
Krieg um Hormus: Trump lässt den Iran bombardieren – die Ölmärkte erzittern, der Sprit an deutschen Zapfsäulen explodiert
Der Nahe Osten steht in Flammen, und diesmal hat sich Washington endgültig entschieden, mitten hineinzugreifen. Am Mittwoch schlug das US-Militär gleich zweimal binnen weniger Stunden gegen militärische Einrichtungen der Islamischen Republik Iran zu. Was sich hier abspielt, ist keine punktuelle Vergeltung mehr, sondern der Beginn einer gefährlichen Eskalationsspirale, deren Folgen bis an die Tankstellen in Bayern und Brandenburg reichen.
Zwei Angriffswellen und ein manövrierunfähiger Tanker
Wie das US-Zentralkommando Centcom auf der Plattform X verlautbaren ließ, habe man die iranischen Streitkräfte gezielt an ihrer empfindlichsten Stelle getroffen: an ihrer Fähigkeit, die Straße von Hormus zu kontrollieren. Der erste Schlag am Morgen habe rund anderthalb Stunden gedauert, der zweite am Abend gar sechs Stunden. Ins Visier gerieten Luftverteidigungssysteme, Drohnen- und Raketenkapazitäten. Iranische Staatsmedien berichteten von Explosionen nahe Teheran und in der Provinz Semnan, wo das Regime seine ballistischen Raketen produziert und sein Raumfahrtprogramm betreibt.
Besonders spektakulär mutet die Aktion gegen einen Öltanker an. Ein unbeladenes Schiff unter der Flagge von Curaçao, das trotz mehrfacher Warnungen die iranische Insel Charg ansteuern wollte, wurde kurzerhand durch ein US-Flugzeug außer Gefecht gesetzt – Raketen direkt in den Schornstein. Bereits am Dienstag hatten die Vereinigten Staaten die erneute Blockade iranischer Häfen begonnen. Man ließ die Muskeln spielen, und zwar unmissverständlich.
Kommen jetzt die Bodentruppen?
Doch damit könnte es noch lange nicht getan sein. Das Wall Street Journal berichtete unter Berufung auf US-Beamte, Präsident Trump tendiere dazu, die Angriffe deutlich auszuweiten. Neben einer Intensivierung der Luftschläge stehe angeblich sogar der Einsatz von Bodentruppen im Raum, um iranische Inseln nahe der Straße von Hormus – etwa das strategisch wichtige Charg – zu erobern. Auch die geheimnisumwitterte Atomanlage mit dem Codenamen „Pickaxe Mountain“ könnte demnach ins Fadenkreuz geraten. Eine endgültige Entscheidung, so heißt es vorsichtig, sei noch nicht gefallen.
„Die Vereinigten Staaten von Amerika wissen diese Geste des guten Willens von Seiten des Iran zu schätzen!“ – Donald Trump auf Truth Social, nachdem eine seit 2024 festgehaltene US-Bürgerin freigelassen worden sei.
Man reibt sich verwundert die Augen: Während amerikanische Kampfflugzeuge iranische Raketenfabriken pulverisieren, dankt der US-Präsident dem Regime in Teheran artig für eine freigelassene Gefangene. Diplomatie und Kriegsführung Hand in Hand – ein Schauspiel, das die geopolitische Groteske unserer Zeit trefflich einfängt.
Und was zahlt am Ende der deutsche Autofahrer?
Hier kommt der Punkt, an dem dieser ferne Konflikt in das Portemonnaie jedes einzelnen Bürgers greift. Kriege am Persischen Golf bedeuten seit jeher eines: steigende Ölpreise. Und wenn die Rohstoffnotierungen klettern, dann klettert in Deutschland eben nicht nur der reine Warenwert – nein, es wächst vor allem der Anteil des Staates. Denn während sich der Weltmarkt sortiert, kassiert der Fiskus munter mit. Rund siebzig Prozent des Spritpreises an deutschen Zapfsäulen bestehen aus Steuern und Abgaben. Jeder Cent Rohstoffverteuerung wird durch diesen Mechanismus vervielfacht – der Krisengewinnler sitzt in Berlin, nicht in Teheran.
Man stelle sich einmal vor, wie günstig der Liter Diesel heute wäre, hätte man in diesem Land eine Energiepolitik, die dem Bürger dient statt ihn zu schröpfen. Doch stattdessen hat man Raffineriestandorte wie Schwedt an die Wand gefahren, sich von zuverlässigen Lieferwegen verabschiedet und die eigene Versorgungssicherheit auf dem Altar ideologischer Träumereien geopfert. Nun rächt sich diese Fehlplanung mit voller Wucht, sobald es am Golf kracht.
Die Lektion aus der Geschichte
Wer die Geschichte kennt, weiß, dass amerikanische Militärabenteuer im Nahen und Mittleren Osten selten mit dem erhofften Ergebnis endeten. Der zweite Irakkrieg gebar das Ungeheuer des sogenannten Islamischen Staates, und noch heute leiden ganze Regionen unter den Trümmern westlicher Interventionslust. Ob ein Bodenkrieg gegen den Iran – ein Land von der Größe Westeuropas mit über 80 Millionen Einwohnern – klüger enden würde, darf mit gutem Grund bezweifelt werden.
Für Deutschland aber gilt in all diesem Chaos eine schlichte Wahrheit: Wer sich auf Papierversprechen, Aktienkurse und die Launen der Weltmärkte verlässt, steht im Ernstfall mit leeren Händen da. In Zeiten geopolitischer Verwerfungen, explodierender Energiepreise und einer Inflation, die durch schuldenfinanzierte Milliardenpakete weiter angeheizt wird, haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrtausende hinweg als sicherer Hafen bewährt. Sie kennen weder Sanktionen noch Blockaden, keine Ausfallrisiken und keine politische Willkür. Als solide Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie genau jene Stabilität, die uns die Politik längst schuldig geblieben ist.
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