Kostenlose Beratung+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
20.10.2026
07:02 Uhr
KI-generiert

Künstliche Sonne made in China: Peking greift nach dem Fusionsthron!

Künstliche Sonne made in China: Peking greift nach dem Fusionsthron!
Symbolbild: KI-generiert

China macht beim Bau seines neuen Kernfusionsreaktors BEST Tempo. Wie das chinesische Staatsfernsehen CCTV am 1. Oktober 2026 meldete, ist die Montage der Anlage in Hefei in der Provinz Anhui zu mehr als der Hälfte abgeschlossen. Ende 2027 soll der Reaktor fertig sein, für 2030 plant Peking die erste Demonstration von Strom aus kontrollierter Kernfusion.

Während in Deutschland noch über Förderrichtlinien gestritten wird, schraubt China also schon an der nächsten Generation. Wie weit ist das Land wirklich?

Eine Thermoskanne für 100 Millionen Grad

BEST steht für „Burning Plasma Experimental Superconducting Tokamak“. Im Inneren soll das Plasma mehr als 100 Millionen Grad Celsius heiß werden. Nur wenige Meter daneben arbeiten supraleitende Magnetspulen bei rund minus 269 Grad, also knapp über dem absoluten Nullpunkt.

Der Grund für diesen Aufwand: Kein bekanntes Material hält solche Temperaturen bei direktem Kontakt dauerhaft aus. Gewaltige Magnetfelder müssen das Plasma deshalb in der Schwebe halten. Medienberichte vergleichen die Konstruktion mit einer riesigen Thermoskanne aus mehreren ineinanderliegenden Hüllen.

Laut CCTV ist der Gebäudekomplex inzwischen übergeben. Jetzt beginnt die heikelste Phase, nämlich die Montage von Vakuumkammer, Wärmeschilden und Magnetspulen. Schon 2025 hatten Ingenieure die Basis des äußeren Vakuumbehälters eingesetzt. Sie wiegt mehr als 400 Tonnen und misst rund 18 Meter im Durchmesser.

200 Megawatt, aber nicht als Strom

Anders als frühere Experimente soll BEST mit den Wasserstoffisotopen Deuterium und Tritium arbeiten. Wenn ihre Kerne verschmelzen, entstehen Helium, energiereiche Neutronen und viel Energie. Die Planungen sehen Fusionsleistungen zwischen 20 und 200 Megawatt vor.

Wer jetzt an ein Kraftwerk denkt, liegt allerdings falsch. 200 Megawatt Fusionsleistung sind keine 200 Megawatt Strom. Die Forscher müssen erst zeigen, dass die Reaktion mehr Energie liefert, als sie selbst verbraucht. Danach müsste die Wärme in Strom umgewandelt werden, und Magnete, Kühlung und Hilfssysteme brauchen ihrerseits viel Energie.

Rekord mit Fragezeichen

Erfahrung bringt China mit. Im Vorgänger EAST, ebenfalls in Hefei, hielten Wissenschaftler im Januar 2025 ein Hochleistungsplasma 1.066 Sekunden lang stabil, also fast 18 Minuten. Mehr Energie als hineingesteckt kam dabei aber nicht heraus, und kommerzieller Strom schon gar nicht.

Auch bei BEST bleiben große Hürden. Die Neutronen setzen den Werkstoffen im Reaktor zu. Tritium ist radioaktiv und weltweit knapp, künftige Kraftwerke müssten es deshalb größtenteils selbst erbrüten. Ungeklärt sind außerdem Wärmeabfuhr, Lebensdauer der Bauteile, Baukosten und der Rückbau aktivierter Materialien.

Und Deutschland?

Der Lohn wäre riesig: Strom in großen Mengen, unabhängig von Wind und Sonne und ohne CO₂ aus der Fusionsreaktion selbst. Gelingt Peking der Durchbruch, könnte China bei der nächsten Kraftwerksgeneration die Führung übernehmen. Nach Solarmodulen und Batterien wäre das die nächste Schlüsseltechnologie, bei der Europa womöglich nur noch zuschaut.

Berlin hat zumindest große Ziele. Die schwarz-rote Koalition will das weltweit erste Fusionskraftwerk in Deutschland errichten. Im Oktober 2025 beschloss das Kabinett dazu einen Aktionsplan, nach dem bis 2029 mehr als zwei Milliarden Euro in die Fusionsforschung fließen sollen. Medienberichten zufolge halten Kritiker das für zu knapp bemessen.

Tatsächlich ist der Vergleich unbequem. Für ein schuldenfinanziertes Sondervermögen von 500 Milliarden Euro fand die Koalition schnell eine Mehrheit. Für die Technologie, die das deutsche Energieproblem langfristig lösen könnte, bleibt nur ein Bruchteil davon übrig. Ein Land, das im April 2023 seine letzten Kernkraftwerke abgeschaltet hat, kann sich bei der Fusion keinen weiteren Rückstand leisten.

Fest steht: 2030 wäre zunächst ein technologischer Meilenstein und noch keine Stromlieferung ins Netz. Am Wettlauf um die Energie der Zukunft ändert das wenig, denn China baut bereits, während Deutschland noch Aktionspläne schreibt.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“