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Kettner Edelmetalle
05.05.2026
05:45 Uhr

Opec+ in der Krise: Förderquote rauf, Mitglieder raus – das Kartell wankt

Opec+ in der Krise: Förderquote rauf, Mitglieder raus – das Kartell wankt

Es ist ein Drahtseilakt sondergleichen, den das einst so mächtige Öl-Kartell derzeit aufführt. Nach dem aufsehenerregenden Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zum 1. Mai haben sieben verbliebene Schwergewichte der Opec+ angekündigt, ihre Förderquote im Juni um 188.000 Barrel täglich anzuheben. Saudi-Arabien, Russland, der Irak, Kuwait, Kasachstan, Algerien und der Oman wollen damit nach eigenem Bekunden die "Stabilität des Ölmarktes" sichern. Doch hinter dieser glatten Formulierung zeigt sich vielmehr die nackte Verzweiflung einer Organisation, deren Fundament zu bröckeln beginnt.

Die Fassade der Geschlossenheit

Bemerkenswert ist, was die Opec+ in ihrer Erklärung mit keiner Silbe erwähnt: den Austritt der Emirate. Stattdessen wird Geschäftigkeit demonstriert, als sei nichts geschehen. Branchenexperten wie Jorge León von der Beratungsfirma Rystad Energy interpretieren dieses Schweigen unmissverständlich. Die Organisation versuche, "interne Brüche" zu überspielen und ein Bild der Stabilität zu projizieren, das mit der Realität wenig zu tun habe. Die Botschaft an die Welt solle lauten: Der Austritt Abu Dhabis tangiere den Kurs nicht. Wer genauer hinschaut, erkennt jedoch das Gegenteil.

Hormus-Blockade macht Quoten zur Makulatur

Ob die neue Förderquote überhaupt umsetzbar sei, müsse stark bezweifelt werden. Schließlich liegen die wichtigsten Ölförderstätten der Opec+ in der Golfregion – jener Region, die durch die andauernde Blockade der Straße von Hormus durch den Iran faktisch abgeschnitten wird. Bereits im März hätten die Opec+-Staaten, die sich zur Quoteneinhaltung verpflichtet haben, laut Rystad Energy täglich rund neun Millionen Barrel zu wenig gefördert. Eine gewaltige Lücke, die zeigt: Was auf dem Papier verkündet wird, hat mit den realen Pumpkapazitäten oft wenig gemein.

Auch Russland, einer der größten Profiteure der gestiegenen Ölpreise infolge der eingeschränkten Exporte, kämpft mit den Folgen des Ukraine-Krieges und kann seine eigenen Förderzusagen kaum erfüllen. Die Sanktionsspirale des Westens trifft hier auf die geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten – ein toxischer Cocktail für die globalen Energiemärkte und damit auch für deutsche Verbraucher, die die Zeche an der Tankstelle und auf der Heizkostenabrechnung zahlen.

Emirate setzen auf Eigenständigkeit – mit Milliardenoffensive

Die VAE, seit 1967 Mitglied der Organisation, begründeten ihren Schritt mit dem Hinweis auf das "nationale Interesse". Man wolle sich künftig nicht mehr durch Quoten einschränken lassen, hieß es aus dem Umfeld des Energieministeriums in Abu Dhabi. Wie ernst es den Emiraten ist, zeigt die zeitgleiche Ankündigung des staatlichen Konzerns Adnoc, in den kommenden zwei Jahren rund 46,45 Milliarden Euro in neue Förderprojekte zu investieren. Ein deutliches Signal: Die Emirate positionieren sich als ernstzunehmender Konkurrent zu ihren ehemaligen Partnern.

Dominoeffekt droht

Die nächste Sorge liegt für das Kartell bereits auf dem Tisch. Sowohl Kasachstan als auch der Irak fielen in der Vergangenheit immer wieder dadurch auf, dass sie die festgelegten Quoten überschritten hätten. Sollte einer dieser Staaten dem Beispiel der Emirate folgen, könnte ein Dominoeffekt einsetzen, der das gesamte Konstrukt der Opec+ infrage stellt. Für eine Organisation, die jahrzehntelang die Preise auf den Weltmärkten diktiert hat, wäre dies ein historischer Bedeutungsverlust.

Was bedeutet das für deutsche Sparer?

Wenn das wichtigste Öl-Kartell der Welt ins Wanken gerät, bewegen sich die Märkte. Steigende Ölpreise befeuern die Inflation, und die ohnehin gebeutelte deutsche Wirtschaft – die unter den explodierenden Energiekosten der gescheiterten Energiewende leidet – wird weiter unter Druck geraten. Während Berlin sich in ideologischen Klimadebatten verliert und die Große Koalition unter Friedrich Merz und Lars Klingbeil mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die nächste Schuldenwelle vorbereitet, schmilzt die Kaufkraft der Bürger weiter dahin. Es ist ein Lehrstück darin, wie geopolitische Verwerfungen unmittelbar in die Geldbörsen der Deutschen durchschlagen.

In solchen Zeiten der Unsicherheit zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber ihren festen Platz in jedem soliden Vermögensportefeuille verdienen. Während Kartelle bröckeln, Währungen entwertet werden und politische Akteure ihre Wahlversprechen brechen, behält das Edelmetall seinen Wert über Generationen hinweg. Eine kluge Beimischung physischer Edelmetalle kann ein wirksamer Schutzschild gegen die Stürme sein, die in den kommenden Jahren über die Finanzmärkte hinwegfegen werden.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen stellen die Meinung der Redaktion dar und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Sie ersetzen keine individuelle Anlageberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die alleinige Verantwortung für seine Investitionsentscheidungen. Eine Haftung für etwaige Verluste oder Schäden, die aus dem Inhalt dieses Artikels entstehen könnten, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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