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08:41 Uhr

EU-Parlamentarier: Eigene Bezüge vor wichtigen Themen!

Die Budgetverhandlungen 2024 des EU-Parlaments beginnen mit einer pikanten Priorisierung: EU-Parlamentarier sprechen zunächst über die Erhöhung der eigenen Bezüge, bevor sie sich den anderen wichtigen Themen wie Sozialausgaben und Wirtschaftsförderung widmen. Dabei wird die Höhe der eigenen Einkünfte geheim gehalten. Die „Weltwoche“ berichtet, dass das aktuelle Durchschnittsgehalt von EU-Parlamentariern bei knapp 320.000 Euro jährlich liegt!

Transparenz? Fehlanzeige!

Die eigenen Bezüge der EU-Parlamentarier sind nicht Teil der Transparenzbemühungen des Parlaments. Somit bleibt die Öffentlichkeit weitestgehend im Dunkeln über die genauen Einkünfte der Abgeordneten. Laut Berechnungen der „Weltwoche“ beträgt das aktuelle Durchschnittsgehalt eines EU-Parlamentariers knapp 320.000 Euro jährlich, wobei gerade einmal ein Drittel davon das Grundgehalt ausmacht.

Exorbitante Gehaltserhöhungen in der Vergangenheit

In den vergangenen Jahren haben sich die Abgeordneten in Straßburg ein Plus von mehr als 62.000 Euro gegönnt. Diese Zugabe ist höher als der Durchschnittslohn (brutto) der EU-Bürger. Zum Grundsalär von derzeit rund 117.000 Euro kommen noch ebenso hohe Reisekosten sowie Spesen, Rentenversicherungsbeiträge und etliche kleinere Posten hinzu.

Vergleich zu Durchschnittsgehältern in den EU-Staaten

Die fast 320.000 Euro, die EU-Parlamentarier im Durchschnitt verdienen, stellen im Vergleich zu den Durchschnittsgehältern in den EU-Staaten enorme Unterschiede dar. So entsprechen die Bezüge der EU-Parlamentarier dem Fünffachen eines Durchschnittslohns in Österreich und sogar dem 25fachen in Bulgarien. Solche Zahlen werfen Fragen nach der Verhältnismäßigkeit und der Gerechtigkeit der Gehaltsstrukturen innerhalb der Europäischen Union auf.

Kritik an der Priorisierung eigener Bezüge

Die Tatsache, dass die EU-Parlamentarier zuerst über die Erhöhung der eigenen Bezüge sprechen, bevor sie sich anderen wichtigen Themen wie Sozialausgaben und Wirtschaftsförderung widmen, ist nicht nur ein schlechtes Signal an die europäische Bevölkerung, sondern wirft auch Zweifel an den Prioritäten der Abgeordneten auf. In einer Zeit, in der viele EU-Bürger mit den Folgen der COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen haben, sollte das Wohl der Bürger im Fokus der Abgeordneten stehen.

Forderungen nach mehr Transparenz und Verantwortung

Angesichts der immensen Gehälter und der mangelnden Transparenz in Bezug auf die Bezüge der EU-Parlamentarier werden Forderungen nach mehr Offenheit und Rechenschaft in dieser Angelegenheit laut. Die europäische Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, wie ihre gewählten Vertreter entlohnt werden, und inwieweit diese Bezüge angemessen sind. Es bleibt abzuwarten, ob die EU-Parlamentarier diese berechtigten Forderungen ernst nehmen und entsprechende Maßnahmen ergreifen werden.

Zusammenfassung

Die EU-Parlamentarier sprechen in den Budgetverhandlungen 2024 zuerst über die Erhöhung der eigenen Bezüge, bevor sie sich Themen wie Sozialausgaben und Wirtschaftsförderung widmen. Dabei werden die eigenen Einkünfte geheim gehalten und stehen nicht im Fokus der Transparenzbemühungen des Parlaments. Die „Weltwoche“ berichtet, dass das Durchschnittsgehalt der EU-Parlamentarier bei knapp 320.000 Euro liegt. Die Priorisierung der eigenen Bezüge stößt auf Kritik und Forderungen nach mehr Transparenz und Verantwortung in dieser Angelegenheit.

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