welt ungeniert auf Kohle setzen, sägt der Westen am eigenen Wohlstandsast.
Was bedeutet das fĂĽr Anleger?
Die anhaltend hohe Nachfrage nach Kohle und anderen klassischen Energieträgern zeigt einmal mehr, wie wenig die ideologisch verklärten Energiewende-Narrative mit der wirtschaftlichen Realität zu tun haben. Wer sein Vermögen vor politisch verursachter Inflation, gigantischen Schuldenpaketen und energiepolitischer Geisterfahrerei absichern will, sollte über eine Beimischung physischer Edelmetalle nachdenken. Gold und Silber bieten das, was Politiker uns längst nicht mehr garantieren können: einen werterhaltenden Anker außerhalb des staatlichen Zugriffs und unabhängig von den Launen kurzfristiger ideologischer Moden.
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