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Kettner Edelmetalle
14.04.2026
12:16 Uhr

Maskierte Söldner an Europas Grenze: Griechenland lässt Migranten die Drecksarbeit erledigen

Maskierte Söldner an Europas Grenze: Griechenland lässt Migranten die Drecksarbeit erledigen

Was nach einem düsteren Thriller klingt, ist offenbar bittere Realität an der griechisch-türkischen Grenze: Die griechische Polizei soll seit Jahren systematisch Migranten rekrutieren, die – maskiert und unter Anleitung hochrangiger Beamter – andere Schutzsuchende gewaltsam über die Grenze in die Türkei zurücktreiben. Eine umfangreiche Recherche der BBC fördert ein System zutage, das in seiner Perfidie kaum zu überbieten ist.

Ein System der organisierten Brutalität

Interne Polizeidokumente, Zeugenaussagen und offizielle Berichte belegen demnach, dass dieses Söldner-System mindestens seit dem Jahr 2020 existiert. Die sogenannten Pushbacks – also das Zurückdrängen von Migranten ohne jegliches rechtsstaatliches Verfahren – verstoßen nach internationalem Recht eindeutig gegen geltendes Recht. Doch das scheint die Verantwortlichen in Athen wenig zu kümmern.

Eine Polizeiquelle aus der Grenzregion Evros erklärte gegenüber der BBC mit entwaffnender Offenheit, es gebe „keinen Soldaten, Polizisten oder Frontex-Beamten in Evros, der nicht weiß, dass Pushbacks stattfinden". Wöchentlich würden demnach bis zu Hunderte Menschen auf diese Weise zurückgetrieben. Man fragt sich unwillkürlich: Wenn alle davon wissen – warum schaut dann niemand hin?

Raub, Schläge, sexuelle Übergriffe

Die Vorwürfe, die im Zuge der Recherche dokumentiert wurden, sind erschütternd. Zeugen berichten von systematischem Raub, brutalen Schlägen, sexuellen Übergriffen und sogar Vergewaltigungen durch die maskierten Hilfskräfte. Ein Bericht des unabhängigen Grundrechtsbüros innerhalb von Frontex zu einem Vorfall vom Juni 2023 habe festgestellt, dass zehn bis zwanzig Drittstaatsangehörige auf Anweisung griechischer Beamter Migranten körperlich misshandelt, mit dem Tod und Vergewaltigung bedroht sowie deren Besitz gestohlen hätten. Die griechischen Behörden bestritten schlicht, dass an jenem Tag überhaupt Migranten in dem betreffenden Gebiet aufgegriffen worden seien.

Eine syrische Frau schilderte der BBC, ihre Familie sei 2025 in der Stadt Orestiada von der Polizei festgenommen und maskierten Männern übergeben worden. Diese hätten sogar die Windel ihrer kleinen Tochter entfernt, um nach versteckten Wertgegenständen zu suchen. Ein syrischer Mann berichtete, er sei von Polizisten bewusstlos geschlagen und anschließend mit Dutzenden anderen in einem Lastwagen zur Grenze transportiert worden.

Bezahlung mit Bargeld, Handys und Papieren

Die als Söldner eingesetzten Personen stammten laut den Recherchen selbst aus Ländern wie Pakistan, Syrien und Afghanistan. Als Gegenleistung für ihre schmutzigen Dienste hätten sie Bargeld, Mobiltelefone anderer Migranten sowie Dokumente erhalten, die ihnen faktisch die Durchreise durch Griechenland ermöglichten. Ein zynisches Geschäftsmodell: Migranten gegen Migranten – und der Staat wäscht seine Hände in Unschuld.

In einer Disziplinaranhörung im Jahr 2024 hätten griechische Grenzbeamte die Existenz dieses Söldner-Systems bestätigt. Ein Beamter habe angegeben, bereits 2020 den Auftrag erhalten zu haben, sogenannte „Bootsmänner" für Pushbacks zu rekrutieren, da die Covid-Pandemie und Spannungen mit der Türkei den direkten Einsatz von Polizisten zu riskant gemacht hätten.

Mitsotakis gibt sich ahnungslos

Premierminister Kyriakos Mitsotakis reagierte auf die Vorwürfe mit einer Erklärung, die man bestenfalls als dreist bezeichnen kann: Er sei „völlig ahnungslos" bezüglich des Einsatzes von Söldnern gewesen. Griechenland schütze lediglich seine Grenzen, und europäische Staats- und Regierungschefs seien entschlossen, vergangene „Fehler" eines „massiven Zustroms" nicht zu wiederholen. Auf schriftliche Anfragen der BBC hätten die griechischen Behörden nicht reagiert.

Man muss an dieser Stelle differenzieren: Der Schutz der europäischen Außengrenzen ist zweifellos eine der drängendsten Aufgaben unserer Zeit. Die unkontrollierte Massenmigration der vergangenen Jahre hat Europa vor enorme Herausforderungen gestellt – sozial, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch. Wer das bestreitet, lebt in einer Parallelwelt. Doch der Zweck heiligt eben nicht die Mittel.

Grenzschutz ja – aber rechtsstaatlich

Was Griechenland hier offenbar praktiziert, ist kein Grenzschutz, sondern organisierte Kriminalität unter staatlicher Schirmherrschaft. Wer Migranten als maskierte Schlägertrupps einsetzt, um andere Migranten zu berauben und zu misshandeln, der untergräbt genau jene rechtsstaatlichen Prinzipien, die Europa von den Herkunftsländern vieler Flüchtlinge unterscheiden sollten. Es ist ein fundamentaler Unterschied, ob man konsequent Grenzen sichert, Asylanträge zügig bearbeitet und abgelehnte Bewerber konsequent abschiebt – oder ob man ein System der Gewalt und Willkür installiert.

Die griechische Menschenrechtskommission habe laut ihrer Vorsitzenden Maria Gavouneli seit 2020 mehr als hundert mutmaßliche Fälle erzwungener Rückführungen in der Evros-Region dokumentiert. Frontex wies Vorwürfe zurück, Rechtsverstöße zu ignorieren – eine Behauptung, die angesichts der Faktenlage geradezu grotesk anmutet.

Der Fall zeigt einmal mehr das fundamentale Versagen der europäischen Migrationspolitik. Statt klarer Regeln, konsequenter Abschiebungen und eines funktionierenden Außengrenzschutzes herrscht ein Flickenteppich aus Hilflosigkeit, Wegschauen und – wie nun offenbar in Griechenland – kriminellen Parallelstrukturen. Dass ausgerechnet Deutschland, das unter der Ampelregierung die Kontrolle über seine eigenen Grenzen weitgehend aufgegeben hatte, hier kaum Druck ausübt, überrascht niemanden mehr. Es bleibt zu hoffen, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz zumindest den Anspruch erhebt, europäischen Grenzschutz rechtsstaatlich zu gestalten – und nicht einfach wegschaut, solange die Zahlen stimmen.

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