
Mord an Liana K.: Iraker entgeht dem Strafprozess – Mutter kämpft weiter um Gerechtigkeit
Es ist ein Urteil, das viele Bürger fassungslos zurücklässt: Der 31-jährige Iraker Muhammad A., der im August 2025 die erst 16-jährige Liana am Bahnsteig im niedersächsischen Friedland vor einen durchfahrenden Güterzug gestoßen haben soll, wird nicht verurteilt – zumindest nicht im klassischen Sinne. Das Landgericht Göttingen ordnete die dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Ein regulärer Strafprozess fand nicht statt. Stattdessen entschied man sich für das sogenannte Sicherungsverfahren – mit der Begründung, der Beschuldigte leide an paranoider Schizophrenie und sei deshalb nicht schuldfähig.
Eine Tat, die ein Land erschütterte
Der Fall der jungen Liana, die 2022 mit ihrer Familie vor dem Krieg aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet war, hat im vergangenen Sommer eine Welle des Entsetzens ausgelöst. Ein Mädchen, das in Deutschland Schutz suchte, wurde ausgerechnet hier brutal aus dem Leben gerissen. An jenem 11. August wartete die Jugendliche am Bahnsteig – ohne jede Vorwarnung, so die Ermittler, sei sie heimtückisch angegriffen und in den Tod gestoßen worden. DNA-Spuren des Beschuldigten an der Schulter des Opfers gelten als wesentliches Indiz. Direkte Tatzeugen oder Videoaufnahmen existieren nicht.
Behördenversagen mit System?
Besonders bitter: Muhammad A. war ausreisepflichtig. Nach den europäischen Asylregeln hätte er längst nach Litauen überstellt werden müssen – Monate vor der Tat. Doch er war noch hier. Mehr noch: Am Tag der Tat fiel er gleich zweimal auf. Zunächst randalierte er am Bahnhof, später erneut im Grenzdurchgangslager Friedland. Beide Male ließ ihn die Polizei laufen. Was, so muss man fragen, hätte alles passieren müssen, damit die Behörden tatsächlich eingreifen?
Auch die anfängliche Kommunikationslinie wirft Fragen auf. Recherchen aus dem August 2025 legten nahe, der Fall sei von Behörden gezielt heruntergespielt worden. Zunächst war von einem „Unfall“ die Rede – obwohl Schilderungen am Tatort früh auf ein Fremdverschulden hindeuteten. Es scheint mittlerweile ein bekanntes Muster zu sein: Erst beschwichtigen, dann verschleiern, am Ende relativieren.
Eine Mutter, die nicht aufgibt
Im Gerichtssaal saß Alica K., die Mutter des getöteten Mädchens, gemeinsam mit ihrer Dolmetscherin Renata Reschetniak. Sie zweifelt offen an der Diagnose paranoider Schizophrenie und befürchtete schon früh, der Täter könnte am Ende straffrei davonkommen. Ihre Tochter beschreibt sie als freundlich, talentiert, zielstrebig – ein junges Leben voller Pläne, das an einem Bahnsteig in Friedland endete. Kurz vor dem Vorfall hatte Liana noch fröhlich mit ihrem Großvater telefoniert.
Die Nebenklage forderte konsequent eine Verurteilung wegen Mordes und plädierte für ein reguläres Strafverfahren. Vergeblich. Der Beschuldigte selbst schwieg während der Verhandlung – eine Haltung, die ihm das Recht erlaubt, die Hinterbliebene aber zusätzlich verhöhnt. In ihrer Verzweiflung wandte sich die Mutter an politische Parteien. Besonders die AfD habe ihr Mut gespendet, schilderte sie. Auch die CDU beteiligte sich an der Finanzierung der Beerdigung.
Ein Fall mit Symbolkraft
Was bleibt, ist ein Land, das sich fragen muss, wie viele solcher Schicksale noch nötig sind, bis endlich gehandelt wird. Ein ausreisepflichtiger Mann, der nicht abgeschoben wurde. Eine Polizei, die ihn am Tattag zweimal laufen ließ. Eine Justiz, die am Ende auf Schuldunfähigkeit erkennt. Und eine Mutter, die ihre Tochter zu Grabe tragen musste, weil der deutsche Staat seine elementarste Aufgabe – den Schutz seiner Bürger – nicht erfüllt hat.
Im niedersächsischen Landtag wird der Fall weiterhin diskutiert. Doch Debatten allein bringen Liana nicht zurück. Sie zeigen lediglich, was viele Bürger längst spüren: Die Migrations- und Sicherheitspolitik der vergangenen Jahre ist krachend gescheitert. Wer Ausreisepflichten nicht durchsetzt, wer offensichtliche Warnsignale ignoriert, wer aus falsch verstandener Toleranz die Augen vor Realitäten verschließt, der trägt eine Mitverantwortung. Diese Einschätzung ist längst nicht mehr nur Meinung einer redaktionellen Minderheit – sie wird, wie zahlreiche Umfragen belegen, von einem Großteil der deutschen Bevölkerung geteilt.
Was bleibt – und was sich ändern muss
Liana wurde im September 2025 unter großer Anteilnahme in ihrer thüringischen Heimat beigesetzt. Ein Mädchen, das vor Krieg floh und im vermeintlich sicheren Deutschland sterben musste. Wer angesichts solcher Tragödien noch von Einzelfällen spricht, hat den Ernst der Lage entweder nicht verstanden oder will ihn nicht verstehen. Was es braucht, sind eine konsequente Abschiebepraxis, ein funktionierender Rechtsstaat und Politiker, die den Mut haben, unbequeme Wahrheiten auszusprechen – und entsprechend zu handeln. Deutschland braucht endlich wieder eine Politik, die für die eigenen Bürger gemacht ist, nicht gegen sie.
Der Fall Liana K. wird bleiben. Als Mahnung. Als Anklage. Und hoffentlich als Wendepunkt.

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