
Pulverfass Persischer Golf: Saudi-Arabien und Emirate stehen vor dem Kriegseintritt gegen den Iran

Was sich seit Monaten wie ein schwelender Flächenbrand durch den Nahen Osten frisst, droht nun vollends zu eskalieren. Die mächtigsten Verbündeten der USA am Persischen Golf – Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate – rücken offenbar unaufhaltsam näher an eine direkte militärische Beteiligung am Krieg gegen den Iran heran. Was das für die Weltwirtschaft, die Energiepreise und letztlich auch für den deutschen Bürger bedeutet, kann man sich in seinen düstersten Szenarien ausmalen.
Riad öffnet seine Militärbasen – ein Paradigmenwechsel
Noch vor wenigen Monaten hatte Saudi-Arabien kategorisch erklärt, weder seinen Luftraum noch seine Militärstützpunkte für Angriffe auf den Iran zur Verfügung zu stellen. Diese Linie ist offenbar Geschichte. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Insider berichtet, habe Riad den Vereinigten Staaten inzwischen die Nutzung des Luftwaffenstützpunktes King Fahd gestattet. Der Auslöser für diesen dramatischen Kurswechsel: Iranische Raketen und Drohnen hätten Ziele in Saudi-Arabien getroffen – darunter die Hauptstadt Riad selbst.
Kronprinz Mohammed bin Salman strebe nun eine Wiederherstellung der Abschreckung an und stehe dem Bericht zufolge kurz vor der Entscheidung, sich aktiv an Angriffen zu beteiligen. Ein direkter Kriegseintritt sei „nur eine Frage der Zeit", wird eine mit den Gesprächen vertraute Person zitiert. Man muss kein Militärstratege sein, um zu erkennen, welche Sprengkraft diese Entwicklung birgt.
Die Emirate drehen den Geldhahn zu
Auch Abu Dhabi verschärft seinen Kurs – allerdings zunächst auf einem anderen Schlachtfeld: dem finanziellen. Die Vereinigten Arabischen Emirate gehen dem Bericht zufolge gezielt gegen Vermögenswerte und Einrichtungen vor, die mit dem iranischen Regime in Verbindung stehen. In Dubai seien unter anderem ein iranisches Krankenhaus und ein Club geschlossen worden. Die Regierung habe erklärt, Einrichtungen mit Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden würden systematisch ins Visier genommen.
Das ist bemerkenswert. Denn über Jahre hinweg war Dubai ein unverzichtbarer Finanzplatz für iranische Unternehmen – eine Art wirtschaftliche Lebensader für Teheran. Werden diese Kanäle nun gekappt, könnte dies den Zugang des Iran zu Devisen und internationalen Handelsstrukturen erheblich einschränken. Ein wirtschaftlicher Würgegriff, der möglicherweise mehr Schaden anrichtet als mancher Luftangriff.
Die Straße von Hormus als Achillesferse der Weltwirtschaft
Besonders alarmierend ist das Verhalten Teherans rund um die Straße von Hormus. Durch diese schmale Meerenge fließt ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels – sie ist gewissermaßen die Hauptschlagader der Weltenergieversorgung. Der Iran habe gegenüber arabischen Vertretern signalisiert, künftig Gebühren für die Passage verlangen zu wollen. Darüber hinaus habe Teheran angedroht, Kraftwerke und Wasserentsalzungsanlagen in den Golfstaaten anzugreifen, sollte US-Präsident Donald Trump seine Drohung wahrmachen, iranische Stromversorgungsanlagen zu bombardieren.
Seit Beginn des Konflikts schränke der Iran den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ein, indem er einzelne Handelsschiffe angreife oder selektiv passieren lasse. Man stelle sich das einmal vor: Ein Staat, der eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt als Geisel nimmt. Die Konsequenzen für die globalen Energiepreise liegen auf der Hand – und treffen am Ende auch den deutschen Verbraucher, der ohnehin schon unter explodierenden Energiekosten ächzt.
Verifizierte Videos deuten auf Angriffe von Bahrain aus hin
Offiziell betonen die Golfstaaten weiterhin, sich nicht an Angriffen auf den Iran beteiligen zu wollen. Doch hinter den Kulissen zeichnet sich ein völlig anderes Bild ab. Dem Bericht des Wall Street Journal zufolge deuteten verifizierte Videos darauf hin, dass Raketenstarts gegen Ziele im Iran möglicherweise auch von Bahrain aus erfolgt seien. Zudem seien bei einem iranischen Angriff mehrere US-Luftwaffenflugzeuge auf einem saudischen Stützpunkt beschädigt worden. Die Fassade der Neutralität bröckelt – und zwar rapide.
Ein Dilemma ohne gute Lösung
Die Regierungen in der Region stehen vor einer Situation, die an die klassische Zwickmühle erinnert. Ein direkter Kriegseintritt würde sie zu offenen Konfliktparteien machen – mit einem militärisch durchaus potenten Gegner in unmittelbarer Nachbarschaft. Gleichzeitig wächst der Druck, auf die fortgesetzten Angriffe aus dem Iran zu reagieren und die eigene Abschreckungsfähigkeit wiederherzustellen. Der Nahost-Experte Gregory Gause vom Middle East Institute bringe es auf den Punkt: Schwächere Partner in einem Bündnis liefen stets Gefahr, in einen Krieg hineingezogen zu werden, den sie eigentlich nicht führen wollten.
Und genau hier liegt die bittere Ironie dieser Entwicklung. Die Golfstaaten, die jahrelang auf Diplomatie und wirtschaftliche Diversifizierung setzten, die mit der „Vision 2030" eine Zukunft jenseits des Öls aufbauen wollten, sehen sich nun in einen Konflikt gedrängt, der all diese Ambitionen gefährden könnte. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass geopolitische Realitäten sich nicht durch Wunschdenken wegverhandeln lassen.
Was bedeutet das für Deutschland und Europa?
Für Deutschland und Europa könnte eine weitere Eskalation am Golf verheerende wirtschaftliche Folgen haben. Steigende Ölpreise, unterbrochene Lieferketten, neue Inflationsschübe – all das droht, wenn die Straße von Hormus zum Kriegsschauplatz wird. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz, die ohnehin mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Staatsverschuldung in schwindelerregende Höhen treibt, hätte dann noch ein weiteres Problem auf dem Tisch. Und der deutsche Bürger? Der darf einmal mehr die Zeche zahlen.
In Zeiten solcher geopolitischer Unsicherheiten zeigt sich einmal mehr, wie wichtig eine solide Vermögenssicherung ist. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als Krisenwährung bewährt – gerade dann, wenn Konflikte eskalieren, Währungen unter Druck geraten und die Inflation galoppiert. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen ergänzt, schafft sich einen Anker der Stabilität in einer zunehmend instabilen Welt.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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