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Musk gegen Gates: Wer zieht die Fäden hinter der Jagd auf Elon?

Musk gegen Gates: Wer zieht die Fäden hinter der Jagd auf Elon?
Symbolbild: KI-generiert

Elon Musk erhebt schwere Vorwürfe gegen Bill Gates. Kurz vor den US-Zwischenwahlen am 3. November schrieb der Tesla-Chef am Freitag auf X, der Microsoft-Gründer finanziere Leute, die ihn angreifen. Hintergrund sind Pläne führender Demokraten, Musk mit Untersuchungen zu überziehen, sollten sie das Repräsentantenhaus zurückerobern.

Ein Post, eine Behauptung und viele offene Fragen

Ausgelöst hat den Schlagabtausch Katie Miller. Sie war früher für Musks Spar-Behörde DOGE tätig und betreibt inzwischen einen eigenen Podcast. Miller behauptete, die Gates Foundation gehöre zu den großen Sponsoren des Podcasts der Tech-Journalistin Kara Swisher. Musk antwortete prompt:

„No kidding, wow. Gates is funding people who attack me. He still has a massive short position against Tesla.“

Das klingt nach einem Paukenschlag. Belegt ist es aber nicht. Laut dem Bericht, auf den sich die Debatte stützt, fanden sich keine Hinweise auf eine Förderung oder ein Sponsoring durch die Gates Foundation: keine Zuwendung, keine Partnerschaft, keine offengelegte Werbekooperation. Ob die Stiftung Werbeplätze gekauft habe, wie Miller sagt, lasse sich nicht unabhängig überprüfen.

Die alte Wunde: Gates' Tesla-Wette

Ganz aus der Luft gegriffen ist Musks Groll allerdings nicht. Gates hatte Musk 2022 in Textnachrichten bestätigt, dass er seine Leerverkaufsposition gegen Tesla nicht aufgelöst habe. Öffentlich spielte er die Sache herunter. Musk bezifferte die Wette später auf 1,5 bis 2 Milliarden Dollar. Ob Gates sie heute noch hält, ist nicht öffentlich bekannt.

„Ganz oben auf der Liste“: Demokraten wetzen die Messer

Was die Sache brisant macht: Die Drohkulisse ist real. Medienberichten zufolge erwägen ranghohe Demokraten Untersuchungen zu Musks Regierungsaufträgen, zu seiner Zeit an der Spitze von DOGE und zu seinem Umgang mit der militärischen Kommunikation der Ukraine. Der Abgeordnete Greg Meeks forderte, der Kongress müsse eine vollständige Aufstellung des Schadens verlangen, den Musk und DOGE angerichtet hätten. Seine Kollegin Zoe Lofgren sprach von einer erstaunlichen Zahl an Interessenkonflikten.

Senator Adam Schiff will Musk sogar unter Eid vorladen lassen. Es geht um die Drosselung von Starlink in der Ukraine, die Musk laut dem Bericht inzwischen eingeräumt habe.

Swisher selbst hatte zuvor in einem Podcast gesagt, Musk säße unter einer Präsidentin Kamala Harris womöglich bereits im Gefängnis. Auf die Frage nach neuen Ermittlungen meinte sie, Musk stehe ganz oben auf der Liste. Ihr Co-Moderator Scott Galloway sagte für den 4. November „the mother of all subpoenas“ voraus, also die Mutter aller Vorladungen.

Musk schlägt zurück, und zwar hart

Musk antwortete mit dem Satz „Live by the sword, die by the sword“ und kündigte an, er werde herausfinden, wer wirklich die Fäden ziehe, und gegen die Drahtzieher vorgehen, nicht nur gegen ihre „Marionetten“. Swisher erklärt inzwischen, Musk habe ihr gedroht. Sie habe lediglich wiedergegeben, was sie aus demokratischen Kreisen höre.

Als der frühere Arbeitsminister Robert Reich vorschlug, SpaceX und Starlink zu verstaatlichen, konterte Musk: Unternehmen zu stehlen sei ein schweres Verbrechen. Man muss Musk nicht mögen. Doch die Idee, erfolgreiche Privatfirmen einfach zu enteignen, sollte jedem marktwirtschaftlich denkenden Bürger kalte Schauer über den Rücken jagen.

Ermittlungen auf Bestellung?

Pikant ist ein Detail, das Senator Chuck Grassley öffentlich gemacht hat. Bereits im Februar 2025 habe ein FBI-Agent in einer E-Mail angeboten, ein Strafverfahren zu Musks DOGE-Arbeit zu eröffnen und dafür einen Staatsanwalt zu finden. Kritiker sehen darin ein Muster: Erst steht das Ziel fest, dann sucht man den Vorwurf.

Am 3. November fällt die Entscheidung

Musk steckt laut Berichten Hunderte Millionen Dollar in den Versuch, die republikanische Mehrheit im Kongress zu verteidigen. Scheitert er, ĂĽbernehmen die Demokraten mit der Vereidigung des neuen Kongresses am 3. Januar die AusschĂĽsse und damit die Macht, Vorladungen zu verschicken.

Ob Gates tatsächlich im Hintergrund mitmischt, bleibt offen. Klar ist dagegen: In Washington geht es längst nicht mehr nur um Politik. Es geht darum, wer am Ende vor einem Ausschuss sitzt und wer ihn leitet.

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12.08.2026
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