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Kettner Edelmetalle
26.02.2026
16:31 Uhr

Pulverfass Nahost: Wie der Iran-Konflikt die Weltordnung ins Wanken bringt

Während die Welt gebannt auf die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Genf blickt, verdichten sich die Zeichen, dass wir am Rande einer dramatischen Eskalation stehen. Was sich derzeit im Nahen Osten zusammenbraut, könnte nicht nur die geopolitische Landkarte neu zeichnen, sondern auch die globalen Finanzmärkte in ihren Grundfesten erschüttern.

Teherans „Angebot" – eine diplomatische Farce?

Die iranische Seite präsentierte in Genf ihr sogenanntes „finales Angebot" – und wer genau hinschaut, erkennt darin wenig mehr als eine Neuauflage des gescheiterten JCPOA-Abkommens, das Donald Trump während seiner ersten Amtszeit zu Recht als unzureichend verworfen hatte. Teheran sei bereit, die Urananreicherung von 60 Prozent auf 3,67 Prozent zu senken – allerdings nur für sieben Jahre. Bereits angereichertes Material wolle man nicht herausgeben. Das Raketenprogramm, das laut Trump bereits Europa erreichen könne und bald auch die USA bedrohen werde, stehe ebenfalls nicht zur Disposition. Und die Unterstützung regionaler Terrorgruppen? Darüber möchte man in Teheran offenbar gar nicht erst reden.

Vizepräsident J.D. Vance erklärte unterdessen, es gebe Hinweise darauf, dass der Iran aktiv versuche, sein Nuklearprogramm wiederaufzubauen. Das liefere den USA einen Casus Belli – einen Kriegsgrund. Neue Sanktionen wurden bereits verhängt.

Militärische Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Die Zeichen stehen auf Sturm. Die US-Marineflotte in Bahrain hat den Hafen verlassen, um ein mögliches „Pearl-Harbor-Szenario" zu vermeiden – eine bemerkenswerte Vorsichtsmaßnahme, die Bände spricht. Zwölf weitere F-22-Kampfjets seien im Begriff, Großbritannien in Richtung Osten zu verlassen und sich elf bereits dort stationierten Maschinen anzuschließen. Indiens Premierminister Modi, der erst gestern vor der Knesset seine unerschütterliche Solidarität mit Israel bekräftigte, dürfte kaum zufällig genau jetzt die Region verlassen.

Berichten zufolge gehen Kreise im Weißen Haus davon aus, dass die „politische Optik deutlich besser" sei, wenn Israel den ersten Schlag gegen den Iran führe. Washington könnte dann eine Verteidigungsaktion zugunsten eines Verbündeten verkaufen. Man muss kein Militärstratege sein, um zu erkennen, dass hier ein Drehbuch geschrieben wird.

Irans Drohung: Diesmal kein Zurückhalten

Besonders alarmierend ist die iranische Ankündigung, im Falle eines Angriffs alle bisherigen Zurückhaltungsmuster über Bord zu werfen. Keine symbolischen Vergeltungsschläge mehr, keine regional begrenzten Reaktionen. Das ist ein neues Spielbuch – und eines, das die gesamte Region in Brand setzen könnte. Wer sich an die vergleichsweise kontrollierten Schlagabtausche der Vergangenheit erinnert, sollte sich darauf einstellen, dass diesmal andere Regeln gelten könnten.

Das strategische Kalkül Washingtons

Die USA befinden sich in einer Zwickmühle, die sie sich teilweise selbst geschaffen haben. Ein Rückzug ohne Ergebnis würde die globale Abschreckungsfähigkeit Amerikas massiv beschädigen. Der Iran sei militärisch ein „Zwerg" im Vergleich zu den Vereinigten Staaten, heißt es in der Analyse – doch jedes Zögern würde China ermutigen, Teheran mit Waffen zu versorgen, was eine spätere Konfrontation ungleich gefährlicher und unwahrscheinlicher machen würde.

Das eigentliche Ziel Washingtons könnte weitaus ambitionierter sein: ein Regimewechsel in Teheran. Ein solcher Coup wäre geopolitisch spektakulär und würde den Iran möglicherweise ins westliche Lager kippen. Doch die Geschichte lehrt uns, dass Regimewechsel-Fantasien selten so glatt verlaufen wie am Reißbrett geplant. Afghanistan, Irak, Libyen – die Friedhöfe gescheiterter Interventionen sind gut gefüllt.

Europa: Wieder einmal nur Zuschauer

Besonders entlarvend ist die Tatsache, dass die Verhandlungen über die Ukraine-Krise ebenfalls in Genf stattfinden – in Europa, aber ohne Europa. Die Märkte scheinen diese Dynamik im Vergleich zum viel diskutierten „Sell US"-Trend zu ignorieren, doch langfristig ist sie von enormer Bedeutung. Während die Großmächte die Zukunft des Kontinents verhandeln, sitzt Europa nicht einmal am Tisch. Ungarns Viktor Orbán hat unterdessen Truppen zum Schutz von Energieanlagen mobilisiert – angesichts einer angeblichen ukrainischen Bedrohung.

Und was macht die neue deutsche Bundesregierung unter Friedrich Merz? Der Kanzler forderte bei seinem China-Besuch eine „Neuausrichtung" der „ungesunden" Handelsbeziehungen mit Peking. Eine berechtigte Forderung, zweifellos. Doch die Ironie könnte kaum größer sein: Viele der deutschen Konzernchefs, die ihn begleiteten, planen weiterhin munter, ihre heimische Produktion nach China zu verlagern und von dort nach Deutschland zu exportieren. Man fragt sich unwillkürlich, ob hier Wirtschaftspolitik betrieben wird oder ein Abschiedsbrief an den Industriestandort Deutschland verfasst wird.

Rohstoffkrieg und die neue Weltordnung

Abseits des Nahost-Konflikts zeichnen sich weitere tektonische Verschiebungen ab. Simbabwe hat sämtliche Exporte von Rohstoffen und Lithiumkonzentrat verboten – das Land will die wertschöpfende Verarbeitung im eigenen Land erzwingen. Ein kluger Schachzug im globalen Ressourcenpoker. Die spannende Frage lautet: Wer reagiert schneller – China oder die USA? Europa, so heißt es vielsagend, werde in diesem Zusammenhang „noch nicht einmal erwähnt".

Bezeichnend auch: Die CME musste den Handel auf ihrem Flaggschiff-Metallmarkt erneut für über eine Stunde wegen „technischer Probleme" unterbrechen. Was einst als unerschütterliche globale Finanzarchitektur galt, bröckelt zusehends.

Schuldenrekord und die Illusion der Stabilität

Die globale Verschuldung hat laut dem Institute of International Finance im Jahr 2025 den Rekordwert von 348 Billionen Dollar erreicht – angetrieben nicht zuletzt durch steigende Verteidigungsausgaben. Gleichzeitig drängt der IWF Trump dazu, seinen wirtschaftspolitischen Kurs zu ändern und den Stellenabbau in der Regierung zu stoppen. Man darf sich fragen, ob diese beiden Institutionen überhaupt miteinander kommunizieren, wenn die eine mehr Ausgaben fordert und die andere die Schuldenexplosion beklagt.

In diesem Umfeld multipler Krisen und einer Weltordnung im Umbruch erweist sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Vermögenssicherung unverzichtbar sind. Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg ihre Funktion als sicherer Hafen in Zeiten geopolitischer Unsicherheit und monetärer Instabilität bewiesen. Wer angesichts von Rekordschulden, drohenden Konflikten und einer bröckelnden Finanzinfrastruktur sein Vermögen schützen möchte, kommt an physischen Edelmetallen als Beimischung in einem breit diversifizierten Portfolio kaum vorbei.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, seine Investitionsentscheidungen auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls unter Hinzuziehung qualifizierter Berater zu treffen. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Überlegungen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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