
Kreml-Gipfel in der Eremitage: Putin schmiedet neue Allianzen im postsowjetischen Raum
Während der Westen weiterhin auf Isolation setzt, demonstriert Moskau eindrucksvoll seine geopolitische Handlungsfähigkeit. In den prunkvollen Hallen der Petersburger Eremitage empfing Wladimir Putin die Staatschefs der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten zu einem informellen Gipfeltreffen – ein symbolträchtiger Ort, der die historische Verbundenheit der ehemaligen Sowjetrepubliken unterstreichen soll.
90 Milliarden Dollar Handelsvolumen sprechen eine deutliche Sprache
Die Zahlen, die der russische Präsident im Georgssaal des Museumskomplexes präsentierte, dürften manchem westlichen Sanktionsbefürworter die Zornesröte ins Gesicht treiben. Fast 90 Milliarden US-Dollar Handelsvolumen allein in den ersten zehn Monaten dieses Jahres – zwischen Russland und den GUS-Staaten. Von wirtschaftlicher Isolation kann hier wahrlich keine Rede sein.
Putin nutzte die Bühne geschickt, um die Erfolge der multilateralen Zusammenarbeit herauszustreichen. Neue Produktions- und Transportketten seien entstanden, transkontinentale Logistikkorridore würden modernisiert und ausgebaut. Was der Westen als Umgehung von Sanktionen brandmarkt, verkauft der Kreml als „technologische Souveränität" und erfolgreiche Importsubstitution.
Hochkarätige Teilnehmerliste – mit einer bemerkenswerten Ausnahme
Die Präsidenten von Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan sowie der armenische Premierminister Nikol Paschinjan folgten der Einladung nach St. Petersburg. Doch ein wichtiger Akteur glänzte durch Abwesenheit: Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew sagte seine Teilnahme kurzfristig ab.
Diese Absage ist durchaus pikant, bedenkt man die schwelenden Spannungen zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bemühte sich um Schadensbegrenzung und kündigte an, Putin plane dennoch Einzelgespräche mit beiden Konfliktparteien am Rande des Treffens.
Sicherheitskooperation als Kitt der Gemeinschaft
Neben wirtschaftlichen Themen standen auch sicherheitspolitische Fragen auf der Agenda. Die Bekämpfung von Terrorismus, Extremismus, organisierter Kriminalität, Drogenhandel und Korruption – so die offiziellen Schwerpunkte. In einer Zeit, in der auch Deutschland mit explodierender Kriminalität kämpft, mag mancher neidisch auf die entschlossene Rhetorik blicken.
Die GUS: Totgesagte leben länger
Die 1991 nach dem Zerfall der Sowjetunion gegründete Gemeinschaft wurde von westlichen Beobachtern oft als zahnloser Tiger belächelt. Doch die aktuellen Entwicklungen zeigen ein anderes Bild. Während Moldau seine Teilnahme an GUS-Treffen seit 2022 ausgesetzt hat und sich gen Westen orientiert, rücken die verbliebenen Mitglieder enger zusammen.
Vollmitglieder der Gemeinschaft sind derzeit Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Moldau, Russland, Tadschikistan und Usbekistan. Turkmenistan nimmt als assoziiertes Mitglied teil. Was auf dem Papier wie ein loses Bündnis erscheint, entwickelt sich zunehmend zu einem wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Gegengewicht zum westlichen Einfluss in der Region.
Die Botschaft aus St. Petersburg ist unmissverständlich: Russland ist keineswegs isoliert, sondern baut systematisch alternative Strukturen auf – mit willigen Partnern, die ihre eigenen Interessen verfolgen.
Für die deutsche Außenpolitik sollte dies ein Weckruf sein. Die naive Annahme, Sanktionen würden Russland in die Knie zwingen, erweist sich zunehmend als Trugschluss. Stattdessen entstehen neue Handelsrouten und Allianzen, die den Westen langfristig marginalisieren könnten.
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