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Kettner Edelmetalle
07.08.2026
20:31 Uhr
KI-generiert

Nackt am Brandenburger Tor: Wie Berlin den letzten Rest Anstand über Bord wirft

Nackt am Brandenburger Tor: Wie Berlin den letzten Rest Anstand über Bord wirft
Symbolbild: KI-generiert

Es gibt Bilder, die brennen sich ins kollektive Gedächtnis einer Nation. Der Fall der Mauer war so eines. Am kommenden Sonntag könnte Berlin ein anderes liefern: rund eintausend vollständig entkleidete Radfahrer, die über 33 Kilometer durch die Hauptstadt strampeln – vorbei am Brandenburger Tor, vorbei am Reichstagsgebäude. Dort also, wo Geschichte geschrieben wurde, wird nun in aller Öffentlichkeit blankgezogen. Und das Ganze firmiert allen Ernstes unter dem Etikett „familienfreundlich".

Wenn Nacktheit zur politischen Botschaft erklärt wird

Verantwortlich zeichnet eine Gruppierung, die sich selbst als Taunus-nackt-Mountainbike-Gruppe bezeichnet. In ihrem Aufruf zum sogenannten „World Naked Bike Ride" heißt es, man wolle gemeinsam zeigen, dass unterschiedliche Lebensweisen selbstverständlich zur Gesellschaft gehörten und dass Offenheit sowie Rücksicht Hand in Hand gehen könnten. Man reibt sich die Augen. Rücksicht? Auf wen genau? Ein Kommentator brachte es treffend auf den Punkt: Zur viel beschworenen Rücksichtnahme gehöre eigentlich, dass man den Passanten den Anblick der Entblößten ersparen würde.

Die Veranstalter selbst scheinen zu ahnen, dass ihr Auftritt nicht bei jedem Bürger auf Begeisterung stoßen dürfte. Deshalb rufen sie ihre Teilnehmer dazu auf, sich respektvoll zu verhalten und nicht auf Provokationen einzugehen. Man wolle als Naturisten verstanden werden, als offene Menschen, die sich und andere annähmen, wie sie seien. Die Nacktheit, so die Selbstdeutung, zeige die Bereitschaft, dem Gegenüber in reiner, wahrer Erscheinung entgegenzutreten.

Bitte helft mit, dass der World Naked Bike Ride für alle Teilnehmenden sowie Zuschauenden als respektvolle, familienfreundliche und politische Veranstaltung wahrgenommen wird.

Das Feigenblatt der Regelwerke

Um dem Ganzen einen seriösen Anstrich zu verpassen, hat man sich ein Regelwerk verordnet: Sichtbar präsentierter Intimschmuck, Fetisch-Utensilien und vergleichbare Accessoires seien untersagt. Mit sexueller Selbstdarstellung wolle man ausdrücklich nicht in Verbindung gebracht werden. Bemerkenswert nur, dass auf der Internetseite parallel T-Shirts und Kappen im Regenbogen-Design zum Verkauf angeboten werden. Die angeblich unpolitische Nacktheit trägt also doch ein sehr eindeutiges Banner – jedenfalls dann, wenn überhaupt etwas getragen wird.

Die Behörden schweigen beharrlich

Besonders aufschlussreich ist die Rolle der Ordnungsmacht. Die Berliner Polizei habe, so heißt es unter Berufung auf den Hessischen Rundfunk, bereits bei der ersten Veranstaltung dieser Art die vollständige Nacktheit offiziell und ohne jede Einschränkung genehmigt. Auf Nachfragen, warum hier nicht der Tatbestand der Erregung öffentlichen Ärgernisses greife, wie der Kinderschutz gewährleistet werde und ob überhaupt eine Altersgrenze existiere, gab es aus der Pressestelle – nichts. Kein Wort. Schweigen im Amt.

Man stelle sich einmal vor, eine konservative Vereinigung würde eine Demonstration anmelden, bei der auch nur ansatzweise vergleichbare rechtliche Fragen im Raum stünden. Die Genehmigung käme vermutlich nie, dafür aber ein Verfassungsschutzbericht. Hier hingegen: grünes Licht, keine Auflagen, keine Antworten. Wer die Gunst der Stunde und den Zeitgeist auf seiner Seite hat, genießt in diesem Land offenbar eine Narrenfreiheit, von der andere nur träumen können.

Ein Sittenbild der Republik

Das eigentlich Erschütternde an dieser Episode ist nicht die Nacktheit an sich. Freikörperkultur gab es in Deutschland schon vor Jahrzehnten, und niemand muss deswegen in Ohnmacht fallen. Erschütternd ist die Verlogenheit der Verpackung. Eine Massenveranstaltung, bei der tausend nackte Menschen durch die Innenstadt fahren, als „familienfreundlich" zu deklarieren, ist eine sprachliche Zumutung. Familienfreundlich wären Spielplätze, die nicht verwahrlosen. Familienfreundlich wäre eine Steuerpolitik, die Eltern nicht bestraft. Familienfreundlich wären sichere Straßen. Nichts davon liefert dieses Land derzeit ab.

Und noch etwas fällt auf: Das alles geschieht unter einer Bundesregierung, deren Kanzler Friedrich Merz einst mit dem Versprechen antrat, dem konservativen Bürger wieder eine Stimme zu geben – und in einem Bundesland, das ebenfalls von der Union geführt wird. Wer sich fragt, warum die Union in Umfragen Rekordtiefs erreicht, während die politischen Ränder wachsen, findet hier eine Antwort. Es sind nicht die großen Skandale, es sind die tausend kleinen Kapitulationen vor einem Zeitgeist, den man einst zu bekämpfen versprach.

Der Bürger als stiller Zuschauer

Die Reaktionen aus der Bevölkerung sprechen Bände. Von Scham ist die Rede, von einem Land, das sich lächerlich mache, vom ehemaligen Volk der Dichter und Denker, über das nun die Welt lache. Andere fragen schlicht, ob es den Straftatbestand der Erregung öffentlichen Ärgernisses eigentlich noch gebe. Diese Stimmen sind kein Randphänomen von notorischen Nörglern. Sie spiegeln ein weit verbreitetes Gefühl wider, dass in diesem Land die Prioritäten gründlich durcheinandergeraten sind.

Während in Deutschland die Kriminalität Rekordwerte erreicht, während Messerattacken zum traurigen Alltag gehören und Polizeikräfte an allen Ecken fehlen, werden Beamte am Sonntag eine Nacktradler-Parade begleiten. Man könnte darüber lachen, wäre es nicht so bitter.

Was bleibt

Am Ende steht die Frage, welches Bild eine Gesellschaft von sich selbst zeichnet. Berlin wählt offenbar das der entblößten Beliebigkeit. Ein Staat, der nicht mehr definieren kann oder will, wo öffentlicher Anstand beginnt und endet, hat ein Autoritätsproblem, das weit über Fahrräder und Textilien hinausreicht. Denn wer die kleinen Regeln nicht mehr durchsetzt, verliert irgendwann auch die Kraft für die großen.

Die Redaktion ist überzeugt: Es braucht in diesem Land wieder eine Politik, die traditionelle Werte nicht als museale Altlast betrachtet, sondern als Fundament. Familie, Anstand, Verlässlichkeit – das sind keine Schimpfwörter. Es sind die Grundlagen einer funktionierenden Gemeinschaft. Und mit dieser Auffassung dürfte unsere Redaktion nicht alleine dastehen, sondern die Empfindungen eines erheblichen Teils der deutschen Bevölkerung teilen, der sich längst fragt, in welchem Land er eigentlich aufgewacht ist.

Wer angesichts solcher gesellschaftlicher Verwerfungen und einer Politik der ausufernden Schulden nach Beständigkeit sucht, findet sie erfahrungsgemäß dort, wo kein Zeitgeist etwas ausrichten kann: in physischen Edelmetallen wie Gold und Silber. Sie diskutieren nicht mit, sie demonstrieren nicht – sie bewahren schlicht Werte über Generationen hinweg und gehören daher als solides Fundament in jedes breit gestreute Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die geäußerten Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Ebenso erbringen wir keine Rechts- oder Steuerberatung; für entsprechende Fragen wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Rechtsanwalt oder Steuerberater.

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