280.000
Kunden
Sicherer
Versand
25.10.2026
10:31 Uhr
KI-generiert

Orkan-Doppelschlag: Erst Austen, dann Boelo – Deutschland im Sturm!

Orkan-Doppelschlag: Erst Austen, dann Boelo – Deutschland im Sturm!
Symbolbild: KI-generiert

Erst traf es Frankreich, dann Deutschland. Sturmtief Austen, hierzulande unter dem Namen „Luise“ geführt, hat am Freitag fast 300.000 französische Stromkunden vom Netz getrennt und ist in der Nacht zum Samstag mit Orkanböen bis 130 Kilometer pro Stunde über Deutschland gezogen. Eine Atempause gibt es kaum, denn mit Boelo („Manja“) stand das nächste Tief schon bereit.

Frankreich im Dunkeln, die Normandie ohne Züge

Wie stark Austen ist, zeigte sich zuerst an der Atlantikküste. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg waren in Frankreich am Freitag fast 300.000 Stromkunden ohne Strom. In der Bretagne und im Département Manche erreichten die Böen 120 bis 140 km/h, in anderen Berichten ist sogar von Spitzenwerten um 161 km/h die Rede.

Die französische Staatsbahn SNCF ließ in der gesamten Normandie keine Züge mehr fahren. Im englischen Cornwall waren nach Angaben des niederländischen Senders NOS mehr als 13.500 Haushalte ohne Strom. Belgien rief für West- und Ostflandern sowie den Hennegau Code Orange aus, zwischen Gent und Terneuzen wurde die Schifffahrt eingestellt.

Brocken, Feldberg, Niederrhein: Hier tobte Austen

In Deutschland verlagerte sich das stärkste Windfeld vom Niederrhein in das Dreieck zwischen Köln, Hannover und Hamburg. Vom Rheinland bis ins Emsland hielt der Deutsche Wetterdienst (DWD) schwere Sturmböen bis 100 km/h für wahrscheinlich, örtlich auch orkanartige Böen bis 110 km/h. Auf dem Brocken waren Orkanböen bis 130 km/h vorhergesagt, auf dem Feldberg im Schwarzwald ebenfalls Orkanböen.

Die Folgen blieben nicht aus. Medienberichten zufolge entwurzelte der Sturm vor allem im Westen und Südwesten zahlreiche Bäume, in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen fielen Züge aus oder hatten Verspätung. Im rheinland-pfälzischen Nastätten sollen bei einem Stadtfest zwei Menschen schwer verletzt worden sein.

Warum dieser Herbststurm so tückisch ist

Kritisch ist vor allem der Zeitpunkt. Viele Bäume tragen noch ihr Laub und bieten dem Wind damit eine große Angriffsfläche, wie ein Segel. Nach dem Dürresommer sind viele Bäume außerdem geschwächt, warnt das Portal wetter.net. Schon ab etwa 80 km/h können ganze Bäume umstürzen.

Dazu kommt der Ferienverkehr. In Nordrhein-Westfalen laufen die Herbstferien, in Niedersachsen und Bremen hat die Rückreise begonnen. Auf Brücken und freien Strecken sind Seitenböen besonders für Wohnwagen, Transporter und Motorräder gefährlich. Und angebrochene Äste bleiben auch dann eine Gefahr, wenn der Wind längst nachgelassen hat.

Schnee im Schwarzwald, Sturmflutgefahr im Norden

Nach dem Sturm wurde es kalt. Am Samstag zog Austen geschwächt in Richtung Dänemark, die Höchstwerte lagen nur noch bei 8 bis 14 Grad. Im Hochschwarzwald ging der Regen in Schnee über, Schneematsch machte die Straßen dort glatt.

Gleichzeitig näherte sich Boelo. Der britische Met Office rief für ganz Schottland, Teile Nordirlands und den äußersten Norden Englands die Warnstufe Amber aus. Für die deutsche Nordsee erwartete der DWD in der Nacht zum Sonntag schwere Sturmböen der Stärke 10. Medienberichten zufolge drohte Hamburg eine Sturmflut. Ausgerechnet in dieser Nacht wurden auch noch die Uhren von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt.

Billiger Windstrom, anfällige Infrastruktur

Eine gute Nachricht gibt es: Laut Bloomberg drückte der starke Wind die Strompreise in Deutschland und Frankreich. Das zeigt aber auch, wie stark die Preise inzwischen vom Wetter abhängen. Bei Sturm ist der Strom billig, bei Flaute steigen die Preise wieder.

Ein ernüchterndes Fazit: Jedes Herbsttief bringt Bahnverkehr, Stromnetze und Verkehrswege schnell an ihre Grenzen. Eigene Vorsorge zahlt sich deshalb aus, zum Beispiel mit Taschenlampe, Powerbank und Wasservorrat für den Notfall. Wer am Wochenende unterwegs war, sollte die amtlichen Warnungen im Blick behalten und Waldwege meiden.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“