
Milliarden-Wettlauf um Gaskraftwerke: US-Energieriesen rüsten massiv auf

Während Deutschland seine Energiewende mit ideologischer Verbissenheit vorantreibt und dabei die eigene Industrie in den Abgrund stürzt, zeigen die Vereinigten Staaten, wie pragmatische Energiepolitik aussehen kann. Der amerikanische Energiekonzern Talen Energy hat soeben weitere 3,5 Milliarden Dollar für den Erwerb von Gaskraftwerken auf den Tisch gelegt – ein deutliches Signal, wohin die Reise geht.
Aggressive Expansion im Schatten des KI-Booms
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Talen Energy erwirbt zwei Gaskraftwerke in Ohio mit einer Gesamtkapazität von 2,6 Gigawatt. Bereits im Juli 2025 hatte das Unternehmen rund 3,5 Milliarden Dollar für Gaskapazitäten in Pennsylvania und Ohio ausgegeben und damit 2,9 Gigawatt hinzugewonnen. Der Konzern folgt damit dem Beispiel seiner Wettbewerber Vistra und Constellation, die ebenfalls Milliarden in fossile Stromerzeugung investieren.
Vistra sorgte kürzlich für Aufsehen, als der Aktienkurs nach dem Kauf mehrerer Gaskraftwerke für 4 Milliarden Dollar in die Höhe schoss. Mit diesem Deal kamen 5,5 Gigawatt zum Portfolio hinzu. Zusätzlich hatte das Unternehmen im vierten Quartal sieben weitere Gaskraftwerke für 2 Milliarden Dollar erworben.
Constellation setzt mit 30-Milliarden-Deal neue Maßstäbe
Doch all diese Transaktionen verblassen im Vergleich zur monumentalen Übernahme von Calpine durch Constellation, die vor einem Jahr angekündigt wurde. Für sage und schreibe 30 Milliarden Dollar sicherte sich der Konzern 23 Gigawatt an überwiegend gasbasierter Stromerzeugungskapazität. Constellation besitzt zudem die meisten kommerziellen Kernreaktoren in den USA – ein strategischer Vorteil, der sich in den kommenden Jahren als Gold wert erweisen dürfte.
Rechenzentren als Treiber der Nachfrage
Der hektische Wettlauf um Erzeugungskapazitäten hat einen konkreten Grund: Die explodierenden Strombedarfe durch Elektrifizierung und vor allem durch die rasant wachsenden KI-Rechenzentren. Besonders der PJM-Markt, der weite Teile des Ostens der USA abdeckt, steht unter extremem Druck. In Regionen wie Nord-Virginia schießen Datenzentren wie Pilze aus dem Boden und belasten das Stromnetz in einem Ausmaß, das seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurde.
Kernkraft erlebt Renaissance unter Trump
Während Gaskraftwerke die unmittelbare Nachfrage bedienen müssen, richtet sich der Blick der Branche zunehmend auf die Kernenergie. Energieminister Chris Wright treibt die nukleare Entwicklung so energisch voran wie niemand seit Admiral Rickover. Bis zum 4. Juli dieses Jahres könnten mindestens drei neue Reaktordesigns die kritische Phase erreichen.
Die Zustimmung zur Kernkraft in der amerikanischen Bevölkerung hat einen historischen Höchststand erreicht – ein bemerkenswerter Wandel, der zeigt, dass ideologiefreie Energiepolitik möglich ist.
Zwar gibt es Bedenken, dass ein möglicher Regierungswechsel die nuklearen Ambitionen der Trump-Administration bremsen könnte. Doch da Kernenergie als eines der wenigen wirklich überparteilichen Themen gilt, dürften diese Befürchtungen übertrieben sein.
Ein Lehrstück für Deutschland?
Während amerikanische Konzerne Milliarden in zuverlässige Stromerzeugung investieren, hat Deutschland seine letzten Kernkraftwerke abgeschaltet und setzt auf wetterabhängige Energiequellen. Die Konsequenzen dieser Politik zeigen sich bereits in steigenden Strompreisen und einer schwindenden industriellen Basis. Die USA demonstrieren derweil, dass wirtschaftlicher Pragmatismus und Versorgungssicherheit keine Gegensätze sein müssen – eine Lektion, die man hierzulande offenbar nicht lernen möchte.
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