
OECD-Ohrfeige für Deutschland: Wirtschaftsstandort versinkt in Bürokratie und Steuerlast
Es ist ein vernichtendes Zeugnis, das die Industriestaaten-Organisation OECD dem einstigen Wirtschaftswunderland ausstellt. In ihrem am Donnerstag veröffentlichten Bericht „Grundlagen für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit 2026" diagnostiziert die Organisation strukturelle Schwächen, die das deutsche Wirtschaftswachstum massiv hemmen. Lahmende Produktivität, erdrückende Bürokratie, schwache Investitionen und ein sich verschärfender Fachkräftemangel – die Liste der Missstände liest sich wie ein Abgesang auf den Standort Deutschland.
Vom Exportweltmeister zum kranken Mann Europas
Nach einem Jahrzehnt starken, exportgetriebenen Wachstums habe die deutsche Wirtschaft durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg massiv an Kraft verloren, konstatiert die OECD. Doch wer ehrlich ist, weiß: Die Krisen haben lediglich offengelegt, was jahrelange politische Versäumnisse angerichtet haben. Komplexe und langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren hätten zu einem gewaltigen Investitionsstau bei Energie-, Digital- und Verkehrsinfrastruktur geführt. Besonders die Kommunen, die für den Großteil der öffentlichen Investitionen zuständig seien, litten unter chronischer Finanznot und fehlenden Verwaltungskapazitäten. Die Digitalisierung der Verwaltung? Ein Trauerspiel. Deutschland, das Land der Ingenieure und Tüftler, schafft es nicht einmal, seine Behörden ins 21. Jahrhundert zu befördern.
Steuerlast auf Rekordniveau – und die OECD greift das Ehegatten-Splitting an
Besonders brisant ist die Kritik am deutschen Steuersystem. Steuern und Abgaben auf Arbeit seien im OECD-Vergleich mit am höchsten, was die Anreize zur Arbeitsaufnahme massiv verringere. Soweit kann man der Analyse durchaus folgen. Doch dann wird es ideologisch: Die OECD fordert allen Ernstes die Abschaffung des Ehegatten-Splittings und begründet dies damit, dass sich für Zweitverdiener – meist Frauen – eine Ausweitung der Arbeitszeit kaum lohne.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. Statt die erdrückende Gesamtsteuerlast zu senken, soll ausgerechnet jenes Instrument abgeschafft werden, das die Ehe als Grundpfeiler der Gesellschaft steuerlich anerkennt und schützt. Das Ehegatten-Splitting ist kein Relikt vergangener Zeiten – es ist Ausdruck einer verfassungsrechtlich verankerten Wertentscheidung zugunsten der Familie. Artikel 6 des Grundgesetzes stellt Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung. Wer das Splitting abschaffen will, greift damit letztlich die Familie als Institution an.
Die wahre Ursache der Misere wird verschwiegen
Was die OECD ebenfalls fordert: Die „großzügigen Anreize für eine Frühverrentung" sollten auslaufen. Auch hier zeigt sich ein bedenklicher Trend. Statt die Menschen zu entlasten, die ein Leben lang in die Sozialkassen eingezahlt haben, sollen sie noch länger arbeiten. Gleichzeitig lobt die Organisation die erleichterte Zuwanderung von Fachkräften und die Bürgergeld-Reform – jene Reform wohlgemerkt, die massive Fehlanreize gesetzt hat und von der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz zu Recht kritisch hinterfragt wird.
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute hatten bereits gewarnt: Ohne tiefgreifende Strukturreformen werde sich Deutschland mittelfristig an ein Nullwachstum gewöhnen müssen. Die Alterung der Gesellschaft, fehlende Arbeitskräfte und stagnierende Produktivitätszuwächse bildeten einen toxischen Cocktail, der den Wohlstand der Nation bedrohe.
500 Milliarden Schulden statt echter Reformen
Und was tut die neue Große Koalition? Statt mutig Bürokratie abzubauen, Steuern zu senken und den Standort wirklich zu entfesseln, hat man ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen aufgelegt – auf Pump, versteht sich. Friedrich Merz hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Dieses Versprechen ist bereits Geschichte. Die Zeche werden kommende Generationen zahlen, durch höhere Steuern und Abgaben, die die ohnehin schon erdrückende Last weiter steigern werden.
Die OECD empfiehlt, Planungsverfahren zu straffen, die Kapazitäten der Kommunen zu stärken und Vorschriften zu vereinheitlichen. Außerdem sollten die Befugnisse des Bundeskartellamts ausgeweitet und Marktzutrittsschranken – etwa im Handwerk – gesenkt werden. Alles richtig und wichtig. Doch solange die Politik nicht den Mut aufbringt, die Steuerlast insgesamt drastisch zu senken, die Bürokratie radikal zu entschlacken und gleichzeitig bewährte Institutionen wie das Ehegatten-Splitting zu bewahren, wird Deutschland weiter an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und einer Politik, die offenbar mehr an ideologischen Experimenten als an echten Reformen interessiert ist, erscheint es umso wichtiger, das eigene Vermögen klug abzusichern. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn Währungen durch Schuldenorgien entwertet werden und politische Entscheidungsträger den Kompass verloren haben.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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