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08.01.2026
21:57 Uhr

Rubios riskantes Spiel: Washingtons Griff nach Venezuelas Ölreserven

Rubios riskantes Spiel: Washingtons Griff nach Venezuelas Ölreserven

Der Mann, der derzeit die außenpolitischen Fäden der Vereinigten Staaten zieht, ist kein gebürtiger Amerikaner im klassischen Sinne. Marco Rubio, Sohn kubanischer Einwanderer, aufgewachsen in Miami als Kind eines Barkeepers und einer Putzfrau, hat es zum mächtigsten Latino in der Geschichte der USA gebracht. Als Außenminister und Sicherheitsberater in Personalunion – eine Konstellation, die zuletzt Henry Kissinger in den 1970er Jahren innehatte – orchestriert er nun einen der kühnsten außenpolitischen Schachzüge der Trump-Administration.

Das perfekte Zusammenspiel: Trump poltert, Rubio verhandelt

Die Arbeitsteilung zwischen dem Präsidenten und seinem wichtigsten Außenpolitiker folgt einem altbewährten Muster. Während Donald Trump provoziert, droht und mit verbalen Breitseiten um sich wirft, bleibt Rubio stets besonnen. Seine Argumentation ist messerscharf, sein Tonfall konziliant. Der perfekt zweisprachige Politiker spricht zu den Latinos – immerhin 15 Prozent der US-Wählerschaft – in ihrer Muttersprache. Südlich des Rio Grande wird er nicht als arroganter „Gringo" wahrgenommen, sondern als einer von ihnen.

Diese Wahrnehmung ist Gold wert in einem Spiel, bei dem es um weit mehr geht als nur um Demokratie und Menschenrechte. Es geht um Öl, um geopolitischen Einfluss, um die Neuordnung eines ganzen Kontinents.

Der Venezuela-Plan: Demokratie oder Ressourcensicherung?

Rubios Forderungskatalog liest sich auf den ersten Blick wie ein Handbuch für demokratische Transformation. Alle fremden Agenten – kubanische Milizionäre, russische und chinesische Emissäre, iranische Vertreter samt Hisbollah sowie kolumbianische Narco-Guerillas – sollen das Land verlassen. Politische Häftlinge müssen freigelassen werden, eine Generalamnestie für Oppositionelle steht auf der Agenda, exilierte Dissidenten sollen zurückkehren können.

Doch dann wird es interessant: Die USA übernehmen „bis auf weiteres" die Vermarktung sämtlicher venezolanischer Erdölvorräte zu Weltmarktpreisen. Der Nettogewinn soll angeblich direkt der Bevölkerung zugutekommen. Dass der US-Gigant Chevron bereits heute ein Viertel der venezolanischen Ölförderung kontrolliert, erwähnt Rubio dabei eher beiläufig.

Die Seeblockade als Druckmittel

Die Seeblockade wird aufrechterhalten, Venezuela soll für westliche Investoren geöffnet werden. Wer kooperiert, hat nichts zu befürchten – wer sich querstellt, dem droht das Schicksal Maduros. Es ist eine Sprache, die an vergangene Zeiten erinnert, als Großmächte noch ungeniert ihre Einflusssphären absteckten.

Das Machtgefüge in Caracas: Ein fragiles Kartenhaus

Rubio steht offenbar in direktem Kontakt mit der Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez, die sich kooperativ zeigen soll. Die große Unbekannte bleibt jedoch Diosdado Cabello, der als eigentlicher „starker Mann" Venezuelas gilt. Er kontrolliert die berüchtigten chavistischen Schlägerbanden, die sogenannten „Colectivos", sowie Teile der Armee. Auf Cabello und Armeechef Vladimir Padrino haben die USA Kopfgelder ausgesetzt – nicht jedoch auf Delcy Rodríguez, die den Geheimdienst kommandiert.

Aus Caracas werden Gerüchte über interne Machtkämpfe kolportiert. Ob diese der Wahrheit entsprechen oder gezielt gestreut werden, um die Gegenseite zu destabilisieren, bleibt unklar.

Alles oder nichts: Rubios politische Zukunft steht auf dem Spiel

Der Plan ist so verwegen wie riskant. Gelingt es Rubio, Venezuela friedlich zur Demokratie zurückzuführen – vielleicht sogar das Ende der Diktatur in Kuba einzuleiten –, wird er zum Helden des gesamten amerikanischen Kontinents. Scheitert er, dürfte dies das Ende seiner politischen Karriere bedeuten.

Die Einsätze könnten kaum höher sein. Laut aktuellen Umfragen halten 35 Prozent der republikanischen Wähler Rubio für einen valablen Nachfolger Donald Trumps. Ein Erfolg in Venezuela würde diese Zahl vermutlich in die Höhe schnellen lassen.

Kritische Stimmen werden lauter

Nicht alle sind von Rubios Vorgehen begeistert. Kritiker werfen den USA vor, unter dem Deckmantel der Demokratieförderung klassischen Neokolonialismus zu betreiben. Die Geschichte gibt ihnen durchaus Argumente an die Hand: Zahlreiche Länder, die von Washington „demokratisiert" wurden, präsentieren sich heute als gescheiterte Staaten oder Dauerkrisenherde.

Auch die Forderung, alle „fremden Agenten" müssten Venezuela verlassen, wirft Fragen auf. Denn sind nicht auch die USA selbst ein fremder Akteur, der massiv in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates eingreift? Die Antwort auf diese Frage hängt wohl davon ab, auf welcher Seite des Rio Grande man steht.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass in der Weltpolitik selten etwas so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Rubios Venezuela-Plan mag von Demokratie und Versöhnung sprechen – doch im Kern geht es um knallharte Interessen. Und um die größten Ölreserven der Welt.

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