
Milliardär Müller bricht Tabu: Schwarz-Blau in Baden-Württemberg als echte Option

Es sind Worte, die in der politischen Landschaft Deutschlands wie ein Donnerschlag wirken – und die man nur begrüßen kann. Der Molkereiunternehmer Theo Müller, 86 Jahre alt und CSU-Mitglied, hat sich nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg mit einer bemerkenswerten Klarheit zu Wort gemeldet, die man sich von so manchem Berufspolitiker wünschen würde. Seine Botschaft: Die CDU solle sich nicht zum Juniorpartner der Grünen degradieren lassen, sondern stattdessen eine Zusammenarbeit mit der AfD in Betracht ziehen.
Ein knappes Ergebnis – und die Angst vor dem Offensichtlichen
Die Ausgangslage ist brisant. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg erreichten die Grünen unter Cem Özdemir 30,2 Prozent, die CDU folgte mit 29,7 Prozent dicht dahinter. Beide Fraktionen kommen im neuen Landtag auf jeweils 56 Mandate – ein faktisches Patt also. Und dennoch soll es nach dem Willen des politischen Establishments wieder auf die altbekannte grün-schwarze Koalition hinauslaufen, jene Konstellation, die Baden-Württemberg bereits seit 2016 regiert. Man fragt sich unwillkürlich: Wozu wählen die Bürger eigentlich, wenn am Ende doch immer dasselbe herauskommt?
Theo Müller sieht das offenbar genauso. In einem Interview mit der „Welt" erklärte er unmissverständlich, die CDU müsse sich nicht kleinmachen. Sie könne stattdessen mit der AfD regieren oder sich von ihr dulden lassen. Eine Aussage, die in ihrer Schlichtheit geradezu erfrischend wirkt – und die das eigentliche Problem der deutschen Konservativen auf den Punkt bringt.
Die Brandmauer als demokratisches Selbsttor
Offiziell hält die CDU an ihrer kategorischen Abgrenzung zur AfD fest. Doch wie lange noch? Die sogenannte „Brandmauer" erweist sich zunehmend als das, was sie im Kern immer war: ein Instrument der politischen Selbstfesselung, das konservative Mehrheiten verhindert und die Union in die Arme der Grünen treibt. Während die CDU-Führung gebetsmühlenartig ihre Ausschlusserklärungen wiederholt, denken an der Basis längst viele anders. Das weiß auch Müller.
Der Unternehmer ging sogar noch einen Schritt weiter und schlug vor, die CDU solle bei der Wahl des Ministerpräsidenten im Landtag einen eigenen Kandidaten aufstellen. Die Wahl sei schließlich geheim. Wer dort am Ende wen wähle, wisse niemand. Ein taktisches Manöver, das an die legendäre Wahl von Thomas Kemmerich in Thüringen 2020 erinnert – nur dass Müller diesmal offensiv dafür wirbt, statt sich hinterher zu entschuldigen.
Lob für AfD-Spitzenkandidat Frohnmaier
Besonders bemerkenswert sind Müllers lobende Worte über den AfD-Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier. Was dieser sage, habe „Hand und Fuß", so der Milliardär. Er wisse nicht, was gegen eine CDU-geführte Landesregierung spreche, die mit der AfD zusammenarbeite. Solche Töne aus dem Mund eines der einflussreichsten deutschen Unternehmer sind mehr als nur eine Randnotiz – sie spiegeln eine Stimmung wider, die in weiten Teilen der Wirtschaft und der Bevölkerung längst Realität ist.
Müller und Weidel: Eine Freundschaft, die Wellen schlägt
Es ist nicht das erste Mal, dass der Molkerei-Mogul mit seiner Nähe zur AfD für Aufsehen sorgt. Bereits Ende 2023 machte ein privates Treffen mit AfD-Chefin Alice Weidel im südfranzösischen Cannes Schlagzeilen. Damals reagierte die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser prompt und rief Unternehmer zu einer „klaren Positionierung" auf – als ob es in einer Demokratie verboten wäre, mit gewählten Politikern zu sprechen. Müller ließ sich davon nicht beirren und bezeichnete Weidel in einem späteren Interview als „eine Freundin", mit der er sich gerne unterhalte. Gleichzeitig betonte er, kein AfD-Mitglied zu sein und auch keines werden zu wollen.
Diese Differenzierung ist wichtig. Müller steht nicht für eine blinde Gefolgschaft, sondern für das, was in einer funktionierenden Demokratie selbstverständlich sein sollte: den offenen Dialog über Parteigrenzen hinweg. Dass ausgerechnet ein 86-jähriger Unternehmer den Mut aufbringt, den so viele jüngere Politiker vermissen lassen, sagt viel über den Zustand unserer politischen Kultur.
Ein Signal, das Hoffnung macht
Die Äußerungen Müllers kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland dringend pragmatische Lösungen braucht – und keine ideologischen Scheuklappen. Die Große Koalition unter Friedrich Merz in Berlin hat bislang wenig dazu beigetragen, das Vertrauen der Bürger in die Politik wiederherzustellen. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen belastet kommende Generationen, die Inflation frisst die Ersparnisse der Mittelschicht auf, und die Kriminalität erreicht neue Rekordwerte. In dieser Lage demokratisch legitimierte Parteien kategorisch von der Regierungsbildung auszuschließen, ist nicht nur politisch fragwürdig – es ist ein Affront gegen den Wählerwillen.
Theo Müller hat ausgesprochen, was Millionen Deutsche denken. Ob die CDU in Baden-Württemberg den Mut aufbringt, diesem Gedanken zu folgen, steht auf einem anderen Blatt. Doch allein die Tatsache, dass diese Debatte nun offen geführt wird, ist ein Fortschritt. Denn eine Demokratie, in der bestimmte Koalitionen per Dekret ausgeschlossen werden, ist keine vollständige Demokratie mehr. Sie ist bestenfalls eine halbe.

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