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Plünderungen? Linken-Chef spricht lieber über Ratten in Schulen!

Plünderungen? Linken-Chef spricht lieber über Ratten in Schulen!
Symbolbild: KI-generiert

Mehr als 100 verletzte Polizisten, eingeschlagene Schaufenster, geplünderte Läden: Nach den Krawallen im Anschluss an die „Gen Z regelt“-Proteste hat Linken-Chef Luigi Pantisano am Montag in Berlin Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) angegriffen. Der Minister habe sich die Randale nach Pantisanos Darstellung regelrecht gewünscht. Und um die Gewalt einzuordnen, griff der Linken-Vorsitzende zu einem Vergleich, der viele Bürger fassungslos zurücklässt.

Eine Nacht, die Frankfurt nicht vergisst

Zunächst die Fakten. Am Samstag gingen in mehr als dreißig Städten Zehntausende junge Menschen auf die Straße, weitgehend friedlich. Es ging um bezahlbares Leben, um bessere Bildung und laut Medienberichten auch um die Wehrpflicht. Am Abend und in der Nacht kippte die Lage, unter anderem in Frankfurt, Köln und Hamburg.

Am schlimmsten traf es die Mainmetropole. Nach Angaben von Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) wurden auf der Einkaufsmeile Zeil 17 Geschäfte beschädigt und fünf geplündert, darunter auch ein Waffengeschäft. Von bis zu 1.300 eingesetzten Beamten seien mehr als 100 verletzt worden. Ein Polizist soll durch einen Steinwurf an den Kopf Zähne verloren haben. Die Polizei nahm 54 Personen zwischen 13 und 29 Jahren fest.

Poseck sprach von einem „gefährlichen Zusammenspiel von gewaltbereiten Linksextremisten und gewaltbereiten jungen Migranten“. Medienberichten zufolge hatten die meisten Festgenommenen die deutsche Staatsangehörigkeit.

Der Vorwurf: Dobrindt habe die Gewalt „herbeigerufen“

Pantisano hatte selbst am Brandenburger Tor mitdemonstriert und lobte die Proteste ausdrücklich. Viele junge Menschen seien aus Angst vor den Sicherheitsbehörden zu Hause geblieben, behauptete er. Bund und Länder hätten ein „immenses Droh-Szenario“ aufgebaut, und Dobrindt habe damit „sozusagen Randale herbeigerufen“.

Dann legte er nach. Der Minister habe sich die Ausschreitungen regelrecht gewünscht, um anschließend seine Aussagen loswerden zu können. Diese hätten auf „vorgefertigten Zetteln“ gestanden, das sei jedenfalls sein Eindruck. Belege für diese schweren Unterstellungen nannte Pantisano laut Berichten nicht.

Wenn Schädlinge plötzlich „Gewalt“ sind

Den bemerkenswertesten Satz sagte der Linken-Chef, als er Dobrindt aufforderte, sich lieber mit den Forderungen der Jugend zu befassen:

„Weil wenn Ratten in Schulhäusern unterwegs sind, dann ist das auch Gewalt und die sollte eben genauso beseitigt werden.“

Marode Schulen sind tatsächlich ein Skandal, das bestreitet niemand. Der Investitionsstau an Deutschlands Schulen ist seit Jahren bekannt, und die Bürger zahlen dafür einen hohen Preis. Aber kaputte Toiletten und Nagetiere im Klassenzimmer in einem Atemzug mit Steinwürfen auf Polizisten zu nennen? Kritiker sehen darin eine gefährliche Verwässerung des Gewaltbegriffs. Wenn alles Gewalt ist, ist am Ende nichts mehr Gewalt.

„Auch blonde Menschen waren unterwegs“

Auf Dobrindts Hinweis auf ein „migrantisches Milieu“ reagierte Pantisano mit dem Satz, auch blonde Menschen seien auf den Demos unterwegs gewesen und hätten „irgendwas angestellt“. Deutschlands Städte seien von Menschen mit Migrationsgeschichte geprägt, problematisches Verhalten gebe es in jeder Gruppe. Dobrindts Aussagen nannte er einen „billigen Versuch“, gegen Migranten „zu hetzen“.

Pauschalurteile über ganze Bevölkerungsgruppen helfen tatsächlich niemandem. Wer aber jede Analyse der Täterstrukturen sofort als Hetze abstempelt, verweigert aus Sicht unserer Redaktion die Diagnose, ohne die es keine Therapie gibt. Bemerkenswert: Auch in der Union stieß Dobrindts Wortwahl auf Widerspruch, wie Medien berichten. Unionsfraktionsvize Norbert Röttgen habe einen differenzierteren Blick angemahnt.

Was bleibt

Zurück bleiben Händler, deren Läden in Trümmern liegen, und Polizisten mit Verletzungen. Der Deutsche Städtetag fordert bereits Hilfe bei der Beseitigung der Schäden. Hessens Innenminister hat ein mögliches Verbot weiterer Proteste ins Gespräch gebracht, für den 20. November sind neue Demos angekündigt.

Für viele Bürger ist die Frankfurter Nacht ein weiteres Zeichen dafür, dass der Staat die Kontrolle über den öffentlichen Raum zu verlieren droht. Die berechtigten Anliegen der jungen Generation gehen im Scherbenhaufen unter. Wer jetzt über Ratten statt über Randalierer spricht, erweist ihnen einen Bärendienst.

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