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Kettner Edelmetalle
19.02.2026
07:02 Uhr

Musks Griff nach der Kriegsmaschine: SpaceX und xAI bauen autonome Kampfdrohnen fürs Pentagon

Was nach einem dystopischen Science-Fiction-Szenario klingt, wird zunehmend zur militärischen Realität: Elon Musk, der wohl einflussreichste Unternehmer unserer Zeit, lässt seine Firmen SpaceX und das KI-Unternehmen xAI in einen hochsensiblen Innovationswettbewerb des US-Verteidigungsministeriums einsteigen. Das Ziel? Die Entwicklung autonomer Kampfdrohnen, die in Schwärmen operieren – und das ohne permanente menschliche Kontrolle. Ein Projekt im Wert von rund 100 Millionen Dollar, das die Kriegsführung der Zukunft grundlegend verändern könnte.

Vom Warner zum Waffenentwickler

Die Ironie dieser Entwicklung könnte kaum größer sein. Ausgerechnet Elon Musk, der noch vor wenigen Jahren eindringlich vor den Gefahren unkontrollierter künstlicher Intelligenz warnte und sogar offene Briefe für ein KI-Moratorium mitunterzeichnete, positioniert sich nun als Schlüsselakteur in der autonomen Waffenentwicklung. Man mag sich fragen, ob hier ein Sinneswandel stattgefunden hat – oder ob schlicht die Verlockung milliardenschwerer Rüstungsaufträge stärker wiegt als einst formulierte ethische Bedenken.

Dass Musk mit SpaceX bereits seit Jahren enger Partner des Pentagons ist, überrascht niemanden. Die Raketenfirma transportiert Satelliten für das US-Militär und betreibt mit Starlink ein Kommunikationsnetzwerk, das sich im Ukraine-Krieg als strategisch unverzichtbar erwiesen hat. Doch der Einstieg in die Entwicklung autonomer Kampfdrohnen markiert eine qualitativ völlig neue Dimension dieser Zusammenarbeit.

Drohnenschwärme ohne menschliche Leine

Besonders brisant ist der Aspekt der Autonomie. Die geplanten Drohnenschwärme sollen in der Lage sein, ohne ständige menschliche Kontrolle zu operieren. Das bedeutet im Klartext: Maschinen, angetrieben von künstlicher Intelligenz, treffen auf dem Schlachtfeld eigenständig Entscheidungen. Wer schießt? Wer wird zum Ziel? Und wer trägt die Verantwortung, wenn etwas schiefgeht? Diese Fragen sind keineswegs akademischer Natur – sie werden in naher Zukunft über Leben und Tod entscheiden.

Die Integration von xAI, Musks eigenem KI-Unternehmen, in dieses Projekt unterstreicht den technologischen Anspruch. Hier geht es nicht um simple Fernsteuerungsdrohnen, wie sie bereits massenhaft in der Ukraine zum Einsatz kommen. Es geht um eine neue Generation intelligenter Waffensysteme, die selbstständig lernen, sich anpassen und koordiniert agieren.

Geopolitische Dimension nicht zu unterschätzen

Für Europa – und insbesondere für Deutschland – sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Während die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen beschließt, das zu großen Teilen in marode Infrastruktur und ideologisch motivierte Klimaprojekte fließen dürfte, investieren die USA massiv in die Kriegstechnologie der Zukunft. Die technologische Kluft zwischen den Vereinigten Staaten und Europa droht sich weiter zu vertiefen – mit gravierenden Konsequenzen für die europäische Sicherheitsarchitektur.

Donald Trump, der seit Januar 2025 wieder im Weißen Haus sitzt, hat die Modernisierung des US-Militärs zu einer seiner obersten Prioritäten erklärt. Dass ausgerechnet Musk – zeitweise sein engster Berater in Technologiefragen – nun an vorderster Front der militärischen KI-Entwicklung steht, verdeutlicht die enge Verflechtung von Politik, Technologie und Rüstungsindustrie in den Vereinigten Staaten.

Ein gefährliches Spiel mit ungewissem Ausgang

Die Konzentration derart weitreichender militärischer Technologieentwicklung in den Händen eines einzelnen Unternehmers wirft fundamentale Fragen auf. Musk kontrolliert bereits die wichtigste Weltrauminfrastruktur der westlichen Welt, ein globales Satellitenkommunikationsnetz und eine der einflussreichsten Social-Media-Plattformen. Kommt nun noch die Kontrolle über autonome Waffensysteme hinzu, entsteht eine Machtkonzentration, die in der Geschichte der modernen Demokratien ihresgleichen sucht.

Eines steht fest: Die Büchse der Pandora ist geöffnet. Autonome Kampfdrohnen werden kommen – ob mit oder ohne ethische Leitplanken. Die Frage ist nur, wer die Regeln schreibt. Und ob überhaupt noch jemand bereit ist, sie einzuhalten.

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