
Politbarometer-Schock für Merz: AfD bleibt vorn, Bürger verlieren den Glauben an Schwarz-Rot

Es ist ein vernichtendes Zeugnis, das die Deutschen ihrer Bundesregierung ausstellen. Kaum ein Jahr nach dem Amtsantritt der großen Koalition aus CDU/CSU und SPD unter Bundeskanzler Friedrich Merz scheint die anfängliche Aufbruchsstimmung verflogen. Was bleibt, ist Ernüchterung – und ein Misstrauen, das sich quer durch alle Lager zieht. Das aktuelle ZDF-Politbarometer, erhoben von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen, liefert ein Stimmungsbild, das man in den Reihen der Union nur noch als Desaster bezeichnen kann.
Nur jeder Vierte traut der Regierung überhaupt noch etwas zu
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Gerade einmal ein Viertel der Befragten halte die schwarz-rote Koalition für fähig, die explodierenden Finanzprobleme der Sozialversicherungen in den Griff zu bekommen. Noch dramatischer: 72 Prozent bewerten die Leistung der Regierung als eher schlecht. Das ist kein laues Lüftchen der Kritik mehr, das ist ein Sturm.
Besonders pikant – die Unzufriedenheit macht selbst vor den eigenen Reihen nicht halt. Ganze 63 Prozent aller Befragten seien überzeugt, dass die eigene Partei nicht voll hinter dem Kanzler stehe. Und das Vertrauensvotum in den eigenen Reihen? Mehr als die Hälfte der CDU/CSU-Anhänger teilt diese ernüchternde Einschätzung. Wenn schon die eigene Gefolgschaft zweifelt, wie soll dann der Wähler Vertrauen schöpfen?
Die AfD bleibt stärkste Kraft – und das hat Gründe
In der Sonntagsfrage führt die AfD mit 27 Prozent weiterhin das Feld an, einen Punkt vor der Union mit 25 Prozent. Die SPD verharrt auf ihrem historischen Tiefststand von zwölf Prozent. Hier die Werte im Überblick:
- AfD: 27 Prozent (+1)
- Union: 25 Prozent (+1)
- Grüne: 14 Prozent (-1)
- SPD: 12 Prozent (=)
- Linke: 11 Prozent (-1)
- FDP: 3 Prozent (=)
- Sonstige: 8 Prozent
Die FDP würde mit ihren mageren drei Prozent erneut an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Und das Bemerkenswerteste: Die schwarz-rote Koalition hätte rechnerisch keine eigene Mehrheit mehr. Eine Regierung, die ihre eigene parlamentarische Basis verloren hat – das ist Sinnbild eines politischen Stillstands.
Der Bürger ahnt es: Am Ende zahlt er die Zeche
Besonders aufschlussreich wird es bei der Frage, wie die maroden Sozialkassen saniert werden sollen. 56 Prozent setzen auf mehr Steuermittel – ein frommer Wunsch, der bei näherer Betrachtung bedeutet: Der Bürger soll noch tiefer in die Tasche greifen. Leistungskürzungen befürworten lediglich 14 Prozent, Beitragserhöhungen gar nur sieben Prozent.
Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre lehnen ganze 77 Prozent der Deutschen kategorisch ab.
Hier offenbart sich das ganze Dilemma einer Politik, die seit Jahren strukturelle Probleme vor sich herschiebt. Themen, die – wie Politikwissenschaftler anmerken – über Jahre und Jahrzehnte schlicht nicht angefasst wurden. Und nun, da der demographische Wandel mit voller Wucht zuschlägt, sucht man verzweifelt nach Lösungen, die niemandem wehtun. Eine Quadratur des Kreises.
Versprechen und Wirklichkeit klaffen weit auseinander
Man erinnere sich: Friedrich Merz war einst mit dem Versprechen angetreten, keine neuen Schulden zu machen. Geblieben ist davon wenig. Stattdessen ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das künftige Generationen über Jahrzehnte hinweg mit Zins und Tilgung belasten wird. Wer so wirtschaftet, braucht sich über schwindendes Vertrauen nicht zu wundern.
Immerhin glaubt eine knappe Mehrheit von 52 Prozent, dass die Koalition bis zur nächsten regulären Bundestagswahl 2029 durchhalten werde. Doch ist Durchhalten dasselbe wie Regieren? Wohl kaum. Eine Regierung, die nur noch verwaltet statt gestaltet, ist genau das, was Deutschland in diesen unsicheren Zeiten am wenigsten gebrauchen kann.
Was bedeutet das für den Vermögensschutz?
Wenn das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Politik schwindet, die Schuldenberge wachsen und immer neue Steuermittel zur Sanierung klammer Sozialkassen ins Gespräch gebracht werden, dann stellt sich für den vorausschauenden Bürger eine zentrale Frage: Wie sichere ich mein Erspartes? In Zeiten politischer Unsicherheit und drohender Inflation haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrhunderte hinweg als verlässlicher Anker bewährt. Als krisenfeste Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie das, was Politik und Papiergeld derzeit vermissen lassen: Beständigkeit.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigenständig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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