
Ölpreis vor dem nächsten Schub: Goldman Sachs warnt vor drastischem Preisanstieg
Während die Bundesbürger ohnehin schon unter explodierenden Energiekosten ächzen, zeichnet sich am Horizont die nächste Hiobsbotschaft ab. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Prognose für den durchschnittlichen Preis der Rohölsorte Brent im Jahr 2026 massiv nach oben korrigiert – von 77 auf satte 85 Dollar je Barrel. Auch für die amerikanische Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) rechnen die Analysten nun mit 79 statt zuvor 72 Dollar. Ein Anstieg, der sich unweigerlich an den Zapfsäulen und Heizkostenabrechnungen der deutschen Verbraucher bemerkbar machen dürfte.
Die Straße von Hormuz als Nadelöhr der Weltwirtschaft
Der Grund für die düstere Prognose ist so alt wie geopolitisch brisant: die anhaltende Krise im Nahen Osten. Die Straße von Hormuz, jene schmale Meerenge zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel, durch die täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt, ist einmal mehr zum Dreh- und Angelpunkt der globalen Energieversorgung geworden. Goldman Sachs warnt explizit: Sollten die Lieferungen durch diese strategisch entscheidende Wasserstraße bis Mitte April bei lediglich fünf Prozent des üblichen Volumens verharren, sei mit einem anhaltenden Preisanstieg zu rechnen. Erst wenn der Markt nicht mehr von einer längeren Unterbrechung ausgehe, dürfte sich die Lage entspannen.
Man muss kein Geostratege sein, um zu erkennen, was das bedeutet. Die jüngste Eskalation zwischen Israel und dem Iran – mit israelischen Angriffen auf iranische Atomanlagen und iranischen Vergeltungsschlägen – hat die ohnehin fragile Sicherheitslage in der Region auf ein neues Spannungsniveau katapultiert. Und Europa? Europa schaut zu. Wieder einmal.
Europas selbstverschuldete Energieabhängigkeit
Was diese Entwicklung besonders bitter macht, ist die Tatsache, dass Europa seine Verwundbarkeit in weiten Teilen selbst zu verantworten hat. Jahrelang wurde unter dem Deckmantel der Klimapolitik die heimische Energieinfrastruktur zurückgebaut, wurden Pipelines politisch torpediert und wurde eine ideologisch motivierte Energiewende vorangetrieben, die Deutschland zum Spielball internationaler Rohstoffmärkte gemacht hat. Die vorhandene Pipelinestruktur für Öl und Gas aus Russland – man mag zu Moskau stehen, wie man will – hätte zumindest eine gewisse Diversifizierung und Versorgungssicherheit geboten. Stattdessen hat man sich sehenden Auges in eine noch größere Abhängigkeit vom volatilen Nahen Osten manövriert.
Die Rechnung dafür zahlt, wie immer, der kleine Mann. Schon jetzt liegen die Spritpreise an deutschen Tankstellen bei über zwei Euro pro Liter. Sollte sich die Goldman-Sachs-Prognose bewahrheiten, dürften diese Preise weiter klettern – mit verheerenden Folgen für Pendler, Spediteure und letztlich für die gesamte deutsche Wirtschaft, die ohnehin am Tropf hängt.
Inflation als schleichende Enteignung
Steigende Ölpreise wirken wie ein Brandbeschleuniger für die Inflation. Sie verteuern nicht nur Benzin und Heizöl, sondern treiben über höhere Transportkosten die Preise in praktisch allen Wirtschaftsbereichen nach oben – von Lebensmitteln bis zu Industriegütern. In einer Zeit, in der die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen aufnimmt und damit die Staatsverschuldung auf ein historisches Niveau treibt, ist das eine toxische Kombination. Die Kaufkraft der Bürger schmilzt dahin wie Schnee in der Frühlingssonne.
Wer in solchen Zeiten sein Vermögen schützen will, sollte über physische Edelmetalle als Beimischung im Portfolio nachdenken. Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Inflationsschutz und Krisenwährung bewährt – ganz im Gegensatz zu Papiergeld, das von Zentralbanken nach Belieben vermehrt werden kann. In einer Welt, in der geopolitische Krisen den Ölpreis über Nacht um zweistellige Prozentsätze in die Höhe treiben können, bieten Edelmetalle jene Stabilität, die Fiat-Währungen längst verloren haben.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor jeder Anlageentscheidung einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.
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