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Ökonom Sinn schlägt Alarm: Deutschlands Wohlstand schmilzt dahin!

Ökonom Sinn schlägt Alarm: Deutschlands Wohlstand schmilzt dahin!
Symbolbild: KI-generiert

Er gilt als einer der profiliertesten Ökonomen der Republik, und seine jüngste Diagnose klingt wie ein Weckruf. Hans-Werner Sinn, von 1999 bis 2016 Präsident des Münchner ifo Instituts, sagt den Deutschen harte Jahre voraus. Im Podcast des Journalisten Paul Ronzheimer kündigte der 78-Jährige einen massiven Wohlstandsverlust an.

„Der Lebensstandard in Deutschland wird sich sehr, sehr deutlich verringern in den kommenden Jahren.“

Der Satz sitzt. Gerade weil er nicht von einem Krawallmacher stammt, sondern von einem emeritierten LMU-Professor, der für nüchterne Zahlen bekannt ist. Wenn so jemand das „sehr“ verdoppelt, sollte man in Berlin hellhörig werden.

Wachstum auf Pump statt echter Wende

Der Mittelstand bilde noch ein tragfähiges Fundament, räumt Sinn ein. Insgesamt sei er aber „ziemlich pessimistisch“. Als Gründe nennt er hohe Energiepreise, zu wenige Geburten, den Ukraine-Krieg und eine aus seiner Sicht überzogene Umweltregulierung. In der ganzen Welt sei die Sorge groß, was mit Deutschland und Europa passiere.

Besonders hart urteilt der Ökonom über das Wachstum, das Kanzler Friedrich Merz in Aussicht stellt. Medienberichten zufolge geht es um rund 1,3 Prozent. Das sei „kein strukturelles Wachstum“, sondern vor allem schuldenfinanziert. Sinn warnt: „Wenn dieser Weg gegangen wird, dann ist es auch ziemlich vorbei mit der deutschen Bonität.“

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Merz hatte im Wahlkampf solide Finanzen versprochen. Heute stehen ein 500-Milliarden-Sondervermögen und eine für Rüstungsausgaben gelockerte Schuldenbremse in den Büchern. Das Top-Rating, über Jahrzehnte Deutschlands Gütesiegel, ist kein Naturgesetz.

„Mangelverwaltung“: das vernichtende Urteil

Auch die Reformen der schwarz-roten Koalition bei Rente, Arbeitsmarkt und Steuern hält Sinn für unzureichend. Sie würden nur „im Sinne der Mangelverwaltung“ helfen: „Es ist weniger da, man muss das irgendwie aufteilen.“ Nach Aufbruch klingt das nicht. Eher danach, dass ein schrumpfender Kuchen neu verteilt wird.

Brüssel im Visier

Noch schärfer fällt seine Kritik an der EU aus. Die CO₂-Flottenregulierung mache „letztlich die Automobilindustrie kaputt“, sie sei „ein Anschlag auf das Herz unserer Industrie“. Seit 2018 sei die deutsche Autoproduktion nach seinen Angaben um 23 bis 24 Prozent geschrumpft. Lieferkettenregeln und Berichtspflichten? „Das ist des Teufels. Das gehört abgeschafft.“

Auch Washington bekommt sein Fett weg. Laut Medienberichten nennt Sinn die Zollpolitik von Donald Trump eine „Erpressung“, weil sie Firmen zur Verlagerung in die USA dränge. Dass Audi dort ein Werk plant, kommentiert er trocken: „Hier in Europa wird's halt nichts mehr.“

Fünf Rezepte für den Kanzler

Ganz ohne Hoffnung lässt der Ökonom seine Zuhörer nicht zurück. Berichten zufolge nennt er fünf Hebel:

  • CO₂-Flottenregulierung ändern, stattdessen einheitliche Emissionszertifikate
  • Die Rentenreform eng nach den Empfehlungen der Rentenkommission umsetzen
  • Mehr Geld für Schulen und höhere Lehrergehälter
  • Beschleunigte Abschreibungen nach dem Vorbild der Reagan-Steuerreform von 1981
  • Kindererziehung in der Rente stärker anrechnen: „Ohne Mütter keine Rente.“

Und was heißt das für die Bürger?

Ob die Regierung zuhört, ist offen. Für Sparer ist Sinns Botschaft unbequem. Kauft sich ein Staat Wachstum auf Pump und gerät seine Bonität ins Wanken, zahlen am Ende meist die Bürger: über Steuern, Abgaben und schwindende Kaufkraft. Physisches Gold und Silber haben sich in solchen Phasen historisch als Vermögensanker bewährt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie eine sinnvolle Ergänzung sein.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser muss selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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