
Öffentlich-rechtliche Bildmanipulation: ARD inszeniert Merkel-Applaus für Merz – der nie stattfand
Man könnte meinen, die öffentlich-rechtlichen Sender hätten aus ihren zahllosen Skandalen der vergangenen Jahre gelernt. Doch weit gefehlt. Was sich am vergangenen Sonntag im „Bericht aus Berlin" abspielte, liest sich wie ein Lehrstück in Sachen medialer Manipulation – und wirft einmal mehr die Frage auf, wofür der deutsche Bürger eigentlich seine 18,36 Euro monatlich an Rundfunkgebühren bezahlt.
Die inszenierte Versöhnung, die keine war
Die Fakten sind so simpel wie entlarvend: Beim CDU-Parteitag in Stuttgart wurde Friedrich Merz mit rund 91 Prozent der Stimmen als Parteivorsitzender bestätigt. Ein durchaus beachtliches Ergebnis. Die ARD nutzte diesen Moment, um in ihrem Sonntagsmagazin eine geradezu rührende Szene zu konstruieren. Während die Sprecherin aus dem Off von einem „ganz besonderen Moment" schwärmte, zeigte die Kamera in Zeitlupe Altkanzlerin Angela Merkel – klatschend, scheinbar ergriffen vom Wahlergebnis ihres Nachfolgers.
Das Problem? Merkel befand sich zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr im Saal. Die Aufnahmen stammten von einem früheren Zeitpunkt des Tages, aufgenommen nach einer Rede von Merz. Die Wahl selbst hatte sich wegen technischer Probleme verzögert, und die Altkanzlerin hatte sich bereits verabschiedet. Ihre tatsächliche Gratulation an Merz erfolgte – man halte sich fest – per SMS. So viel zur großen Versöhnungsgeste.
Erst nach öffentlichem Druck: Die halbherzige Korrektur
Dass der Fehler überhaupt ans Licht kam, ist nicht etwa der Selbstkontrolle des Senders zu verdanken. Erst nachdem der Medienjournalist Stefan Niggemeier den Vorfall auf der Plattform X öffentlich machte, reagierte die ARD. Der Beitrag wurde in der Mediathek durch eine korrigierte Fassung ersetzt, versehen mit einem kleinlauten Hinweis, man bitte den Fehler zu entschuldigen.
Eine Sprecherin des ARD-Hauptstadtstudios erklärte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, das Bildmaterial sei zwar „echt" gewesen, habe jedoch einen „falschen Eindruck vom Zeitpunkt des Applauses" vermittelt. Eine bemerkenswerte Formulierung. Denn genau darum geht es ja: Ein echtes Bild wird in einen falschen Kontext gesetzt – und erzeugt damit eine Erzählung, die mit der Realität nichts zu tun hat. Ist das nicht die Essenz von Manipulation?
Besonders pikant: Bei einer Wiederholung auf Tagesschau24 am selben Sonntagabend lief zunächst erneut die unkorrigierte Fassung. Von Transparenz und Sorgfalt kann also kaum die Rede sein.
Kein Einzelfall, sondern System
Der Vorfall reiht sich nahtlos ein in eine Serie redaktioneller Verfehlungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Erst wenige Tage zuvor hatte das ZDF im „heute journal" KI-generierte Bilder in einem Beitrag über Abschiebungen der US-Einwanderungsbehörde ICE verwendet – ohne diese als künstlich erzeugt zu kennzeichnen. Die verantwortliche Korrespondentin wurde daraufhin mit sofortiger Wirkung abberufen. Immerhin eine Konsequenz, die bei der ARD bislang ausgeblieben ist.
Wer diese Vorfälle als bedauerliche Einzelfälle abtut, verkennt das strukturelle Problem. Die öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland genießen eine durch Zwangsgebühren finanzierte Sonderstellung, die ihnen eigentlich eine besondere Verpflichtung zur Wahrhaftigkeit auferlegt. Doch statt dieser Verantwortung gerecht zu werden, häufen sich die Fälle, in denen Bilder manipuliert, Kontexte verdreht und Narrative konstruiert werden, die mit der Wirklichkeit wenig gemein haben.
Die Frage nach den Konsequenzen
Was bleibt, ist die bittere Erkenntnis, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk seinen eigenen Auftrag zunehmend verfehlt. Statt unabhängiger, faktenbasierter Berichterstattung liefern ARD und ZDF immer häufiger inszenierte Wirklichkeit. Und während bei privaten Medien solche Verfehlungen existenzbedrohend wären, können sich die Gebührensender auf ihr finanzielles Polster verlassen – bezahlt vom Bürger, ob er will oder nicht.
Die entscheidende Frage lautet nicht, ob es sich um einen „Fehler" oder bewusste Manipulation handelte. Die entscheidende Frage ist: Warum gibt es keine personellen Konsequenzen? Warum dürfen Redakteure, die solche „Fehler" produzieren, am nächsten Tag weitermachen, als wäre nichts geschehen? Und warum akzeptiert die deutsche Öffentlichkeit diesen Zustand immer noch mit einem Achselzucken?
Es wäre an der Zeit, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz die längst überfällige Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks endlich anpackt. Denn ein System, das sich mit Milliarden an Steuergeldern finanziert und dabei wiederholt die Grundprinzipien seriöser Berichterstattung verletzt, hat seine Daseinsberechtigung in der jetzigen Form verwirkt. Der deutsche Bürger verdient Medien, die informieren – nicht solche, die inszenieren.
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