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06.05.2026
19:59 Uhr

Olympia-Träume in Berlin: Wenn der Senat mit Milliarden jongliert und die Wahrheit verschweigt

Olympia-Träume in Berlin: Wenn der Senat mit Milliarden jongliert und die Wahrheit verschweigt

Es ist ein bekanntes Schauspiel deutscher Politik: Großspurige Visionen werden präsentiert, doch sobald es um die nüchterne Frage nach den tatsächlichen Kosten geht, wird gemauert, geschönt und vertröstet. Die jüngste Olympia-Bewerbung der Hauptstadt Berlin reiht sich nahtlos in dieses traurige Muster ein. Der Sportökonom Norbert Schütte vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Mainz hat das Finanzkonzept des Berliner Senats nun gründlich auseinandergenommen – und seine Kritik wiegt schwer.

Vollmundige Versprechen ohne belastbare Zahlen

Schütte bringt es gegenüber dem „Tagesspiegel" auf den Punkt: Es werde behauptet, Berlin könne die Spiele stemmen, doch belegt werde diese Behauptung mit nichts. Keine konkreten Zahlen, keine transparente Aufschlüsselung, keine ehrliche Risikobetrachtung. Stattdessen ein Konzept, das nach Auffassung des Wissenschaftlers vor allem eines tut: die wahren Kosten verschleiern. Wer Berlins marode Infrastruktur kennt, dürfte kaum überrascht sein. Eine Stadt, in der jahrelang ein Flughafen zum internationalen Gespött geriet, will nun also die größte Sportveranstaltung der Welt ausrichten – und zwar wahlweise 2036, 2040 oder 2044.

Drei Töpfe, ein Problem

Der Senat unterscheidet bei seiner Kalkulation zwischen Durchführungskosten, Investitionskosten und öffentlichen Dienstleistungen. Die Durchführungskosten werden mit 4,82 Milliarden Euro veranschlagt und sollen vollständig durch Tickets, Sponsoring und Vermarktungserlöse gedeckt werden. Ein Verweis auf Paris 2024, wo das Organisationskomitee einen Überschuss von 76 Millionen Euro vermeldete, soll diese Hoffnung untermauern.

Doch es ist gerade der zweite Posten, an dem sich Schüttes Kritik entzündet: 1,59 Milliarden Euro will der Senat in die Infrastruktur stecken, etwa eine halbe Milliarde davon in den Verkehr, 227 Millionen Euro in den Ausbau der Wettkampfstätten. Dazu zählt auch der Umbau des Sommerbads im Olympiapark, dessen Becken erweitert und mit einem Dach versehen werden soll. Schütte hält diese Summe für deutlich zu niedrig angesetzt – und verweist mahnend auf die aktuelle politische Lage, in der mit erheblichen inflationären Schüben zu rechnen sei. Wer die Kostenexplosionen bei deutschen Großprojekten der vergangenen Jahre Revue passieren lässt – vom BER über Stuttgart 21 bis zur Elbphilharmonie – weiß, dass solche Warnungen kein akademisches Geplänkel sind.

Der dunkle Fleck im Finanzkonzept

Besonders pikant wird es beim dritten Kostenblock: den öffentlichen Dienstleistungen, also Sicherheit und Verwaltung. Hier liefert der Senat schlicht – nichts. Keine Zahlen, keine Schätzungen, lediglich der nebulöse Hinweis, diese Kosten hingen von der konkreten Ausgestaltung der Spiele ab und ließen sich erst im weiteren Planungsprozess festlegen. Eine bequeme Ausrede, um unbequeme Wahrheiten vor dem Steuerzahler zu verbergen.

Wie hoch diese Posten tatsächlich ausfallen können, zeigt erneut der Blick nach Paris: Allein die Sicherheitsmaßnahmen verschlangen dort laut französischem Rechnungshof 1,4 Milliarden Euro. Und das in einer Stadt, die nicht in jenem migrationspolitischen Dauerausnahmezustand lebt, der mittlerweile in vielen deutschen Großstädten zur traurigen Normalität geworden ist. Wer angesichts der Sicherheitslage in Berlin glaubt, mit weniger auszukommen, betreibt ein gefährliches Wunschdenken auf Kosten der Bürger.

Wer am Ende die Zeche zahlt

Die Sache hat einen bitteren Beigeschmack. Während der Bund mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen jongliert, das die kommenden Generationen über Jahrzehnte hinweg belasten wird, stellt sich Berlin nun in die Reihe jener Begehrlichkeiten, die am Ende immer derselbe trägt: der Steuerzahler. Olympische Spiele werden weltweit nahezu ohne Ausnahme teurer als geplant. Studien zur Kostenüberschreitung bei Olympia sind in der Sportökonomie nahezu ein eigener Forschungszweig geworden. Dass ausgerechnet Berlin – eine Stadt, deren Verwaltung schon an der Ausstellung von Personalausweisen scheitert – hier die rühmliche Ausnahme bilden soll, ist eine Behauptung, die jeder Lebenserfahrung Hohn spricht.

Die Kritik des Sportökonomen ist daher mehr als nur eine Fußnote in der Olympia-Debatte. Sie ist ein Weckruf an die Bürger, sich von glanzvollen Visionen nicht blenden zu lassen und stattdessen harte Zahlen einzufordern. Denn am Ende sind es nicht die Politiker, die für Fehlkalkulationen geradestehen – sondern die arbeitende Bevölkerung, die ohnehin unter einer der höchsten Steuer- und Abgabenlasten Europas ächzt.

Sachwerte als stiller Gegenpol zu staatlichem Größenwahn

Während Politiker mit Milliarden Beträgen jonglieren, deren reale Kaufkraft durch staatlich befeuerte Inflation kontinuierlich schrumpft, bleibt für den umsichtigen Bürger nur eine Schlussfolgerung: Wer sein Vermögen vor den Folgen politischer Fehlentscheidungen und schleichender Geldentwertung schützen möchte, kommt an einer soliden Beimischung physischer Edelmetalle wie Gold und Silber kaum vorbei. Sie sind seit Jahrtausenden das, was Papierversprechen und politische Beteuerungen niemals sein können: ein verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten.

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