
Krieg ohne Ende: Wie Europas „Koalition der Willigen“ die Ukraine bis zum letzten Mann verheizt
In Paris haben sich vor wenigen Tagen die Vertreter von inzwischen 37 Staaten versammelt, die sich stolz „Koalition der Willigen“ nennen. Willig wozu? Zum Frieden ganz sicher nicht. Vielmehr wurden dort militärische Beschlüsse gefasst, die einen ohnehin ausgebluteten Staat noch tiefer in den Abgrund treiben – und die europäischen Steuerzahler gleich mit. Denn eines darf man nicht vergessen: Die Ukraine steht bereits seit 2014 finanziell am Rande des Kollapses und wird einzig durch einen nicht enden wollenden Strom an EU-Geldern künstlich am Leben gehalten.
Eine „Friedenstruppe“, die keinen Frieden bringen soll
Man muss die Sprache der Brüsseler und Pariser Strategen entlarven, um ihre wahren Absichten zu verstehen. Wer eine „EU-Friedenstruppe“ für die Ukraine plant, der plant in Wahrheit die Fortsetzung des Krieges. Russland hat von Anbeginn unmissverständlich klargemacht, dass die Präsenz von Truppen aus NATO-Ländern für Moskau eine rote Linie darstellt. Genau diese rote Linie will die selbsternannte Koalition nun mit Trotz überschreiten – so, als könne man einen atomar bewaffneten Gegner einfach ignorieren.
Es lohnt sich, an das gebrochene Versprechen der NATO zu erinnern, sich „keinen Zoll weiter nach Osten“ auszudehnen. Genau dieser Wortbruch legte den Grundstein für die heutige Eskalation. Doch statt aus der eigenen Geschichte zu lernen, wird munter weiter gezündelt.
Was in Paris konkret beschlossen wurde
Die Beschlüsse lesen sich wie ein Handbuch zur Verlängerung des Leidens:
- Raketenabwehr-Koalition: Neun europäische Staaten, darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien, gründeten gemeinsam mit Kiew ein „defensives“ Bündnis. Man will eine günstigere Abfangrakete entwickeln – als ob sich Schwarmangriffe moderner Drohnen damit aufhalten ließen.
- Gemeinsame Manöver in Polen: Auf Betreiben von Emmanuel Macron und mit Segen des polnischen Premiers Donald Tusk sollen im Herbst erstmals Truppen aus Frankreich und Großbritannien nach Polen verlegt werden.
- Rechtlich bindende Zusagen: Die sogenannte „Pariser Erklärung“ vom Januar wurde erneuert – ein Blankoscheck ohne Ausstiegsklausel.
- Munitionsnachschub: Präsident Selenskyj forderte ein „Winter-Paket“ von monatlich 100 Patriot-Abfangraketen.
Deutschlands zögerliche Rolle
Und Deutschland? Bundeskanzler Friedrich Merz beschwor die transatlantische Einigkeit, ließ eine konkrete deutsche Beteiligung an den Herbstmanövern jedoch offen. Über den genauen Umfang künftiger Truppenbereitstellungen solle der Bundestag später entscheiden. Man ahnt bereits, wohin die Reise geht: Erst die vagen Andeutungen, dann die vollendeten Tatsachen. Die deutschen Steuerzahler dürfen zahlen, die deutschen Soldaten am Ende womöglich bluten.
Ich fürchte, nicht nur bis zum letzten Ukrainer, sondern auch bis zum letzten Europäer.
Der Rest der Welt schüttelt den Kopf
Während man sich in Paris für staatsmännisch hält, sieht der größere Teil der Welt die Sache völlig anders. Indien, Brasilien, Südafrika – die Schwergewichte des Globalen Südens tragen die Pariser Beschlüsse nicht mit. Brasiliens Präsident Lula da Silva betont beharrlich, dass dauerhafter Frieden nur durch Verhandlungen unter Einbindung beider Kriegsparteien zu erreichen sei. Ein Gedanke, der im westlichen Kriegsrausch offenbar als Ketzerei gilt.
In Lateinamerika und Afrika wächst zudem der Vorwurf der Doppelmoral. Für die Ukraine mobilisiert der Westen Milliarden, während Hunger, Energiekrisen und andere Konflikte achselzuckend übergangen werden. China und Brasilien treiben eigene Friedensinitiativen voran, die einen sofortigen Stopp der Waffenlieferungen und das Einfrieren der Frontlinien vorsehen – das genaue Gegenteil dessen, was in Paris beschlossen wurde.
Ein Stellvertreterkrieg, den keiner beenden will
Die nüchterne Bilanz: Der Globale Süden wünscht sich ein schnelles Kriegsende, um die wirtschaftlichen Folgeschäden – Inflation, Energie- und Düngemittelknappheit – zu begrenzen. Die europäische Aufrüstungslogik wird dort als das wahrgenommen, was sie ist: die Fortsetzung eines westlichen Stellvertreterkriegs, aus dem man sich klugerweise heraushält.
Es stellt sich die bittere Frage, wer eigentlich von dieser endlosen Eskalation profitiert. Ganz sicher nicht der einfache Bürger in Kiew, Berlin oder Paris. Während unsere Politiker von „Verantwortung“ schwadronieren, wächst die Sorge, dass Europa in einen Konflikt hineinschlittert, dessen Ausmaß niemand mehr kontrollieren kann. Der deutsche Steuerzahler, der schon jetzt unter explodierenden Kosten und einer galoppierenden Inflation ächzt, darf die Zeche zahlen.
Warum physische Edelmetalle in Krisenzeiten Halt geben
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Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Leser ist aufgefordert, sich eigenständig zu informieren und seine Entscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen.

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