
Pantisano an die Linken-Spitze: Wenn Identitätspolitik zum Parteiprogramm wird

Die Linkspartei findet ihren neuen Vorsitzenden – und es ist genau jener Typus, den man im linken Milieu derzeit gerne als Aushängeschild präsentiert: jung, urban, mit Migrationsbezug und einem ausgeprägten Talent dafür, politische Gegner mit den schärfsten Vokabeln zu überziehen. Luigi Pantisano, derzeit Vizevorsitzender der Linksfraktion im Bundestag, soll auf dem Parteitag im Juni in die Doppelspitze gewählt werden. Ein Mann, der die AfD im Plenarsaal pauschal als "Faschisten und Rassisten" tituliert und sich anschließend noch beschwert, wenn die Polizei AfD-Politiker vor Übergriffen schützt. Willkommen im neuen Selbstverständnis der Mauerpartei.
Vom schwäbischen Waiblingen zum "Gastarbeiterkind"
Bemerkenswert ist die mediale Inszenierung, mit der Pantisanos Biografie aufgeladen wird. In nahezu jedem Porträt liest man von "italienischen Wurzeln", "Migrationsgeschichte", "Gastarbeiterkind". Die nüchterne Realität: Der 1979 in Waiblingen geborene Architekt verbrachte lediglich eine kurze Phase im Kleinkindalter in Kalabrien. Den weit überwiegenden Teil seines Lebens hat er im behäbigen Süddeutschland zugebracht, später als Stadtplaner in Konstanz am Bodensee. Doch die Identitätspolitik braucht ihre Symbolfiguren, und so wird aus einem in Schwaben aufgewachsenen Akademiker mit italienischem Pass ein Aushängeschild migrantischer Repräsentation.
Pantisano selbst spielt diese Karte virtuos. Gegenüber Medien betont er regelmäßig, wie sehr ihn das Aufwachsen in einer Gastarbeiterfamilie politisch geprägt habe – und wie sehr ihn antreibe, dass "die Politik auf Menschen herabschaue". Eine Erzählung, die in der heutigen Linken bestens funktioniert, denn Identität schlägt Inhalt. Die Partei, so Pantisano selbst, sei "jünger, westlicher, feministischer, aber auch migrantischer geworden". Da passe er gut hinein.
Anti-Wagenknecht-Linie und "linkskanax"
Politisch verortet sich Pantisano klar im sogenannten "Bewegungsflügel" der Partei. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des früheren Parteichefs Bernd Riexinger forderte er bereits frühzeitig den Parteiaustritt Sahra Wagenknechts – jener Politikerin also, die mit ihrer Kritik an unkontrollierter Migration und ihrer Skepsis gegenüber linker Identitätspolitik zumindest noch Anschluss an die Sorgen vieler einfacher Bürger hielt. Mit ihrem Abgang verlor die Linke ihre letzte verbliebene Stimme der Vernunft.
Mitbegründet hat Pantisano die Arbeitsgemeinschaft "linkskanax" – schon der Name verrät die Richtung. Es geht um Repräsentation, Quoten, Identität. Klassische Themen wie soziale Gerechtigkeit für die einheimische arbeitende Bevölkerung treten in den Hintergrund. Stattdessen dominieren propalästinensische Solidaritätsbekundungen, identitätspolitische Debatten und Grabenkämpfe darüber, wer im eigenen Lager am rechten Flügel zu verorten sei.
Eine Bilanz zum Stirnrunzeln
Wer einen Blick auf Pantisanos politische Vita wirft, dem fällt vor allem eines auf: Konflikte. Da wäre die Staatsschutzermittlung und Verurteilung wegen Hausfriedensbruchs nach einem Aufenthalt in einem besetzten Haus – angeblich für einen Podcast. Da wären finanzielle Auslagen für Schwarzfahrer. Da wären Ordnungsrufe im Bundestag. Und da wäre eben jene Beschwerde, dass die Polizei AfD-Abgeordnete vor Angriffen schütze. Man stelle sich einen Politiker einer anderen Partei vor, der öffentlich monierte, dass die Polizei Linkspartei-Politiker beschütze – der Aufschrei wäre ohrenbetäubend.
Auch elektoral ist Pantisanos Erfolgsbilanz überschaubar. 2020 scheiterte er knapp als OB-Kandidat in Konstanz, unterstützt vom üblichen rot-grünen Bündnis. 2025 schaffte er den Einzug in den Bundestag. Kurz darauf folgte das Desaster der Linken bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg mit mageren 4,4 Prozent – ausgerechnet in jenem Bundesland, in dem Pantisano politisch sozialisiert wurde.
Streithammel statt Brückenbauer
Selbst innerhalb der Partei ist die Begeisterung keineswegs einhellig. Die pragmatischeren Kräfte beäugen Pantisanos polterndes Auftreten kritisch. Man fürchtet, dass mit ihm ein notorischer Streithammel an die Spitze rückt, während der noch amtierende Jan van Aken zumindest noch um einen ausgleichenden Ton bemüht war. Doch in einer Partei, die sich zunehmend in identitätspolitischen Schützengräben verschanzt, zählt offenbar die richtige Erzählung mehr als das politische Geschick.
Dass Sympathiebekundungen ausgerechnet von Heidi Reichinnek und Ines Schwerdtner kommen, überrascht wenig. Jene Doppelspitze, die nun mit Pantisano komplettiert werden soll, repräsentiert mustergültig den Kurs einer Partei, die sich von ihrer einstigen Funktion als Vertretung sozialer Verlierer endgültig verabschiedet hat. Stattdessen werden TikTok-Videos produziert, AfD-Politiker mit Beleidigungen überzogen und Migration zum identitätsstiftenden Markenkern erhoben.
Was bleibt vom einstigen Anspruch?
Die deutsche Linke vollendet mit Pantisano ihren Wandel von einer sozialpolitischen Protestpartei zu einer urban-akademischen Identitätsbewegung. Die Sorgen jener Bürger, die unter steigenden Mieten, Inflation und einer ausufernden Kriminalität leiden, spielen in diesem Kosmos kaum noch eine Rolle. Stattdessen dominiert ein Diskurs, der vor allem akademisch geschulte Großstadtbewohner anspricht – und den Rest der Bevölkerung achselzuckend zurücklässt.
Dass eine solche Partei mit einem Vorsitzenden, der pauschale Beschimpfungen politischer Gegner zur rhetorischen Standardausstattung erklärt, breite Wählerschichten zurückgewinnen will, darf bezweifelt werden. Wahrscheinlicher ist, dass die Linke unter Pantisano genau jenen Kurs fortsetzt, der sie in Baden-Württemberg gerade an die Wand gefahren hat. Die Wähler haben offenbar genug von einer Partei, die mehr Energie darauf verwendet, politische Gegner zu beschimpfen, als konkrete Lösungen für die drängenden Probleme dieses Landes anzubieten.
Stabile Werte in unsicheren Zeiten
Während sich die deutsche Parteienlandschaft zunehmend in ideologischen Grabenkämpfen verliert und Politiker mit fragwürdigem Auftreten in höchste Ämter aufsteigen, sollten Bürger ihren Blick auf das richten, was wirklich Bestand hat. Politische Verwerfungen, ideologische Experimente und ökonomische Unsicherheit sind ein guter Grund, sich mit der eigenen Vermögensabsicherung zu beschäftigen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie unabhängig von politischen Moden und Parteivorsitzenden ihren Wert bewahren – eine Eigenschaft, die in den heutigen Zeiten wertvoller ist denn je.

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