
Leere Regale im Urlaub: Merkel erlebt Italiens Sprit-Aufstand hautnah!

Eigentlich wollte Angela Merkel im Italien-Urlaub nur Pasta kaufen. Stattdessen stand die Altkanzlerin in einem Supermarkt in Cava de' Tirreni an der Amalfiküste vor halb leeren Regalen. Wie die Zeitung Il Mattino berichtet, habe sie das Personal irritiert nach dem Grund gefragt.
Die Antwort hat es in sich. Süditalien steckt mitten in einem Aufstand gegen explodierende Spritpreise.
Diesel für 2,30 Euro: Der Süden steht still
Lkw-Fahrer und Landwirte blockieren seit Tagen Autobahnen, Hafenzufahrten und Logistikzentren. Der Grund: Benzin und Diesel kosten in Italien teils fast 2,30 Euro pro Liter. Nach Angaben des italienischen Wirtschaftsministeriums lag der Diesel an Autobahntankstellen zuletzt bei rund 2,297 Euro. Fachmedien zufolge sind das fast 40 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Für Spediteure ist das existenzbedrohend. Viele Transportunternehmen im Süden sollen die Mehrkosten kaum an ihre Kunden weitergeben können. Sie fordern deshalb, dass Frachtraten automatisch an den Dieselpreis gekoppelt werden.
Ischia droht der Sprit auszugehen
Die Folgen sind dramatisch. Besonders hart trifft es die Insel Ischia, auf der Merkel seit Jahrzehnten Urlaub macht. Laut der Nachrichtenagentur Ansa könnte dort innerhalb von 48 bis 72 Stunden der Treibstoff ausgehen. Zahlreiche Buslinien wurden bereits eingestellt, sogar Fährverbindungen wackeln.
Auch anderswo herrscht Mangel:
- In Apulien standen Mitte Oktober nach Angaben des Energiekonzerns Eni mehr als 150 Tankstellen ohne Sprit da.
- Auf mehreren Inseln fehlen Obst, Gemüse, Fleisch und Nudeln.
- Einige Pastahersteller mussten ihre Produktion drosseln – im Land der Pasta!
- Die Inflation sprang im September von 3,3 auf 4,2 Prozent.
Medienberichten zufolge war die Lage in Apulien zusätzlich verschärft, weil Beschäftigte des früheren Stahlwerks Ilva in einem eigenen Arbeitskonflikt die Zufahrten zur Raffinerie in Tarent blockiert hatten. Die Regierung in Rom reagierte zuletzt mit Finanzhilfen für die Branche und laut Berichten mit Polizeieinsätzen gegen Blockaden.
Eine Szene mit Symbolkraft
Ganz leer ging Merkel nicht aus. Eine Packung Gragnano-Pasta und Büffelmozzarella landeten dennoch im Einkaufskorb. Danach soll es weiter nach Ravello gegangen sein.
Und doch hat die Szene Symbolkraft. Ausgerechnet jene Politikerin, die 16 Jahre lang die deutsche Energiepolitik prägte, fragt sich nun, warum Waren fehlen. Unter ihrer Führung beschloss Deutschland 2011 den beschleunigten Atomausstieg. Kritiker sehen darin bis heute einen Grundstein für die hohen Energiekosten, unter denen Industrie und Verbraucher hierzulande ächzen.
Auch Deutschland kennt die Wut der Bauern
Die Bilder aus Italien wirken vertraut. Im Winter 2023/24 legten deutsche Landwirte mit Traktoren-Konvois ganze Innenstädte lahm – aus Protest gegen die Streichung der Agrardiesel-Vergünstigung durch die damalige Ampel. Der CO₂-Preis auf Kraftstoffe steigt zudem planmäßig weiter. Energie ist längst kein Randthema mehr, sondern eine Frage der Versorgungssicherheit.
Italien zeigt im Zeitraffer, wie fragil moderne Lieferketten sind. Ein paar Tage Stillstand auf den Straßen, und schon fehlen Brot, Nudeln und Benzin. Wer glaubt, so etwas könne nur anderswo passieren, sollte genauer hinschauen.
Was bleibt für Sparer?
Steigende Energiepreise treiben die Inflation – und die frisst das Ersparte. Gerade in solchen Phasen besinnen sich viele Bürger auf bewährte Werte. Physisches Gold und Silber haben über Jahrhunderte Krisen, Währungsreformen und Teuerungswellen überdauert. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie einen stabilen Anker bilden.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger sollte eigenständig recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.
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