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Kettner Edelmetalle
08.07.2026
16:04 Uhr

Pulverfass Hormus: Trump erklärt Iran-Waffenruhe für beendet – Ölpreise explodieren

Pulverfass Hormus: Trump erklärt Iran-Waffenruhe für beendet – Ölpreise explodieren

Es ist der Albtraum jedes Ökonomen, jedes Autofahrers und jedes Häuslebauers, der auf sinkende Energiepreise gehofft hatte: Die Straße von Hormus, jene lebenswichtige Nadelöhr-Wasserstraße, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls fließt, steht erneut in Flammen. Und mittendrin US-Präsident Donald Trump, der die brüchige Waffenruhe mit dem Iran in gewohnter Manier für beendet erklärt hat – mit einem Satz, der die Märkte erschütterte.

„Es ist vorbei" – vier Worte, die den Ölpreis in die Höhe schießen ließen

Auf dem NATO-Gipfel im türkischen Ankara ließ Trump keinen Zweifel an seiner Haltung. Auf die Frage eines Reporters, ob die Feuerpause noch Bestand habe, antwortete er knapp und unmissverständlich: „Ich denke, es ist vorbei." Er wolle mit dem Iran nichts mehr zu tun haben, jede weitere Verhandlung sei aus seiner Sicht reine Zeitverschwendung gewesen.

Wer geglaubt hatte, es bliebe bei rhetorischem Säbelrasseln, wurde eines Besseren belehrt. Bei einem späteren Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj legte Trump nach und kündigte an, die USA würden „sehr wahrscheinlich" den Iran noch in derselben Nacht „hart treffen". Verteidigungsminister Pete Hegseth stand ihm zur Seite und versicherte servil, man werde „noch tiefer" zuschlagen, sollte der Präsident den Befehl geben.

Blockade der Straße von Hormus im Gespräch

Als wäre die Lage nicht schon brenzlig genug, brachte Trump auch eine erneute Seeblockade der iranischen Häfen nahe der Straße von Hormus ins Spiel. Man könne die Blockade „wieder einführen", so der Präsident – ausschließlich gegen den Iran gerichtet. Für den globalen Energiemarkt wäre dies ein Erdbeben mit weitreichenden Folgen.

Die Reaktion der Rohstoffmärkte ließ nicht lange auf sich warten. Die Nordseesorte Brent für September-Lieferung sprang um satte 5,7 Prozent auf rund 78,41 Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI kletterte um 5,9 Prozent auf 74,60 Dollar. Man muss kein Prophet sein, um zu ahnen, was das für den ohnehin gebeutelten deutschen Verbraucher bedeutet.

Vorwürfe und Gegenvorwürfe – wer brach die Waffenruhe?

Auslöser der jüngsten Eskalation waren Angriffe auf drei Handelsschiffe, die am Dienstag die Straße von Hormus passierten. Das US-Militär reagierte prompt mit einer Serie massiver Vergeltungsschläge. Nach Angaben des Centcom seien über 80 Ziele getroffen worden – darunter Luftabwehrsysteme, Kommandozentralen und Raketenstellungen. Mehr als 60 kleine Boote der Revolutionsgarden seien ausgeschaltet worden.

Die USA erklärten, die Angriffe sollten „hohe Kosten" für jene verursachen, die zivile Handelsschiffe in internationalen Gewässern angriffen. Irans Verhalten sei „ungerechtfertigt, gefährlich und ein klarer Bruch der Waffenruhe" gewesen.

Teheran wiederum sprach von einer „groben Verletzung" der im Vormonat geschlossenen Absichtserklärung. Die Streitkräfte der Islamischen Republik würden nicht zögern, die territoriale Integrität des Landes gegen amerikanische Aggression zu verteidigen, hieß es aus dem Außenministerium.

Was bedeutet das für Deutschland?

Während in Washington und Teheran die Muskeln spielen, sitzt der deutsche Bürger am Ende der Kausalkette. Ein Energieschock durch die effektive Schließung der Straße von Hormus würde die Inflation weltweit anheizen – und ausgerechnet Deutschland, das sich mit einer verfehlten Energiepolitik selbst ins Abseits manövriert hat, trifft es besonders hart. Wer seine Kernkraftwerke abschaltet, sich von russischem Gas verabschiedet und gleichzeitig auf teure Importe angewiesen bleibt, der ist geopolitischen Erpressungen schutzlos ausgeliefert.

Die Frage drängt sich auf: Wie souverän ist ein Land eigentlich noch, dessen Wohlstand von einer Meerenge am anderen Ende der Welt abhängt? Es ist eine bittere Erkenntnis, dass die Berliner Politik in den vergangenen Jahren jede Vorsorge sträflich vernachlässigt hat.

Krisen sind der Boden, auf dem Gold gedeiht

In Zeiten geopolitischer Verwerfungen zeigt sich einmal mehr, welche Anlageklasse ihre Verlässlichkeit über Jahrtausende bewiesen hat. Während Aktienmärkte bei jeder Eskalation nervös zucken und Papierwährungen durch die Inflation entwertet werden, behält physisches Gold und Silber seine Funktion als Krisenwährung und Wertspeicher. Wer sein Vermögen breit streuen und gegen die Unwägbarkeiten einer aus den Fugen geratenen Weltordnung absichern möchte, findet in physischen Edelmetallen eine bewährte Ergänzung für ein solide aufgestelltes Portfolio.

Hinweis: Der vorliegende Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Investitionsentscheidungen jeder Art erfordern eine eigenständige und sorgfältige Recherche. Jeder Anleger ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich. Eine Haftung für etwaige Verluste wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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